A weng lääff #135 – Sehr früh unterwegs

Aus- und Einblicke beim Morningwalk am Main. Ab sechs Uhr unterwegs und es hat wenig abgekühlt. Mit Bildern von gestern Abend. Ein joggender Oberbürgermeister und eine Bild von einer amerikanische Kletter Trompete – Campsis radiacns. Beheimatet und weitverbreitete ist sie in den zentralen bis östlichen USA. Es ist eine verholzende Liane die in verschiedenen Farben blüht, gelb – orange – rot. Nachschub für die Allure. Hund Artur und ein flüchtender Hase. Wieso soll ich wegfahren unsere Heimat bietet so viel man muß nur die Augen offeb halten.

Zu den Schwalben nach Marktbreit

Gar nicht so einfach die flinken Vögel zu erwischen. Da war es mit der Holzinstalation „Die Zweite Welle“ die über dem Breitbach hängt wesentlich einfacher.

Silphium perfoliatum und andere schöne Sachen

Die durchwachsenen Silphie ist – Silphium perfoliatum, mit durchwachsenen Blättern in denen sich Wasser sammelt. Es ist eine ausdauernde mehrjährige Pflanze, die aufgrund ihrer großen Biomasse Produktion als Energie oder Futterpflanze angebaut wird.

Eigentlich habe ich den Autofriedhof im Steigerwald gesucht. Dafür aber andere schöne Fotomotive entdeckt.

Trompetenbaumblüte in Sulzfeld am Main – auch die Zitronen sind bald reif

Immer wieder schön durch die gepflasterten Gassen des lieblichen Weinortes zu streifen. Unten eine kleine Geschichteskunde über Sulzfeld am Main das derzeit rund 1.350 Einwohner hat. Bis zur Säkularisation war die Gemeinde ein Kammergut des Hochstifts Würzburg. Ein Blick in die tausendjährige Geschichte zeigt, dass es um die Ruhe des Dorfes nicht immer gut bestellt war: Am 8. August 1266 fand vor den Toren Sulzfelds eine der größten Reiterschlachten des Mittelalters, die Cyriakusschlacht, statt. 1461 belagerte Markgraf Achilles von Ansbach / Brandenburg den kleinen Ort, ohne ihn allerdings einnehmen zu können. Im 30-jährigen Krieg wurde Sulzfeld a. Main gleich zweimal von den Schweden besetzt und schwer in Mitleidenschaft gezogen. 1796 schließlich brandschatzten französische Revolutionstruppen das Dorf. 

Heute findet der Besucher wieder Ruhe und Beschaulichkeit. Nahezu alle großen fränkischen Künstler haben sich von der romantisch mittelalterlichen Kulisse inspirieren lassen. Bis heute hat Sulzfeld a. Main sein einmaliges historisches Ortsbild bewahrt. Mit seiner geschlossenen Wehrmauer, den trutzigen Türmen und Toren, seinem Renaissance-Rathaus, den Bürgerhäusern und verwinkelten Gassen, erscheint der kleine Weinort dem Besucher als mittelalterliches Traumbild. In Sulzfeld a. Main wurden auch die weit über das Frankenland hinaus bekannten „Meterbratwürste“ kreiert und vom hier lebenden Künstler Harald Schmaußer die phantastisch-prähistorischen „fränkischen Tierli“ entdeckt. 

Der Ort wurde in den letzten Jahren mehrfach ausgezeichnet und darf sich mit Recht als einer der schönsten Orte in Deutschland bezeichnen lassen. Text: Rainer Krumpholz

Die Gemeinde Sulzfeld a. Main geht als Landkreissieger (2008), Bezirkssieger (2009) und Landessieger (2009) beim Wettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden” sowie Silbermedaille beim Bundesentscheid “Unser Dorf hat Zukunft” (2010) aus dem deutschlandweiten Rennen. Sulzfeld a. Main ist einer der schönsten Weinorte in ganz Deutschland.