Julias Hafensommerkolumne #10 _ wilder Donnerstag, komischer Freitag, lichter Samstag, bunter Sonntag

Julias Hafensommerkolumne #10 _ wilder Donnerstag, komischer Freitag, lichter Samstag, bunter Sonntag … ….so geht der Hafensommer in seinen Endspurt. Die drei Wochen sind schon fast wieder vorbei, aber vorher soll’s noch mal richtig krachen am Hafen- hoffentlich eher weniger am Himmel. Ich freu mich vor allem auf heute Abend. Als ausgewiesener Shantel- Bucovina-Balkan Brass- Sympathisant werden meine Beine glaub ich nachher ordentlich zucken, wenn die Junior-Ausgabe der Karandila Brass Band die Bühne beben und die Welle schwingen lassen wird. Und wer weiß- vielleicht wird die Hafentreppe ja heut mal zur großen Tanzfläche…weil ruhig sitzen bleiben geht bei der Musik eigentlich „mal gar net“- wie’s der Franke grad so gerne sagt. Die schreit einfach nach Bewegung! Nach dem Konzert gibt’s noch den Film ‘Gucha’ obendrauf. Laut Programmheft Romeo und Julia in Balkan Pauken und Trompeten, gedreht von einem Kusturica- Schüler. Das kann nur schön schräg und skurril werden ? … Wer dann noch nicht genug hat kann mit seiner Eintrittskarte noch kostenlos das „Boot“ stürmen und die Nacht durchtanzen! Morgen steht dann Kabarett auf dem Programm. Matthias Brodowy hab ich bislang noch gar nicht gesehen. Kabarett live leider aber auch lange nicht mehr. Also werde ich mir das wohl mal ansehen und mich überraschen lassen. Am Samstag geht es hochkarätig weiter: Der Name PeterLicht mag dem ein oder anderen was sagen. Zumindest machte er die letzten Jahre als Musiker, Schriftsteller, Kunstfigur, auf sich aufmerksam, der gerne seine Rolle als Phantom und Unsichtbarer pflegt. Er läst sich weder fotografieren, noch sein Gesicht in irgendeiner Art veröffentlichen. Bei einem Auftritt bei Harald Schmidt vor ein paar Jahren lies er nur sein Körper filmen, und selbst bei einer Preisverleihung im Fernsehen zeigte er dem Publikum nur seinen Rücken. Man darf also gespannt sein, was man auf der Hafenbühne von ihm zu sehen bekommt. Seine Arbeit definiert er als„…die Gegenwart anbohren. Sehen was raustropft und daraus was machen, was schön ist.“ … Sehen wir also ob es schön ist ;-) Sonntag ist wie die Jahre zuvor dann großes Abschieds-Tam-Tam. Kostenlos und offen für alle. Kommt einem immer ein bisschen wie der Familientag vor. Solls ja vielleicht auch sein und mit dem Querschnitt aus Steckerlfisch, Kunstfinissage, Straßenmusik, Musik Querbeet, und Artistik-Flammen-Pyrotechnik-Spektakel zum Abschluss quer durch alle Altersklassen und Schichten einfach nochmal ganz Würzburg und Umgebung mobilisiert und angesprochen werden. Einerseits schade dass dann das wieder die Tage sind, an denen die Treppe voll ist, weil nichts kostet- aber andererseits vielleicht auch eine gute Einrichtung um das Thema Hafensommer noch ein bisschen tiefer im Bewusstsein und Terminkalender der Leute zu installieren. Und wer sich bislang noch nicht so recht getraut hat, für den ist’s nochmal die Gelegenheit ganz unverbindlich ein bisschen Hafensommerluft zu schnuppern…. Was ich jetzt nochmal ausführlich tun werde!



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