Faltradtour von Porto nach Faro (5.Teil)
Der fünfte Tag der Radtour sollte wieder ein richtiger Kracher werden. Gestartet sind wir in Porto Covo bei leicht bedecktem Himmel und herrlichem Rückenwind. Über Salgadinho und Ribeira de Azenha, vorbei an einem Club den Michel Houellebecq ähnlich in seinem Buch Plattform beschrieben hat, ging es nach Milfontes, dort überquerten wir den Rio Mira und fuhren weiter zum Capo Sadao wo wir Storchennester auf den Spitzen der Rifffelsen beobachten konnten. Danach kamen wir nach Zambujeira do Mar dem Urlaubsziel der Portugiesen aus Lissabon. Hier spielte dann Martin seine ganzen navigatorischen Kenntnisse aus und wir schoben plötzlich unsere Räder über Sanddünen die nach Strandblumen, Zistrosen und Lavendel rochen, es wurde eine richtige Tour der Sinne und nach einer Stunde mühsamen Radschieben, kamen wir wieder auf die Straße. Vor den steilen Rampen von Aljezur machten wir an einen kleinen Supermercado eine kleine, sehr preiswerte Rast. Ich bezahlte für eine Banane, einer Flasche Wasser und einer Cola nur einen Euro. Danach mussten wir ein paar Riesenhunde die es anscheinend auf uns abgesehen hatten mit gezielten Steinwürfen vertreiben bevor wir auf Martins selbst markierten Route Verde einbogen. Natur pur und Schotter ohne Ende ging ganz schön ans Eingemachte und in Carrapateira meinte Martin er habe jetzt keinen Bock mehr und er bestelle sich ein Taxi das ihn nach Sagres, zu seinem Bekannten, bringen sollte. Gut dachten Ruedi und ich dann suchen wir uns hier ein Nachtquartier – 120 Kilometer mit Sandläuferpassage reichen ja auch. Im Restaurante O Sitio do Rio, bestellten wir uns dann nach ausgiebiger Körperpflege Piri-Piri Hähnchen die wir mit ausreichend Lokal Label zu uns nahmen. Nach neun Bier, zweimal Chicken und einem doppelten Averna für 25 Euro gefiel uns der südliche Alentejo noch besser.
Im Alentejo angekommen
Hinten über diese Brücke überquerten wir den Rio Mira
Angler in Milfontes
Storchennester auf den Klippen des Capo Sadao
120 Meter Senkrecht in die Tiefe
Nur nicht zu weit nach vorne beugen
Wilde Schönheit – Capo Sadao
Seitenwind
Pause bei Rita
Am Einstieg zum Wald und Wiesensandweg gabs Gymnastik
…..
…. und einen Wasserträger ![]()
Hier sieht es ja noch ganz gut aus
doch hier war dann Schluß
Und es ging nur noch im Sand weiter – Martin und Ruidi haben gut lachen, ich war jedenfalls ziemlich geschafft
Auf Martins selber markierten Route Verde – die grüne Markierung, die er selber vor drei Jahren dort aufgespritzt hatte, ist auf diesem Bild unten rechts am Schaltkasten zu sehen.
Weiter gehts Richtung Carrapateira und neuen Abenteuern entgegen
Teil 1 gibt es hier – Teil 2 gibt es hier – Teil 3 gibt es hier – Teil 4 gibt es hier
Eine schöne, dramatische Landschaft, erinnert mich ein wenig an Irland
Ja wenn der Himmel dort bedeckt ist und keine Sonne durchkommt könnte man es meinen
Wie kann man sich in Portugal verständlich machen, wenn man die Landessprache nicht spricht? Oder konnt einer von Euch portugiesisch sprechen?
Oder kann man sich mit Italienisch oder Englisch, oder mit Händen und Füßen verständigen?
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