Die späte Zeit des Glücks …… ein Krimi aus Mainfranken Teil 14

………..Alle glaube ich nicht dass ich noch zusammen bekomme, aber sehr viele. Hatte ja ein riesen Volumen das Ganze. Okay wann hast du die Liste fertig, hier hast du schon mal 200 Steine damit du nicht ganz umsonst gekommen bist. Sie schaute ihn glücklich an und sagte Montag früh kann ich sie Ihnen geben. Perfekt lachte Fred und er begleitete sie noch bis zu Ihrem alten Peugot 105. Irgendwie gefiel ihm die taffe Lady mit ihren dunklen strahlenden Augen. Jeder kämpft für sich alleine dachte er als er zurück in die Hafenbar schlenderte. Er bestellte sich noch ein Bier und lauschte den alten Männern vom Shanti Chor. Gottfried fuhr noch mal zu Ansgar. In der Halle war niemand mehr. Er klingelte und der Türöffner surrte. Komm rauf rief Ansgar, er war noch nie bei ihm in der Wohnung gewesen, Schuhe ausziehen fragte er, Ansgar lachte und schüttelte den Kopf als er mit zwei Flaschen Bier bewaffnet aus einem Raum kam und an Gottfried vorbei in ein anderes Zimmer marschierte, auf was wartest du, Gottfried folgte ihm und staunte nicht schlecht als er in das sehr große Zimmer kam. Da standen lauter Möbel aus Europaletten gebaut. Sessel, Tische, Schreibtisch, Sofa und einiges mehr alles aus Europaletten. Hast du das alles selber gemacht fragte er Ansgar. Ja klar antwortete der kurz, er war kein Freund der langen Worte, Prost, was führt dich zu mir fragte er. Sie stoßen mit den Bierflaschen an so wie es halt alte Kumpels machen dabei war Ansgar noch nicht mal vierzig, sah aber mit seinem trendigen Bart älter aus. Ja ich bräuchte ein paar neue Felgen für meinen Caddy was kannst du so besorgen, du willst wirklich neue Felgen, was ist denn mit dir plötzlich los, okay ich schau gleich mal im PC, was es so gibt. Gottfried entschied sich dann für die Wheel Effekt Felgen in schwarz, silber abgesetzt für 759.- Euro was verlangst du für die Montage, naja son Hunni muss ich schon nehmen murmelte er und fuhr sich mit der Hand durch den Bart. Wenn sie da sind dann ruf ich dich an, kommst du auf den Autotripp fragte er und lachte, weil Gottfried eigentlich einer war mit dem man nicht über Autos reden konnte weil es ihm nicht interessierte. Nachdem er ihn zehn hundert Euro Scheine hingeblättert hatte ging er zur Tür und sagte nur passt so du rufst an wenn sie da sind. Danach fuhr er zu einem Einkaufsmarkt in der Marktbreiter Straße um noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Auf dem Parkplatz hörte er Plötzlich das Geräusch einer Sammelbüchse, bitte eine Spende für die Kriegsgräberfürsorge sagte der schmunzelnde Altoberbürgermeister Harry Meister zu ihm Gottfried kannte ihn waren sie doch beide 2005 in Kitzinges Partnerstadt Montevarchi in der Toscana geradelt. Er schaute ihn an, und holte einen 500-Euro-Schein aus der Tasche, er faltete ihn langsam zusammen und schaute voller Genugtuung in das erstaunte Gesicht des Ex-Oberbürgermeisters, galt er doch in Kitzingen als so genanter Armer Schlucker, es ist ja für einen guten Zweck sagte er als den Schein in den Schlitz der Sammelbüchse steckte. Er ließ den erstaunten Mann, der noch murmelte, herausgeben können wir nicht stehen stieg in seinen Caddy ein und fuhr nach Hause.

