Africa-Festival – Tambours de Brazza, Tcheka, Diely Moussa Kouyaté, Lokua Kanza und manu Dibango
Der stets sonnenbebrillte, kahlköpfige Wahl-Pariser Manu Dibango aus Kamerun, der in den 60igern Mitglied in einer kongolesischen Rumba-Band war. Gibt sich mit 75 polyglotter denn je. Mit seiner Maraboutik Big Band spielt er den afro-funkig gewürzten Jazz à la Sydney Bechet und brachte damit auch in Würzburg das Publikum zum Toben. Seine Musik ist weder zu exotisch noch zu populär einfach und ersetzt dank irrwitziger Musikalität und überschäumender Lebensfreude fast schon einen Urlaub. Dibangos Special Guest Klaus Doldinger wäre lieber zu Hause geblieben, mir hat sein reingespiele überhaupt nicht gefallen.
Für Lokua Kanza ist “Fusion” kein leeres Wort. Bei ihm umarmen sich zwei Welten – Afrika mit seinen starken Songs und Traditionen und der Westen mit seinen ruhigeren Rhythmen und Harmonien. Irgendwie merkt man das er in seiner Jugend in Kinshasa, wo er aufwuchs im Kirchenchor gesungen hat, mir kam es jedenfalls so vor. Ein Augenweide und ein Ohrenschmaus war seine Tochter Malaika, die sein Special Guest war.
Andächtig lauscht Lokua Kanza den Klängen seiner Tochter
Der Gitarrist Diely Moussa Kouyaté stammt aus Guinea und wurde als einer der talentiertesten Gitarristen Westafrikas vorgestellt.Er spielte den letzten Act auf der offenen Bühne. Schlecht fand ich es nicht was er spielte besser gefiel mir allerdings die Sängerin Mamani Keita die er mit in der Gruppe hatte.
In der Vorstellung hieß es:„Der junge talentierte Komponist, Gitarrist und Sänger hat einen ganz eigenen musikalischen Weg eingeschlagen. Virtuos überträgt er die Rhythmen des Batuque auf seine Gitarre. Der Batuque ist ein besonderer Rhythmus der Insel Santiago, der von den afrikanischen Sklaven auf die Insel gebracht wurde. Tcheka s Lieder haben ihre Wurzeln tief in der Tradition der Kapverden und klingen doch wie aus dem Hier und Jetzt.“ Was immer das heißen mag, mir war es schlicht und einfach zu fadolastig.
Die Trommelvirtuosen Tambours de Brazza habe ich nur beim Empfang von Bundesaußenminister Steinmeier gesehen. Sehr laut halt.
sehr schön!
viele fotos und berichte gibts auch bei der mainpost-online:
http://www.mainpost.de/specials/events/africa-festival/
Nicht sehr schön – Biffos Musik-Kritiken lassen Objektivität und gepflegte Wortwahl vermissen
Nur in Sachen Doldinger muss ich zustimmen, der hätte gerne in New York bleiben dürfen, er hat eigentlich nur Krach gemacht.
Nicht vergessen:
So. 13.30 auf der offenen Bühne:
Leo’s Den
DIE Reggae aus Würzburg
(in den Anfangszeiten auch aus dem Kitzinger-Umland).
Inzwischen spielen sie Europaweit.
http://www.leos-den.de
Sie stellen am So. u.a. Songs ihrer neuen (noch nicht veröffentlichten) CD vor.
@ Schreibmaschine – Hier ist ein Blog und keine Tageszeitung – ist halt meine persönliche Meinung, steht ja auch dort – Wortwahl ??
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