Africa-Festival – Rückblick im Bild

Diese “Retroperspektive” soll Rückblick und Vorfreude auf das nächste Jahr sein. Schön wars.

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Foto: Chriss Weiss

Alle Kitziblog Links zum Africa-Festival 2009:

Africa-Festival ist eröffnet: Mamady Keita – Madosini – Kékélé – Camagwini – Thandiswa Mazwai – Miriam Makeba Band

Africa-Festival: Impressionen vom Eröffnungstag

Africa-Festival: Victor Démé – Mounira Mitchala – Bafing Kul – Oumou Sangare – Touré Kunda

Africa-Live: Diese Woche fotografiert von einem Bekannten im Kongo

Africa-Festival: Kamel el Harrachi – Minyeshu – Orchestre National de Barbes – Klaus Doldinger – Khaled

Africa-Live: Wahlkampf im Kongo

Africa-Festival – 1302 Schulbänke für Mwanza

Africa-Festival – Kana – Nneka – Tumi and the Volume – Sara Tavares – Salif Keita

Africa-Festival – Rückblick im Bild

Bilanz des 21. Africa Festivals in Würzburg

So relaxt, wie noch nie

Das hatte niemand erwartet: Im Vorfeld rechneten die Veranstalter von Afro Project mit etwa 80 000 Besuchern für das 21. Africa Festival in Würzburg. Tatsächlich gekommen sind am Pfingstwochenende bei perfekten äußeren Bedingungen
105 251 Gäste, wobei am Sonntag mit rund 38 000 Menschen ein neuer Eintagesrekord in der nunmehr 21-jährigen Festival-Geschichte erzielt wurde. Die Veranstalter danken ganz ausdrücklich allen Besuchern, die dem Festival immer wieder aufs Neue die Treue halten. Das ist Ansporn, auch im nächsten Jahr wieder ein attraktives Programm zusammenzustellen.

Musikalische Highlights gab es am laufenden Band. Frenetisch feierte das Publikum im bestens gefüllten und mehrfach ausverkauften Zirkuszelt die Sängerin Oumou Sangaré aus Mali, die erstmals in Würzburg zu Gast war. Mit der Kraft ihrer Stimme und ihrer Ausstrahlung auf der Bühne setzte sie einen Glanzpunkt. Klaus Doldingers Passport mit Gästen aus Marokko und Algerien zeigte eindrucksvoll wie sich europäischer Jazzrock und nordafrikanische Klänge zu einer musikalischen Einheit fusionieren lassen. Auch das Bühnen-Comeback von Khaled wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Am Schlusstag bot Salif Keita eine furios-dynamische Bühnenshow, bei der er wegen seines Engagements für die Rechte der Albinos mit dem Africa Festival Award 2009 ausgezeichnet wurde.

Für den perfekten Ausklang sorgte die kapverdische Sängerin Sara Tavares, deren entspannt-lyrische Songs die Festival-Stimmung perfekt unterstrichen. Denn kein anderes Wort als „relaxt“ würde das Feeling bei Veranstaltern, Publikum und Musikern besser beschreiben. Einmal mehr blieb das Festival von Zwischenfällen verschont, die Polizei hatte nur mit dem Verkehr rund um das Festivalgelände alle Hände voll zu tun.

Musikalisch gab es wieder zahlreiche Entdeckungen beim diesjährigen Festival. Die südafrikanische Sängerin Camagwini, die im Rahmen eines „Tribute to Miriam Makeba“ auftrat, zeigte eindrucksvoll, wie sich Tradition und Moderne der südafrikanischen Musik zu einem ganz speziellen und individuellen Personalstil verschmelzen lassen. Madosini bot mit exotischen Instrumenten einen Einblick in die musikalische Tradition Südafrikas, der Sänger Victor Démé aus Burkina Faso sang sich mit seinen melodischen Liedern in die Herzen der Zuhörer, während die aus Nigeria stammende Sängerin Nneka die Kraft der Musik nutzte, um politische Botschaften zu transportieren. So reihte sich Highlight an Highlight und hinterließ zufriedene Festivalgäste und –mitarbeiter.

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