Margoo und Gottfried machten am Sonntag das was alle verknallten Paare machen. Danach frühstückten sie und gingen am Main spazieren. Später wollte er noch Bilder vom Spiel Bayern Kitzingen – Eintracht Bamberg machen. Vorher postete er auf seinem Blog, das immer höhere Besucherzahl zu verzeichnen hatte, einen kleinen Tipp zum Verhalten von Fotografen im Urlaub oder auch anderswo. Es ging ihm darum das man nicht die Original Schulterriemen verwenden sollte. Er postet folgendes: Eigentlich könnte man gleich das Preisschild in Groß an die Kamera hängen damit der fotografisch ambitionierte Dieb auch von weitem schon sieht, ob sich ein Diebstahl lohnt oder nicht. Wenn die Kamera bereits um die 2000 Euro wert ist, was man am Schulterriemen leicht erkennen kann , dann wird da mit Sicherheit auch kein Billigscherben als Objektiv drauf sein da lohnt es sich dann doch ehr für einen vermeintlichen Dieb. Teuere Fotoapparate zu klauen geht leichter als ein Auto zu knacken darum haben sich viele Gauner bereits für den Kameraklau spezialisiert. Also am besten den Schulterriemen durch einen neutralen oder den einer preiswerteren 500 Euro Kamera ersetzen. Das war wieder einer seiner vielen Fototipps die er in loser Folge auf seinem Baby postete. Sie fuhren zu Dschingis in die Falterstraße und holten sich einen Döner zum mitnehmen, muss ja nicht immer so üppig sein. Als sie hinaus gingen kam gerade Müller zur Tür herein Gottfried sagte im vorbeigehen gerade so laut das es nur Müller hören, na du Arsch wird dein Geld knapp. Müller rempelte ihn an sagte laut halt dein Maul du Looser. Gottfried ging weiter und grinste vor sich hin als Margoo ihn fragte was das denn gerade war. Erzähle ich dir mal in einer ruhigen Minute. Wie der mich angeklotzt hat, mein Ex hat viel mit ihm zu tun ich war sogar einmal mit ihm bei Müllers eingeladen. Müller und mein Ex hatten einiges zu besprechen und ich hatte die Alte von Müller an der Backe, die ist ja schon ein bisschen einfältig und lacht immer so komisch. Naja stellen wir uns da an der Mauer in die Sonne. Kitzingen gewann das Match und er hatte gute Bilder auf der Speicherkarte. Auf dem Rückweg fuhren sie noch auf den Schwanberg um im bunten Herbstwald noch eine Stunde spazieren zu gehen. Gabriele Spazierer machte private Überstunden, ihren kleinen Sohn hatte der Papi geholt der in einer kleinen Mansardenwohnung in Würzburg in der Nähe des Berliner Ringes wohnt. So hatte sie Zeit die Liste für Fred Laue zu machen ihr vielen 31 Namen ein, vom Großschlächter, über einen Lungenfacharzt, diversen Handwerksmetzgern, Bäckern und einem Metzgerzubehörhändler war auch noch ein Gewürzhändler und auch ein Zweiradhändler dabei. Sie tippte es säuberlich in eine Excel Tabelle und suchte die dazu gehörigen Adressen mit Telefonnummern im Internet heraus. Dann rief sie Fred Laue an. Sehr gut hörte sie es aus der Ohrmuschel ihres Telefons sprechen. Du wohnst doch in Oberdürrbach es ist jetzt 17 Uhr kannst du um 18 Uhr am Bismarckturm sein. Wo ist denn der fragte Gabriele unsicher. Ganz einfach du fährst Richtung Steinburg und kurz vor der Abbiegung zum Birkenhain ist ein kleiner Parkplatz, da stellst du deinen Peugeot ab und gehst in den kleinen Weg Visavis nach 100m bist du dort. Auf der kleinen Bank solltest du noch ein wenig Abendsonne abkriegen. Ich schau zu das ich pünktlich bin wie viele Namen hast du heraus bekommen. Gabriele Spazierer zählte auf und sagte dass er das restliche Geld nicht vergessen sollte. Im Stillen träumte sie schon davon was sie mit dem Geld machen würde. Fred Laue pirschte sich lautlos von hinten an die Bank, Gabriele gefiel ihm. Es war nicht so eine billige Tussi wie die meisten Ladys die er so kannte , sie war eine Frau die ihr Leben selber meisterte und dazu noch dazu den kleinen Leander aufzog, das nötigte ihm Respekt ab. Dazu sah sie mit ihren knapp 1,80m Größe und der schlanken Figur, den dunklen Augen und den gepflegten braunen Haaren sehr schön aus, fast schon begehrenswert. Als er genau hinter ihr stand, hob er ihren Schal über ihren Kopf und sie erschrak sehr und stieß einen schreckenlaut aus, er lachte. Sie haben mir jetzt aber einen Schrecken eingejagt oh das wollte ich so gar nicht sagte er scheinheilig, so wo haben wir die Liste. Sie langte in ihre Handtasche und übergab das kostbare Stück, im Gegenzug gab er ihr 2000.- Euro, 200 mehr wie ausgemacht. Sie gab ihm einen spontanen Dankeskuss er hielt dabei fest und plötzlich wurde mehr daraus. Gabriela verstand nicht, wieso sie sich plötzlich so erregt fühlte, so seltsam beunruhigt, er presste sie an sich, und sein Kuss wurde leidenschaftlich. Ein Kuss, so leidenschaftlich, dass er ihr den Verstand raubte. Freddy wollte mehr und langte unter ihren Pullover, da riss sie sich los und schrie ihn mit Verzweiflung und Hingabe in der Stimme an, tut mir Leid ich bin noch nicht soweit und lief davon. Was für eine Frau dachte Fred und sein Herz pochte.

