Buchtipp: Vintage Räder – Wenn Expertise auf Passion trifft

Die Hände dreckig machen und die Seele reinigen… Das ist das Motto, mit dem sich Gianluca Zaghi seiner großen Leidenschaft widmet: dem Schrauben an herrlichen alten Fahrrädern. Längst gilt er weltweit als einer der gefragtesten Restauratoren klassischer Renn- und Tourenräder. Mit »Vintage Räder« legt er nun ein elegant gestaltetes Buch vor, um sein Wissen und seine Passion mit anderen Kennern und Interessierten zu teilen.

Alte Fahrräder zu restaurieren, ist eine wahre Kunst. Gefragt sind Kreativität und fachmännisches Geschick gleichermaßen. Gianluca Zaghi, Fahrrad- und Radsportliebhaber seit Kindesbeinen an, besitzt das Händchen und die Expertise. Hunderte Meisterwerke internationaler Rahmenbauer hat er bereits zu neuem Leben erweckt. In diesem Buch nimmt er seine Leser mit in die faszinierende Welt der Restauratoren und verrät die Geheimnisse seines Handwerks.

Illustriert mit einer Fülle von Fotos erläutert Gianluca Zaghi, worauf es bei der Begutachtung von Flohmarkt- oder Scheunenfunden, bei der Auswahl der richtigen Werkzeuge und Materialien und bei den einzelnen Schritten einer konservativen, kompletten oder kreativen Restaurierung ankommt. Und natürlich führt er auch eine Auswahl seiner schönsten Arbeiten vor – in großformatigen Aufnahmen, die den Betrachter mit zurücknehmen in eine Zeit, in der Rennräder noch eine fast heroische Aura besaßen.

Aus dem Italienischen von Michaela Heissenberger. Mit einem Vorwort von Giancarlo Brocci, einer Einleitung von Mike Wolfe und Gastbeiträgen von Helio Ascari, Luciano Berruti, Wesley Hatakeyama, Aldo Pacini, Stelio Rossi und Greg Softley. Ich hätte auch noch ein paar Alte Rahmen im Keller liegen.

Der Autor: Gianluca Zaghi, Jahrgang 1969, ist leidenschaftlicher Radfahrer und Radsport-Liebhaber. Er hat als Künstler in New York und London gelebt und gilt heute weltweit als einer der besten und einflussreichsten Restauratoren von Vintage-Rädern. Seit 2014 hat er in seiner Werkstatt »VSB Vintage Speed Bicycles« mehrere hundert klassische Renn- und Tourenräder für Kunden aus mehr als sechzig Ländern wiederaufgebaut. Gianluca Zaghi lebt und arbeitet im Tessin.

Rechtzeitig kam die Sonne raus – GGEW Grand Prix in Bensheim


Elisabeth Brandau siegt bei den Frauen

Wer an diesem Sonntag den Weg zum GGEW Grand Prix im Radcross fand, war hart im Nehmen. Das Wetter hatte es mit den Zuschauern der Radcross-Veranstaltung in Bensheim es alles andere als gut gemeint, doch am Ende waren alle sehr zufrieden. Denn pünktlich um 13 Uhr, kurz vor dem Eliterennen der Damen zeigte sich das Wetter gnädig und endlich hörte der vormittägliche Dauerregen auf. Da hatten die Hobbyfahrer, die Mastersklassen und auch die U 19 – Fahrer bereits ihre Rennen hinter sich. Zu den beiden Hauptspektakels des Renntages, hatten sich dann sicher bis zu 500 Zuschauern im Umfeld der Rennstrecke aufgehalten und feuerten die Protagonisten an. Die hatten ihre helle Freude, denn es war Crosswetter angesagt und die Rennen mit internationaler Beteiligung hielten, was sie versprachen. Bei den Junioren zeigte vor allem Tom Lindner, dass an ihm kein Weg vorbeigehen wird. Er pflügte durch das schwere Terrain und gewann vor dem Belgier Yente Peirens. Im Rennen der Elite der Damen zog die amtierende Deutsche Meisterin, Elisabeth Brandau aus Schönaich, unaufhaltsam ihre Runden. Den Start hatte die Ausnahmesportlerin noch einigermaßen verschlafen, doch bereits zu Beginn der dritten Runde war das weiße Meistertrikot nur noch in vorderster Front zu sehen. Sie gewann das Rennen vor Marlene Morel Petitgirard vom Team Sineo, Dritte wurde Karen Verhestraeten vom Vomdelmolen Cyclingteam. Die Bensheimerin Dr. Kristin Endres startete als Lokalmatadorin und belegte Rang 16 des Rennens. Auch beim Elite Rennen der Männer setzten sich die Favoriten durch. Seine ganz individuelle Klasse bewies Marcel Meisen, der von Beginn an ganz vorne zu sehen war. Runde für Runde baute er seinen Vorsprung aus. Er zeigte auf keinem Streckenteil irgendeine Schwäche, zeigte sich hervorragend in Form und manövrierte sein Bike gekonnt durch den Match und über die tiefe Graswiese. Die beiden mitfavorisierten Jens Adams, Team Pauwels und Nicolas Cleppe, Telenet Fidea Lio0ns, lieferten sich lange ein Duell um Platz zwei, das letztlich der Belgier für sich entschied.
Begonnen hatte die Veranstaltung bereits um 9 Uhr morgen mit dem Rennen der Hobbyfahrer. Vor dem Elite – Rennen der Männer fanden die allerkleinsten Besucher der Veranstaltung eine Mitmachgelegenheit beim Kinderlaufradrennen. Alle Rennen waren live über einen Stream über Youtube zu sehen, die Organistatoren der Radsportabteilung der SSG Bensheim hatten wieder einmal eine tolle Radsportveranstaltung auf die Beine gestellt. Bereits im Januar hatten sie an gleicher Stelle die Radcross-DM ausgerichte Mehr zum Rennen findet man hier: https://radcross-bensheim.de/
Text/Foto:Jürgen Pfliegensdörfer

