Situation der Fahrschüler des ÖPNV am Kitzinger Bahnhof

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Kinder Moritz und Sophia sind als Schüler des Egbert-Gymnasiums in Münsterschwarzach seit gut drei bzw. zwei Jahren Fahrschüler des ÖPNV. Als gesundheits- und umweltbewusste Eltern halten wir sie an, für den Weg zum und vom Bahnhof in Kitzingen, der gleichzeitig Busbahnhof ist, ihr Fahrrad zu benutzen, was gerade in den vergangenen kalten Tagen einiges an Überzeugungsarbeit erforderte. „Jeder Einzelne von uns ist gefragt, wenn es um Alternativen zur PKW-Fahrt geht“, so das soeben verteilte aktuelle Heft „Mainfranken mobil“ des VVM. Die Fahrräder werden selbstverständlich ordentlich in den dort vorhandenen Fahrradständern abgestellt und entsprechend gesichert.

Gestern nun informierten mich meine Kinder recht aufgeregt, dass an allen Fahrrädern eine Mitteilung befestigt sei, dass diese entfernt würden, wenn sie sie weiterhin dort – wie schon unzählige Fahrschüler vor ihnen! – abstellen würden (siehe Kopie im Anhang); es handele sich um eine „Besitzstörung“! Was sollten sie denn jetzt tun?

Als bisher treuer Bahncard-Inhaber kann ich mich nur noch wundern: Ist die Deutsche Bahn nun durch ihren geplanten Börsengang so beschäftigt, dass sie neben ihren bestehenden, verspätungsgeplagten Bahnfahrern nun auch noch künftige Kunden vergraulen will oder ist das ein besonderer Einfall der Marketingabteilung, die Leidensfähigkeit zukünftiger Kunden schon präventiv zu erhöhen?

Auch wenn der Anlass gering ist, so ist er doch nach meiner Überzeugung ein weiteres deutliches Indiz dafür, wie in den weit entfernten Zentralen der nur noch auf Rendite ausgerichteten Konzerne über die Menschen vor Ort und deren Bedürfnisse gedacht wird. Betrachtet man die derzeitige schleichende Demontage des ambulanten Gesundheitswesens zwecks schlußendlicher Übernahme durch Klinikkonzerne, bekommt man schon einmal einen Vorgeschmack auf zukünftige „Behandlungen“, und hört man schließlich von den Plänen z.B. zur Privatisierung der Wasserversorgung, dann muß einem Angst und Bange vor der Zukunft werden.

Auch wenn das Problem mit diesen Gedanken immer noch nicht gelöst ist, so hat das Ganze doch auch etwas Gutes: Dank der Deutschen Bahn weiß meine zwölfjährige Tochter jetzt, was das BGB bedeutet: Wenn nach einem bis zu zehnstündigen Schultag am Abend das Fahrrad weg ist…….

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas C. Miller

Edit: Die Sache hat sich mittlerweile geklärt, genauer nachzulesen wohl heute in der MainPost,
eine eher unglückliche Aktion der Bahndirektion Würzburg, um “längerfristig” abgestellte Fahrräder zu identifizieren.

Eine Reaktion zu “Situation der Fahrschüler des ÖPNV am Kitzinger Bahnhof”

  1. Karl
  2. Mahlzeit.

    Man kann es ja verstehen, dass die Abstellplätze kein Schrotthaufen sein sollen.
    Genauso wie man Autos nicht einfach am Strassenrand entsorgt, da ist dann auch
    eines Tages ein Bapper drauf.
    Aber gleich alle Radfahrer der Besitzstörung zu bezichtigen ist schon etwas dreist.
    Zumal auch ein Blinder einen Schrotthaufen von einem intakten benutzten Velo unterscheiden kann. Abgesehen davon wenn die jeden Tag immer um die gleiche Zeit nachschauen, werden sie vermutlich kaum eine Änderung feststellen. Während der Arbeits- Schulzeit stehen dann zwangläufig immer die gleichen Räder dort.

    Dann hier ein paar verdächtige Fakten über die Bahn:

    War die Bahn nicht erst wg. Ausspionage der Mitarbeiter in der Presse?
    In diesem Zusammenhang interessant:

    Die Zentrale der Stasi war zuletzt in Berlin, Normannenstraße untergebracht.
    Als es mit der Stasi vorbei war, zog dort die Zentrale der dt. Reichsbahn (DR) ein.

    Da die Adresse zu bekannt war, nahm man den Straßennahmen eines Nebeneingangs:
    Ruschestraße (kreuzt die Normannenstraße am Hauseck).

    Nach der Vereinigung der Bahnen zog die DBAG-Zentrale ein….

    Und weiterhin

    - DB Systel (eine DB-Tochter) betreibt das Rechenzentrum der SCHUFA !!

    - Schwarzfahrer werden bei “infoscore”(=Arvato=Bertelsmann) gespeichert.



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