Guten Morgen Margoo, aufstehen. Es war 6.30 Uhr und sie mussten los um 7 Uhr wartete Harry in Wiesenbronn auf sie. Frühstücken hatten sie ausgemacht wollen sie danach machen, auf den Weg nach unten ins Carport des Nachbarn gab Gottfried ihr seiner neuen Flamme noch einen Klaps auf ihren Hintern. Hey. Wer fährt, immer der der fragt. Okay Gottfried schwang sich hoch, der Ford Transit ist schon ein großer Bus wenn man ihn nicht so gewöhnt ist, vor allem die lange Version. Zwei Minuten nach sieben waren sie in Wiesenbronn angekommen, sie mussten noch in eine kleine Siedlung fahren und dann sahen sie den Harry schon in seinem Rollstuhl vor dem Haus stehen. Gottfried parkte so ein das Margoo bequem den Rollstuhllift runterlassen konnte. Das Auto musste nur gerade stehen das man den Rollstuhl gerade hinein schieben konnte. Dann mit dem Lift nach oben und Harry rollte selber auf die Ladefläche. Gottfried fixierte dann Harry mit den Gurten und schon konnten sie weiter fahren. Harry sprach kein Wort, seine Mutter sagte den Beiden dass er am Morgen sehr maulfaul wäre. No Problem dachte Gottfried und drehte den Wagen und fuhr zur Ortsmitte und dann Richtung Kleinlangheim, dort mussten sie Aminett einladen augenscheinlich eine Junge Frau mit dem Down-Syndrom, wie auch Jan der ebenfalls in Kleinlangheim mit einstieg. Der Treffpunkt in Großlangheim war ein Haus das aussah als wäre es in den Alpen abgebaut worden und hier in Mainfranken wieder aufgebaut. Die Geranien waren verblüht und es stiegen hier Egon er war der leichte Epileptiker der immer einen Helm aufsetzen musste und noch Barbara eine junge Frau ebenfalls mit dem Down Syndrom geboren. Gut das er sich die Route so genau erklären ließ und Notizen gemacht hat. Sie waren genau richtig im Zeitplan. Sie fuhren ihre Passagiere zu den Mainfränkischen Werkstätten wo schon Betreuungspersonal und verschiedene Schleuser warteten. Margoo stieg aus und ließ die Leute vorne und hinten aussteigen während Gottfried hinten öffnete und Harry von den Gurten löste und in den Lift schob danach Lift runter und Harry wurde von einem Betreuer übernommen. Vielen Dank und auf wieder sehen bis morgen. Sie fuhren in die Falterstraße und nahmen beim WillsBäck ein gutes Frühstück zu sich. Fred Laue konnte man nicht nachsagen das er faul war, er setzte sich um 8 Uhr in sein Büro und fing an zu telefonieren. Zuerst rief er bei Gabriele an und entschuldigte sich für sein Verhalten und sie sagte zu ihm dass der Kuss schon okay gewesen war, nur das Gefummel unter ihren Pulover mochte sie noch nicht jedenfalls nicht so schnell………

Text: Hans Will – Über Kritik und Anregungen würde ich mich freuen.

Nemesis oder Tödlicher Nebel waren verläufige Arbeitstitel des Romans. Der Titel ist lautet jetzt: Die späte Zeit des Glücks

Nemesis erster Teil… ein Krimi aus Mainfranken
Nemesis … ein Krimi aus Mainfranken 2.Teil
Nemesis… ein Krimi aus Mainfranken 3.Teil
Nemesis… ein Krimi aus Mainfranken 4.Teil
Nemesis… ein Krimi aus Mainfranken 5.Teil
Nemesis… ein Krimi aus Mainfranken 6.Teil
Nemesis… ein Krimi aus Mainfranken 7.Teil
Tödlicher Nebel ….. Ein Krimi aus Mainfranken Teil 8
Tödlicher Nebel … Ein Krimi aus Mainfranken Teil 9

Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist rein zufällig. Namen und Handlung sind frei erfunden.

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