Max Goldt liest in Würzburg
Der beliebte Schriftsteller, Musiker und frischgebackene Kleist-Preisträger Max Goldt besucht am 12. Oktober Würzburg. Mit im Gepäck hat der Autor unter anderem sein neuestes Werk “Ein Buch namens Zimbo. Sie werden kaum ertragen, was Ihnen mitgeteilt wird”. Max Goldt testet auf seinen Lesungen gerne auch unveröffentlichte, sich noch in Arbeit befindliche Texte und stellt sein Programm spontan zusammen. Der mit Wortwitz, hoher sprachlicher Eleganz, Ironie und der “Kunst der Abschweifung” ausgestattete Autor liest im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Literatur deluxe” [www.wuerzburg-deluxe.de] um 20 Uhr im Saalbau Luisengarten. Als Max Goldt im Jahr 2008 in Würzburg auftrat, waren die Karten sehr schnell vergriffen. Karten für diese Lesung sind ab sofort in der Buchhandlung Hugendubel und in der Tourist Information im Falkenhaus erhältlich, Tel: (0931) 37 23 98 . Hintergrundinformation – Max Goldt, aus der Dankesrede zum Kleist-Preis: “Warum ich, obwohl ich schlecht lesen kann, begonnen habe zu schreiben, kann ich nicht gut sagen. Weiß nicht – hat sich so ergeben. Spät hat es sich ergeben: Als ich mein erstes Stück Literatur verfasste, das über einen Songtext, ein Gedicht oder einen Sketch hinausging, war ich knapp dreißig. Ich dachte wohl: Mal sehen, ob es möglich ist, der Neigung meines Temperaments zum Schieben einer ruhigen Kugel für ein, zwei Tage einen Riegel vorzuschieben und dem ständigen Gedankengang, an dem ich mich meist erfreue, selten auch mal leide, einen irgendwie gearteten Prosaklumpen abzutrotzen. Das Stück hieß ,Zehn hoch achtundfünfzig’, und es ging darin, soweit ich mich entsinne, ums Universum und um meine Hose. Genaueres kann ich nicht sagen, denn ich würde schwitzen wie nach dem Genuss eines stark gewürzten asiatischen Gerichtes, wenn ich mir den Text noch einmal anschauen müsste. Was ich danach geschrieben habe: Auch schwer zu sagen, doch glaube ich, unter anderem einen hoffentlich verzeihlichen Hang zur hoffentlich nicht allzu platten Gesellschaftskritik entwickelt zu haben, wobei ich Gesellschaftskritik nie mit System- oder Regierungskritik verwechseln wollte, denn Gesellschaftskritik, die das Grölen von Fußballfans in Bahnhöfen ganz unerwähnt lässt, ist keine.” Max Goldt, geboren 1958 in Göttingen, lebt in Berlin. Zuletzt veröffentlichte er “QQ” (2007) und “Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens” (2005). Goldt, der seit 1989 Kolumnen für “Titanic” schreibt, ist außerdem Musiker und verfasst Hörspiele und Comics. 1997 wurde ihm der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor verliehen, 1999 der Richard-Schönfeld-Preis für literarische Satire, 2008 der Hugo-Ball-Preis und der renommierte Kleist-Preis.