Buchtipp: Inge Löhning – Sieh nichts Böses

Sieh-nichts-Böses

Vorneweg, ein München Krimi mit großer Spannung und Erzählkraft. Auf den ersten Seiten könnte man meinen es ist ein Buch für Hundeliebhaber, mit der ausführlichen Beschreibung der Polizeihundeführer. Doch dann wird es ernst und mit faszinierenden Detailwissen und schönen Charakterbeschreibungen der Akteure ließt man sich in einem spannungsgeladen Krimi fest. Ein Kriminalroman wie ihn eigentlich nur eine Frau schreiben kann, über Haaransätze färben würde glaube ich nie ein Mann schreiben. Aber selbst das ist mit der brillianten Erzählkraft von Inge Löhning noch lesenswert. Der Spannungsaufbau der grausamen Vater – Kinder Beziehung zieht einem in den Bann und er endet mit einem Showdown in der sprichwörtlichen Münchner Unterwelt. Der Schluß des Buches ist dann ehr überraschend und eigentlich ziemlich schrecklich. Nach 428 Seite geht ein Krimi zuende den ich in zwei Tagen durchgelesen hatte.  sterne

Klappentext:
Sieh nichts Böses. Hör nichts Böses. Tu nichts Böses. Der Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort ist glücklich wie nie zuvor. Gerade ist er mit Gina von der Hochzeitsreise zurückgekehrt, die beiden freuen sich auf ihr erstes Kind. Doch ein überraschender Fund reißt Dühnfort aus seiner privaten Idylle. An einem nebligen Novembertag spüren Leichensuchhunde bei einer Polizeiübung den halb verwesten Körper einer jungen Frau auf. Neben ihr liegt eine kleine Messingskulptur – ein Affe, der seinen Unterleib bedeckt. Seine Bedeutung: Tu nichts Böses. Dühnfort findet heraus, dass es sich um eine seit Jahren vermisste Frau handelt. Er stößt auf einen weiteren ungeklärten Mord und kommt so einem niederträchtigen Rachefeldzug auf die Spur, der noch lange nicht beendet ist. Denn wieder verschwindet eine Frau.

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: List Taschenbuch (16. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3548613192
Preis: 9,99€
auch als E-Book erhältlich

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