Hafensommer: Okou und Françoiz Breut


Okou – das sind Tatiana Heintz und Gilbert Trefzger. Beide Musiker haben ihre Wurzeln in unterschiedlichen Kulturen: Tatiana stammt aus West-Afrika, ihr Vater ist Franzose und ihre Mutter Ivorerin. Sie lebte in London, Paris und jetzt in Berlin. Gilbert studierte in Basel, seine Mutter ist Ägypterin und sein Vater Schweizer. Inzwischen pendelt er zwischen Berlin, Paris und Basel. Diese kulturellen Einflüsse spiegeln sich auch in der Musik von Okou wider: europäischer Folk, afrikanischer und nahöstlicher Esprit bis hin zu Singer/Songwriter-Pop sowie Soul- und Funk-Einflüssen, transformiert in sensible, authentische und groovige Originale.


Ich übernehme jetzt einfach mal den Text von der Hafensommer Seite, ich habe da so ein stilles Joint Wencher Abkommen mit Jürgen :-)Françoiz Breut ist eine der Künstlerinnen, wenn nicht die eigentliche Gallionsfigur der so genannten Nouvelle Scène Française und hat dieses französische Pop-Phänomen der Neunziger und Nullerjahre im Ausland (z. B. in Japan, Brasilien, Australien, USA) schon salonfähig gemacht, bevor ihre Kolleginnen wie z. B. Camille oder Jeanne Cherhal ihre ersten Alben aufgenommen hatten. Ihr ehemaliger Lebenspartner Dominique A, neben Yann Tiersen u. a. einer der führenden Köpfe dieser spannenden Szene, schrieb ihr das erste Album „Françoiz Breut“ auf den Leib. Seitdem war sie Inspirationsquelle für zahlreiche renommierte Songwriter wie z. B. Yann Tiersen, Katerine und Jérôme Minière. Diese faszinierende Stimme, die sich nie aufdrängt, aber immer präsent ist und einen schon nach den ersten Takten unweigerlich gefangen nimmt, hat in der internationalen Musikerszene großen Eindruck hinterlassen. Bands mit Heldenstatus wie The Go-Betweens, Tindersticks oder Calexico outen sich regelmäßig als glühende Verehrer von Breut. Sie stattet die Rolle der Interpretin mit einer Noblesse aus, die ihresgleichen sucht. Mit einer Stimme, die zugleich tief und voller Leichtigkeit ist, emotional und distanziert, geschmeidig und spröde, stellt sie sich in die Reihe großer Interpretinnen wie Françoise Hardy oder Jeanne Moreau, mit denen sie in ihrer Heimat gerne verglichen wird. Françoiz Breut ist eine Art Muse, bei der die Autoren Schlange stehen, um für sie Stücke zu schreiben. Das Geheimnis dahinter lauert in der Magie ihrer Stimme und der Einzigartigkeit ihres Vortrags. Als gelernte und erfolgreiche Illustratorin verleiht Françoiz Breut den Liedern quasi einen ureigenen Pinselstrich und einen unverwechselbaren Duktus, der fremdes Material sofort zu ihrem eigenen macht und mit der Signatur „Françoiz Breut“ versieht. Auf ihrer musikalischen Reise integriert sie mit großem Selbstvertrauen immer wieder andere Klangfarben, neue Arrangements und Rhythmen in ihr Repertoire. Außerhalb Frankreichs gilt sie mal als eine neue Marianne Faithfull, mal als die legitime Nachfolgerin von Nico. Oder wie Die Zeit schrieb: „Als habe sich Morrissey in eine Französin verwandelt.“ Was all diese Vergleiche, so unterschiedlich sie sein mögen, eint, ist die Gewissheit, dass es sich bei Françoiz Breut um eine große Sängerin handelt. Dabei ist sie nicht die kapriziöse Grande Dame – vielmehr versprüht sie den Charme eines lausbubenhaften Mädchens mit aufgescheuerten Knien. Für ihr neuestes Album „À l’aveuglette“ entschied sie sich jedoch, einen Schritt weiter zu gehen, und textete das komplette Album selbst. Und die Musik stammt nicht mehr von verschiedenen Komponisten, sondern ist das Gemeinschaftswerk ihrer jahrelang eingespielten Live-Band.

2 Reaktionen zu “Hafensommer: Okou und Françoiz Breut”

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