Porto – Faro mit dem Faltrad – der Bericht (Teil1)
Eigentlich kam ich zu dieser Tour wie die Jungfrau zum Kind. Im Februar lernte ich bei einer Radtour in Costa Rica, Ruedi kennen und wie das so ist merkten wir bald dass die Chemie zwischen uns stimmt. Als er dann von seinen Plänen erzählte, zusammen mit Martin, der auch ein netter Typ sei, durch Portugal zu radeln war ich sofort Feuer und Flamme. Portugal einer der wenigen weißen Flecken in Europa wo ich noch nicht geradelt bin reizte mich sehr, denn Malle zum Zehnten kommt mir langsam so vor wie eine Erlach-Runde bei Sonne. Deutschland „versank“ gerade im Hoch Marco als wir uns von Köln/Bonn, dem einzigen Billigflughafen von dem man direkt nach Porto fliegen kann, aufmachten um die Sonne zu putzen. Wir drei hätten unterschiedlicher nicht sein können, Martin – Grönlanddurchquerer, Franconia Klamottenträger und selbsternannter Portugal-Kenner, hatte schon mal ein Jackett aus faltenfreien Material in der Satteltasche das er zum Dinner anzog. Ruedi Alltagsradler mit Hang zum Pragmatischen und ich ehemaliger Rennradler in Radlerhose und Fahrradschuhen. Aber wie sich rausstellte sollte es klappen.
Nach zweieinhalb Stunden ruhigem Flug kamen wir im Norden von Portugal an, „Pom Dia“, das war ein richtiger Kälteschock, na ja so krass war’s nicht, möchte fast behaupten das es zum Radfahren ideale Bedingungen waren. Noch in der Metro, die uns in die City brachte, bauten wir unsere Dahon Falträder zusammen. Bei leichten Niesel cruisten wir erst mal zum Rohdiamanten Portos der Casa da Música, entworfen von den Architekten Rem Koolhaas und Ellen Van Loon und 2005 eingeweiht – sehr beeindruckend.
Danach zeigte uns Mart das Cafe Majestic wo wir uns gleich einen Espresso reinpfiffen. Die Stadt am Douro hat aber auch einige sehr schöne Azulejo zu bieten . Die alte Eisenbahnbrücke die von Gustavo Eiffel geplant und gebaut wurde ist das Wahrzeichen der Stadt.
Sie hätte ich mir gerne angeschaut, leider waren wir einen Tag zu früh da
Nach dem Sightseeing ging es mit dem Vorortzug raus aus Porto bis nach Ovar wo wir wieder aufsattelten um zum Pousada da Rio Hotel zu gelangen. Abendessen war aber in einem kleinen Fischerdorf angesagt, logisch Fisch, denn Schnitzel kann ich ja auch zu Hause essen und den Wein den Martin ausgesucht hatte war einfach leeeeeeecker
Der zweite Tag begann wieder mit leichtem Regen der aber wieder sehr schnell aufhörte, es sollte unsere Königsetappe mit über 140 Kilometern werden und das mit vollem Gepäck. Noch lache ich da – mehr demnächst
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Geil, geil, geil der Bericht und schöne Fotos, danke
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