Re-Start vor 5 Jahren

Meine letzten großen Fahrten lagen schon lange zurück! Über die Pyrenäen mit Jens und Portugal von oben nach unten mit Martin und Rüdiger. Den Schwobaman Extrem Radmarathon habe ich noch durchgezogen, immerhin 255km und 4500 hm. Im Februar noch a weng in der Karibik rumgecruist. Bei einer RTF der RSG Würzburg war ich auch noch dabei. Der Abstieg begann dann schon im Oktober 2006 mit der Bremsertour mit Kraxler. Dann folgte noch die Snow Cycling Testfahrt in Burgbernheim. Richtig cool war noch mit dem Rad zum Crossrennen nach Strullendorf….oder im November noch einen Trans Steigerwald. Der Dämmerschoppen mit Ewald Strohmeier dem Organisator und Rundfahrtchef der Bayernrundfahrt war auch nett. An meinem 54 Geburtstag war ich dann zur Vorstellung der D-Tour 2007 im Cocoon Club Frankfurt Fechenheim eingeladen. Im April Lundis erster 80iger. Später dann noch die Frühjahrstour zum Wasserwidder mit Jens und Johann. Der ehemalige Deutsche- und Militärradweltmeister Steffen Rein besuchte mich, war schon eine wilde Zeit.
Dann konnte ich irgendwann aus gesundheitlichen Gründen kein Rad mehr fahren. Ich wurde dick und fett. Fotografierte viel. Veranstaltete sogenannte Modelsharings und bekam Diabetes mellitus. Irgendwie wusste ich das es so nicht weitergehen konnte. Dann kam Heiko und trat mir in den Arsch. Und seit dem bin ich über 50000km mit dem Rad gefahren (no E-Bike). Danke Heiko das du mir in den Hintern getreten hast. 🙂 Im Ohr damals und auch heute noch schön anzuhören: Level 42 – Lessons In Love.

Review der 10000 km

So geschafft 10000km auf dem Rad. Wenn mir das jemand am Jahresanfang gesagt hätte dann würde ich bestimmt gesagt haben das er verrückt sei. Aber im Frühjahr lief es so gut. Im ersten Quartal waren über 3000km auf der Uhr. Ich träumte von einer Bikepacking-Tour nach Albanien. Dazu habe ich gedacht ich mache für jedes Lebensjahr 100km, also 7200 km das wären 240 Erlach-Runden gewesen. Ein schwerer Sturz mit Schlüsselbeinbruch und einige Wochen später die vierte Lungenembolie machten mir einen Strich durch die Rechnung. Da dachte ich nicht mehr ans Radfahren. Zwei Monate Zwangspause. Aber irgendwie habe ich mich wieder aufgerappelt ganz nach meinem Motto „Never give up“ und es lief wieder. Hier gilt mein Dank an meinem Trainingspartner Dieter, meiner lieben Lundi und meinem Dickschädel. Jetzt sind es in neun Monaten in denen ich fahren konnte 10000km geworden, geschwommen bin ich über 100km und die Kilometer die ich mit Rodica spazieren gegangen bin habe ich nicht gezählt. Egal ich bin wieder gesund und nur das zählt. Planen werde ich nichts mehr. Aber das Radfahren macht mir wieder richtig Spaß. Der Restart war hier. Danke Heiko das du mich da motiviert hast wieder auf den Bock zu steigen. Höhepunkte für mich heuer waren die zwei Trainingsaufenthalte in Mallorca im Frühjahr und Herbst und die Touren in Südfrankreich mit den Jungs aus unserer Partnerstadt Prades. Natürlich hat so eine 10000km Challenge auch eine positive Auswirkung auf meine Resilienz im gesetzten Alter. Man lernt Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung. Die Fähigkeit, innezuhalten und sich selbst wahrzunehmen. Resiliente Menschen haben auch in Krisenzeiten Zugang zu positiven Gefühlen. Das regelmäßige Erleben angenehmer Emotionen steigert unsere Widerstandsfähigkeit.In Krisen, wie bei meiner schweren Krankheit mit dem Krankenhausaufenthalt, ist es wichtig, die Auslöser für Stress zu erkennen und diesen wirksam entgegen zu steuern. Was mir zum Glück gelang.

Veitshöchheim im Morgennebel

Es war a…kalt, die Finger waren klamm und die neue 90D ratterte. Neidvolle Blicke auf Heikos Equipment. Trotzdem tolle Bilder von einem Fischreiher machen können.