„Bis aufs Blut“ – Pressevorführung im Cineworld
Der aus Rödelsee stammende Oliver Kienle hat mit seiner Diplomarbeit einen sehr authentischen Film über die Zupferendzeit
in Unterfranken geschaffen. „Bis aufs Blut“ ist die Geschichte von Tommy und Sule, deren Freundschaft weder Freundinnen noch der Jugendknast etwas anhaben können. Doch als sie erwachsen werden, hat nur Tommy eine Perspektive . . . Kienle lässt seine Geschichte in Würzburg spielen. Dort wurde sie – von Mitte April bis Ende Mai 09 – auch verfilmt. Kienle der in Dettelbach geboren wurde, stellte nun seinen Film, ebenfalls in Dettelbach der kritischen Presse vor. Nach der Vorführung macht er einen entspannten, zufriedenen Eindruck, weißt aber ausdrücklich daruf hin dass das was wir gesehen haben eine Blue Ray Version war und hat mich gleich zur Premiere eingeladen die dann viel farbiger und schriller rüberkommt. Kienle ist ein Filmfreak, der früher auch mal Filmrezensionen für die Kitzinger Zeitung geschrieben hat oder auch schon mal das Kitzinger Roxy Kino angemietet hatte um seinen erstes Werk zu zeigen. Im Presseheftchen schreibt Kienle: “In meiner Heimat in und um Würzburg sorgten 17000 Amis für viele eltern- oder zumindest vaterlose Kinder und für ein Wirrwarr aus sozialen Kontrasten. In meiner Jugend kamen immer wieder meist farbige Amerikaner in unsere Clique, die aus Gegenden stammten, welche schnell Vorbild unseres Lebensstil wurden……. Der Dreh mit unserer Traumbesetzung war immer wieder aufs Neue inspirierend. Ich glaube, es ist uns gelungen, ein sehr authentisches Universum und ein junges, wildes Lebensgefühl zu erzählen.” Dem kann ich nur zustimmen. Das Studio Hamburg Nachwuchspreis 2010 schreibt dazu “….. Er wandert auf einem gefährlichen Grat zwischen Stilisierung und Authenzität. Und verliert genau dabei nicht die inszenatorische Balance. Eine reife Leistung”. Mehr zum Film gibt es demnächst, für mich einer der besten Filme die ich in diesem Jahr gesehen habe.

Bin stolz drauf, Oli auf seinem Weg begleitet haben zu dürfen: hab in seinen früheren Filmen teilweise den Soundtrack eingesungen damit die Songs selbstgeschrieben und somit GEMA-frei sind. War ein Erlebnis!