Depesche # 3110: Stern von Kaltensondheim, weißer Winterkalvill und Weggbröseli


Ich habe die Tour die ich seit meiner Rückkehr von Mallorca fahre Stern von Kaltensondheim genannt. 🙂 Die Radwege sind immer noch zum Teil mit Schnee und Matsch bedeckt so muss ich auf die Straße ausweichen. Ist zwar nicht immer toll wenn LKWs und Busse mit geringen Abstand an einem vorbei brausen, aber das nehme ich in Kauf.
Heute einen tollen Satz bei Audax-Franconia gelesen: Wintertraining ist mehr als nur Kilometer sammeln. Es ist eine Schule für Disziplin, Anpassungsfähigkeit und Demut vor der Natur. Der Winter zeigt einem die eigenen Grenzen auf. Aber jede Minute, die man im Sattel durchhält, macht stärker – für den Frühling und für die kommenden Herausforderungen.
Am 6. Februar retten wir mit dem dicken Pulli die Welt! Das wäre schön – wird leider nicht klappen. Heute ist Dicker Pulli Tag. 🙂
Der TSV Abtswind hingegen stellt die Weichen für die Zukunft für seine Bezirksliga Mannschaft neu, sie bekommt ein neues Trainergespann. Eduard-Alin Wellmann und Ronny Bock übernehmen ab Sommer. Tobias Werner wird Sportlicher Leiter der Landesliga Mannschaft.
Im Ohr heute u.a. Sara Tavares – Coisas Bunita.
Der weiße Winterkalvill, den ich heute im Obsthof Zörner gekauft habe, stammt ursprünglich aus Frankreich und gehört zu den bekanntesten ältesten und wegen seiner geschmacklichen Qualität zu den früher verbreitetsten Sorten. Schon 1598 beschrieben und erwähnt, ist er in Frankreich als Calvill blanche d´hiver bekannt.  Der Apfel schmeckt mir sehr gut. Ich habe mir dann noch Roggenvollkornmehl, Eier von freilaufenden Hühnern, Bratapfelmarmelade und frische Nudeln mitgenommen. Auf der Rückfahrt kurz vor Kitzingen 10 Minuten im Stau, ich frage mich wie das mal werden soll wenn die Kitzinger Einkaufsgalerie Marshall Heights in Betrieb ist.
Später dann im Bayerischen Fernsehen in der Sendung „Wir in Bayern“ in der „Host mi“ Rubrik ein neues Wort aus Kitzingen gehört, das ich so nicht gekannt habe. Weggbröserli soll auf Kitzingerisch Ringelblumen heißen!!

Depesche # 3109: Schock und weiterhin kaltes Wetter

Mit Bestürzung und großer Trauer habe ich die Nachricht vom Tode Thomas aufgenommen. Ich habe ihn vor einigen Jahren auf der Terrasse des Freibades kennengelernt. Wir wollten eigentlich heuer zusammen nach Gambia reisen, wo er schon des Öfteren Urlaub machte. Ich kann mich noch gut an die Biskuitostereier erinnern die er mir zu meinem 70 Geburtstag gebacken hatte. Seine letzte WhatsApp Nachricht bekam ich aus dem Krankenhaus. „Die haben mich mit Cortison vollgepumt!“ Ruhe in Frieden. Die Radtour heute war gut vom Tritt. Da man auf den Radwegen immer noch nicht fahren kann bin ich auf der Straße unterwegs. Ich nenne die Strecke die ich in den letzten Tagen gefahren bin den „Stern von Kaltensondheim“ 🙂 Der Trimm Pfad in Kitzingen wird entwidmet und der Schotterparkplatz in Etwashausen wird umgebaut. Im Ohr heute für Lupo Mick Fleetwood And Friends – Albatross

Depesche # 3108: Wintertime und den viertausendsten Winter Kilometer mit dem Rad gefahren

