Julias Hafensommerkolumne #3 _ Police in Sub und schöne Aussichten

090724_hafensommerPolice in Dub stand auf dem Programm – Police in Sub hätte zeitweise besser gepasst. Denn statt Summerfeeling kamen im strömenden Regen eher Unterwassergefühle auf :o )… Leider verirrten sich –wohl auch deshalb- nicht allzu viele Zuschauer an den Hafen. Diejenigen die kamen mussten es dennoch nicht bereuen. Die Beats und Riddims von der Bühne ließen so manches Bein zucken und im Takt mitwippen und zauberten trotz des miesen fränkischen Himmels einen Hauch von Karibik, Sommer und Urlaub an den Main. Der mitreisende Soundcocktail machte richtig Laune! Nebenwirkung?- Wetterresistenz. Zumindest bei ein paar ganz Hartgesottenen, die n auch im Regen unbeeindruckt vor der Bühne durchtanzten. An zwei Kids mit Mami und Papi hatten die Musiker dabei wohl so viel Spaß (oder Erbarmen?), dass sie die Family kurzerhand zu sich unters schützende Dach der Bühne holten. Aber auch dem Rest des Publikums der unters Dach des Heizkraftwerkes geflüchtet schien eher der Groove von der Bühne ins Blut zu fließen als die Tristesse des Himmels. Die Orangene Welle bewährte sich mal wieder als perfekte Bühnenüberdachung, die den Hafensommer zumindest so wetterfest macht, dass man sich von ein bisschen Regen nicht schrecken lassen muss. Aber für diese Woche hatte der Wetterfrosch ja ohnehin schönere Aussichten verkündet. Heute macht der Hafensommer Pause- wie in diesem Jahr an jedem Montag. Dienstag und Mittwochs gibt’s dann was für die Theaterfans. Die „Dreigroschenoper“ von Bert Brecht und Kurt Weill wurde bereits im Theater am Neunerplatz gespielt und gastiert nun Open Air und sommernachts auf der Hafenbühne. Irgendwie gehört das zu der Kategorie Klassiker, an denen einem während der Schulzeit so ein bisschen der Spaß verdorben wurde, als man sich hoch und runter analysieren und gut durchkauen musste. Aber wenn ich mir die Ankündigung im Programmheft so durchlese, dann bekomm ich doch fast Lust darauf. Dass Brecht mit seinem „Theaterstück mit Musik“ Oper nach vielen Zweifeln und Kämpfen bis zur Uraufführung das erfolgreichste Theaterstück des zwanzigsten Jahrhunderts geschaffen hat wusste ich bislang auch noch nicht. Aber das kann ja auch nur ein Grund mehr sein sich das Ganze mal anzuschauen. Am Donnerstag geht’s dann weiter mit der Kino- Version des Musical- Hits „Mamma Mia“ – ABBA ABBA ABBA und ein bisschen Trashkultur. Hatte mit dem Film bereits auf meinem letzten Langstreckenflug hoch über den Wolken das Vergnügen. Wenn man großzügig über die Löcher im Drehbuch und die nicht unbedingt sehr anspruchsvollen Dialoge und Handlungsstränge hinwegsieht und einfach nur ABBA mag und die Musik genießt, dann passt das ganze sicher ganz gut zum Sommer, einem Drink und ein bisschen Spaß und guter Laune auf der Treppe. Das Wochenende wartet dann mit etlichen Highlights auf, auf die ich mich schon sehr freu…von der „schreienden“ Schweizerin über eine ganz sanfte Artgenossin bis zu Electric- Poetry- Bigband Sound… mehr dazu gibt’s mehr beim nächsten Mal! Bis dahin- Haucht der Treppe Leben ein! Jetzt ist wirklich Sommer…also ab an den Hafen! :o )

Hier gibts die Bilder dazu



Einen Kommentar schreiben