Hafensommer Würzburg 2012 – Mittwoch, 25. Juli, Doppelkonzert: 17 Hippies feat. Marc Ribot 21.15 Uhr

Wohl kaum eine andere deutsche Band ist auf den Kontinenten dieser Erde dermaßen präsent und hat sich in beispielloser Unabhängigkeit einen Platz in der internationalen Musiklandschaft erobert. Als erste deutsche Band traten die 17 Hippies zuletzt gar auf dem legendären WOMAD-Festival in Australien/Neuseeland auf („they inhabit the point where The Pogues and Taraf de Haidouks intersect, albeit proudly wearing a distinctive Middle European stamp“, Womad). Sie stehen für einen nahezu zeitlosen unverkennbaren Musikstil und mitreißende Konzerte.
Ohne ihre Ursprünge aus dem Blick zu verlieren, geht es zielstrebig vorwärts – offen, wandelbar und mit schwindelerregender Leichtigkeit am Puls der Zeit. Aufgewachsen im Berlin der 60/70/80er Jahre, prägte die Nähe zu Osteuropa und nach dessen Öffnung auch der Strom an Zuziehenden stetig wechselnden Kolorits den unverwechselbaren Hippie-Sound. Auf Anregung des künstlerischen Leiters des Hafensommers werden die 17 Hippies bei ihrem sommerlichen Auftritt auf der Hafenbühne einige Stücke gemeinsam mit dem außergewöhnlichen amerikanischen Gitarristen Marc Ribot (der auch solo auftreten wird) erarbeiten und am Alten Hafen exklusiv präsentieren.

Der in New York lebende Marc Ribot ist zweifelsohne ein Ausnahme-Gitarrist. Er war in der 80ern Mitglied von John Lurie’s Lounge Lizards, hat Tom Waits auf dem legendären Album „Rain Dogs“ maßgeblich unterstützt und wurde in Folge DER Gitarrist für musikalische Abenteurer dieser wiederentdeckten Roots, z. B. mit Robert Plant/Alison Krauss (5 Grammy), Elvis Costello oder T Bone Burnett.
Ribot’s credits umfassen Künstler wie Soloman Burke, Wilson Pickett, Marianne Faithfull, Arto Lindsay, Caetano Veloso, Laurie Anderson, McCoy Tyner, John Zorn, Vinicius Cantuaria, Allen Toussaint, Jakob Dylan u. v. a. Im Jahr 2009 wurde Ribot als Kurator der Reihe „Century of Song“ der Ruhr Triennale benannt (Iggy Pop, Marianne Faithfull u. a.). Ribots aktuelle Veröffentlichung in seiner umfassenden Discographie nennt sich „Silent Movies“ und zeigt erneut die melodische Sensibilität eines herausragenden Gitarristen, immer auch mit einen Schimmer von Schalk im Nacken.
„In a world positively overstuffed with guitarists, Marc Ribot stands out. It’s not necessarily because of his technical abilities, but because he can squeeze more feeling out of the three notes (…) than most young hotshots can out of a complicated Bach fugue.“ (Jon Garratt, Popmatters)



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