Wenn man den Wetterprognosen glauben darf dann dauert es mit dem Winterwetter noch ein Weilchen. Die Zupfer haben dafür, als wichtigen Hinweis auf das weitere Wetter, ihr Murmeltier in Punxsutawney. Bei uns ist es so, dass mittlerweile die Gasspeicher ziemlich leer sind, kein Streusalz mehr vorhanden ist und die Straße, bestimmt auch andere Straßen, nach Kaltensondheim übersät ist mit frostbedingten Schlaglöchern. Willkommen in Deutschland. Die KI schreibt zum Winter: Er bringt in Deutschland diverse Einschränkungen im Alltag mit sich, die vor allem durch Schnee, Eis, Kälte und Dunkelheit verursacht werden. Diese betreffen den Verkehr, die Sicherheit im öffentlichen Raum und das Wohlbefinden. Natürlich hat der Winter auch seine schönen Seiten, vor allem wenn die Sonne scheint. Zudem ist die Winterzeit ideal zum Lesen, egal ob Zeitung, Romane oder New Adult (früher waren das die Groschenromane vom Bahnhofskiosk) 🙂 Im Ohr heute u.a. Lord Huron – The Night We Met

Depesche # 3104: Dem Schnee nach Mallorca entflohen

Im Winter verwandeln sich die Straßen Mallorcas in friedliche Wege. Mit weniger Touristenverkehr kann man mit dem Rennrad die Ruhe und landschaftliche Schönheit der Insel richtig genießen. Die ruhigen Straßen bieten ein unvergessliches Raderlebnis, bei dem man in Mallorcas natürlichen Charme eintauchen kann. Soweit die Theorie. Heuer war es aber anders wie in vergangenen Jahren. Starker Wind, zum Teil auch richtiger Sturm, wechselte sich mit sonnigen Tagen ab. Ich konnte nicht so viel fahren wie ich es mir vorgenommen hatte. Aber egal. Dafür standen andere Sachen im Blickpunkt die auch richtig Laune machten. Sauna, Eisbaden, nette Bekanntschaften schließen, lange Spaziergänge und traumhafte Sonnenuntergänge machten den Kurzurlaub dann doch zu einem richtig tollen Erlebnis. Nicht zu vergessen das sehr leckere Essen im Hotel direkt am Meer mit sehr nettem Personal und leckeren Angeboten. Für Menschen die den Tag gerne ein wenig Knülle beginnen wollten gab es jeden Morgen ausreichend Sekt zum Start. Zum Dinner bekam ich an einem Tag einmal von meinem aus Ägypten stammenden Lieblingshabibi vier Gläschen Mesclat, einen mallorquinischen Kräuterlikör hingestellt. Einen habe ich probiert. Alkohol ist aber nicht so meins. Vor dem Hotel gab es eine große Baustelle, für alle diejenigen die absolute Ruhe suchen ehr nicht geeignet. Das TUI Reisebüro im E-Center in Kitzingen hat mich auch nicht darauf hingewiesen. Am Airport habe ich dann gemerkt das man sich auf die Pushnachrichten der Airlines nicht 100% ig verlassen kann. Es ist von Vorteil, wenn man eine halbe Stunde vor dem Check-in nochmal einen Blick auf die Salidas Tafel wirft. In meinem Fall war der angekündigte Schalter dann nicht C58, sondern C32 verbunden mit einer ziemlich langen Wanderung durch den Airport. Eine Frau und ich halfen beim Umzug dann einem alten Ehepaar, das wie sich später herausstellte schon betagte 85 Jahre auf der Lebensuhr hatte. Zudem war der Mann dement, was einerseits lustig war andererseits mich auch sehr traurig machte. Die Frau war dann im Flieger meine Sitznachbarin wir unterhielten uns sehr gut, die Zeit ging sprichwörtlich wie im Flug vorbei. Sie ist eine tolle Malerin und hatte sich in Mallorca neue Inspirationen gesucht. Alles in allem war es eine schöne, abwechslungsreiche Woche ohne Schnee. Im Ohr der u.a. der mutige Song von Bruce Springsteen – Streets Of Minneapolis.

