Tausend Ballons gegen Gen-Mais

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Bei herrlichen Sommerwetter starteten heute Genmaisgegner die Aktionstour, mit der sie sich Bundeslandwirtschaftsminister Horst GenSeehofer im bayerischen Wahlkampf an die Fersen heften und von ihm ein Verbot des Gen-Mais MON810 fordern. Zum Auftakt der Tour ließen sie vom Rand des hermetisch abgeriegelten Genmais-Ackers bei Fröhstockheim tausend gelbe Ballons aufsteigen, die die Gen-Pollen symbolisieren sollen. Eine große GenSeehofer-Figur auf Stelzen versuchte, diese mit einem Netz einzufangen – vergebens. Dahinter wurde das Transparent: “Gen-Mais: Nur ein Verbot schützt!” entrollt. Bisher wird in Bayern nur in der Region um Kitzingen der Gen-Mais MON810 kommerziell angebaut. Der Gen-Mais des Saatgutkonzerns Monsanto ist derzeit die einzige Gentechnik-Pflanze, die in Europa zum kommerziellen Anbau zugelassen ist. Etliche europäische Staaten haben den Anbau auf Grund der hohen Risiken für Mensch und Umwelt bereits verboten. Für mich war das ganze Genehmigungs-Procedere ein Meisterwerk der Massenverblödung. Aber viele Menschen haben mittlerweile den Braten gerochen und lassen es sich nicht mehr gefallen.
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DPA und DPP waren wie der Bayerische Rundfunk mit großer Besetzung präsent
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Der Genhofer wird hergerichtet
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Hier noch ein paar Impressionen
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(EdiT) und das ist der falsche Weg.

4 Reaktionen zu “Tausend Ballons gegen Gen-Mais”

  1. Marlis
  2. Hey, geil diese vielen Ballons, bin auch gegen Genmais. Die EU will uns das von den Amis aufzwingen.
    Hast du auch einen steigen lassen?
    Wer sind übrigens die beiden Maskenmänner?

  3. alwin03
  4. Dem stimm ich so nicht zu :!:

    Ich hab ne Frau Dr. in meinem Bekanntenkreis, die sich genau mit der Problematik der Genforschung beschäftigt.

    Der mal ein paar Minuten ordentlich zugehört und so manche Meinung würde sich neu formen.

    Ich halt nichts von den Amis, aber genauso wenig von grünen “Spinnern” mit bunten Luftballons.

    Was uns fehlt ist eine ordentliche Information und dann natürlich auch ein gesundes Maß an Umgang in Sachen Gen-Forschung.

  5. biffo
  6. Zu deiner Info – lese das doch mal bitte

    Bienen, Honig und Speisemais vor genmanipuliertem Maispollen schützen!

    Der Mais verunreinigt den Honig der Imker mit gentechnisch verändertem Blütenpollen der nicht als Lebensmittel zugelassen ist. Infolgedessen wird der kontaminierte Honig unverkäuflich.

    Die Imker erwarten von der Politik, dass der Grundgedanke einer Koexistenz auch für die Imkerei umsetzt und die Rechte der Imker nicht mit unsachgemäßen Entscheidungen untergraben werden. Es geht dabei aber nicht nur um den Schutz von Imkern und Honigkunden:

    Viele andere blütenbestäubende Insekten decken einen großen Teil ihres Eiweißbedarfs aus Maispollen. Wildbienen mit beschränktem Flugradius können in die Lage kommen sich überwiegend mit GVO-Eiweiß ernähren zu müssen. Es gibt keine unabhängige Sicherheitsforschung, welche die Folgen des GVO-Anbaus für diese sogenannten Nichtzielorganismen geprüft hat. Eine Fülle ungeklärter Fragen lässt es unverantwortlich erscheinen MON 810 und andere GVO anzubauen.

  7. alwin03
  8. Zitat:

    Leider ist es in heutiger (speziell deutscher?) Zeit üblich geworden, dass jeder zu jedem und allem alles “weiß” und sagen kann; es ist üblich, alles zu “hinterfragen”. Wohlgemerkt, es geht nicht darum, dass Entscheidungen nicht von jedem Betroffenen genau abgewogen werden sollen und dass etwa nur Jasager gefragt sind, sondern es geht darum, dass dieses “Hinterfragen” zum Prinzip erhoben und über viele Instanzen bis zur Farce fortgesetzt wird und letztlich Entscheidungen entweder verzögert oder gar unmöglich macht. Es werden immer nur die möglichen Nachteile für die jeweilige persönliche Situation gesehen, es scheint die langfristige Perspektive und das Verantwortungsbewusstsein für das Ganze und die Allgemeinheit zu fehlen. Zudem fehlt in vielen Fällen das notwendige Hintergrundwissen, das für eine sachkundige Abwägung erforderlich ist …

    http://www.dr-baeuerlein.de/genmanipulation.htm

    Der Beginn ist glaub ich sehr gelungen und trifft den Nagel auf den Kopf.

    Ich halte hier richtiges Augenmaß von allen Seiten für angemessen.
    Natürlich steckt die Genforschung in den Kinderschuhen, aber sie gleich tot zu reden, ist auch keine Lösung.

    Wir spüren hier nichts von Hunger, aber die Bevölkerung nimmt zu und jeder will satt werden. Ich denke von Bio können wir uns in Zukunft nicht ernähren, da muss die Wissenschaft schon mithelfen.

    Übrigens sei an die erste Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth, ganz in deiner Nähe erinnert.
    Welch Meinungen gab es da. Den Leuten wurde vom zuschauen des dahinrasenden Ungetüms schon schlecht :D



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