Depesche # 3100: Ingwerseife, kleine Bagger Und Untersuchung im Zoom

Die Ingwerseife habe ich einem Duschsäckchen, damit spare ich den ganzen Plastikflaschenmüll. Die kleinen Gartenbagger stehen in Sommerach. Habe jetzt nicht so genau geschaut, weil ich die Fotos ja immer im Fahren mache aber es kann sein das es chinesische Bagger sind. Die Radtour mit Dieter war kalt aber mit der Sonne ging das ganz gut und hat Spaß gemacht. Wie ich so durch die schöne von Sonne ausgeleuchtete Landschaft mit Dieter gefahren bin stellte ich fest, dass ich kein „Virgin Missing Out“ habe. Ich verpasse nichts, bin zufrieden und glücklich, wenn ich auf dem Rad sitze. Am Nachmittag noch Untersuchung wegen meiner zwei Jahre alten Fraktur im Oberarm. Fazit: Eine OP droht. Im Ohr heute Jan Garbarek, Mari Boine – Evening Land

Depesche # 3091: Winterwanderung

Unterwegs Frido mit seiner Luna getroffen. Ein wunderschöner Maremmen-Abruzzen-Schäferhund. Wenn der Winter weiter so aktiv bleibt wird der Frost der Straße nach Kaltensondheim den Rest geben. Unten ist auch ein Bild vom Nato Gate das ich am 2. Weihnachtsfeiertag 1996 von einem Heißluftballon aus gemacht habe. Damals noch in Betreib. Sonntagsgedanken: „Der Winter ist eine Erinnerung daran, dass Veränderungen schön sein können.“ Im Ohr heute u.a. Pink Floyd Wish you were here | Full album

Depesche # 3087: Biken und Walken im Schnee

Ganz schön anstrengend, aber herrlich die klare Luft und der blaue Himmel unter dem sich viele Flugzeuge tummelten. Zwischendrin noch ein Protein-Vollkornbrot gebacken. Dazu noch ein paar Kirchtürme und einen Greifvogel mit dem Tele fotografiert. Netten Mann kennengelernt der auch gerne auf den Auslöser drückt. Im Ohr heute u.a. Silver Convention – Fly Robin Fly (1975). Auch schon über 50 Jahre alt.

Depesche # 3084: Mit Emma unterwegs

Winter brauche ich im Übrigen überhaupt nicht. Auch die Palme am Wegesrand hat es gerne, wenn sie dick eingepackt ist. Auch die Leute von der Igis Akademie scheinen in Urlaub gefahren zu sein jedenfalls war vor ihrem Haus der Bürgersteig nicht gestreut und damit auch ziemlich glatt. Gute Kontakte kann man immer beim Schneeschippen schließen. Der Quadfahrer hatte aber so seine Probleme mit dem Eis und Schnee 🙂 im Oberern Fuchsgraben, wo wie im jeden Winter kein Streufahrzeug durchkommt. Fläschchen Primitivo floß dann auch noch durch meine Kehle. Im Ohr heute u.a. Dr.Alban – It’s My Life

Depesche # 3080: Jahresrückblick

Waren es im letzten Jahr schon 11.080 km, so bin ich 2025 insgesamt 20.418.4 km geradelt und bin dabei ca. 120.000 hm geklettert. Höhepunkte Mallorca, Col de la Schlucht, Texaspass und die Radtouren im nördlichen Dänemark. Eigentlich bin ich für jede Radtour dankbar die ich im Alter von jetzt fast 73 Jahren noch fahren konnte. Gefreut habe ich mich auch, das ich für die Mainpost eine Sommer-Serie von schönen Radtouren beschreiben durfte: Malerische Fahrt zum Frankenberg, familienfreundliche Tour nach Eichfeld, Feierabendtour rund um Dettelbach sowie Graveltour zum Lindelbacher See sowie der Klassiker auf dem Mainradweg. Dann kam auch noch ein Interview dazu: 15.000 Kilometer pro Jahr im Radsattel: Was Hans Will an den Radwegen im Landkreis schätzt und was er kritisiert.

Mein großer Dank gilt meiner Lundi ohne deren Verständnis ich das nicht in diesem Umfang hätte durchziehen können. Ein Vergelts Gott auch an meine temporären Mitfahrer Dieter, Thomas, Schorsch, Marcus und Leo, hat Spaß gemacht dieses Jahr. Für 2026 wünsche ich mir Gesundheit und Frieden in der Welt. Allen Mitlesern wünsche ich ein Gesundes 2026.

Kleines Bilder Potpourri von Januar bis Dezember.