Vorschau Radcross – GGEW Grand Prix am 2. Dezember 2018 in Bensheim

„Es ist angerichtet, die Veranstaltung kann beginnen, wird sind soweit“, so die Aussage des Streckenchefs des Bensheimer Radcross GGEW Grand Prix, zum derzeitigen Stand der Strecke in Bensheim. Um 9 Uhr fällt um kommenden Sonntag (2. Dezember) der erste Startschuss und bis zum Hauptrennen der Elite Männer am Nachmittag um 15 Uhr wird einiges los sein an der Rennstrecke. Die wurde nochmals gegenüber den Deutschen Meisterschaften in Bensheim im Januar gestreckt, der Rundkurs ist nun 2600 Meter lang und wurde noch zuschauerfreundlicher hergerichtet. Der Berliner Ring als Start wurde dieses Mal gestrichen, zu schwierig und gefährlich war die erste Kurve zu befahren und es kam doch zu einigen Stürzen. So hat die Strecke noch ein kompakteres Flair und führt auch über den neuen Bikepark, der wohl im März des kommenden Jahres seiner Bestimmung übergeben werden kann.
Die Rennen erhalten in diesem Jahr einen internationalen Zuschnitt, Fahrerinnen und Fahrer aus neun Nationen haben ihm Kommen zugesagt und werden in dem Rennen der C 2 – Kategorie um Weltcuppunkte kämpfen und sprinten. Es kommen Crossspezialisten aus Frankreich, Anotoine Bonoist zum Beispiel oder die Belgier Nicolas Cleppe und Jens Adams, aber auch die gesamte Deutsche Elite nach Bensheim. Sicher steht das Rennen auch ein wenig im Zeichen der Revanche zwischen dem deutschen Titelträger Marcel Meisen und seinem letztjährigen „Schatten“ Sascha Weber, die sich ein Duell auf Augenhöhe lieferten. Zuletzt mit dem besseren Ende für Marcel Meisen. Bei den Frauen zeigt sich das Feld auch bunt gemixt. Mit Startnummer 1 führt die Deutsche Meisterin Elisabeth Brandau (Foto) die 33 gemeldeten Fahrerinnen in die erste Kurve. Sie gilt als ausgewiesene Favoritin. Die regionalen Farben vertreten bei den Damen die Bensheimerin Kristin Endres, bei den Männer die Lokalmatadoren Sascha Starker und Jan Dieteren.
Im Umfeld gibt es eine kleine Expo, um 14.45 Uhr ein Kinderlaufradrennen, Damen verkaufen Tombola Lose (es gibt unter anderem zwei hochwertige Räder zu gewinnen) und vor allem werden die Rennen live über einen Stream zu verfolgen sein. Weitere Infos finden Sie unter www.radcross-bensheim.de .

Nachfolgend nochmals der Zeitplan:
Sonntag, 2. Dezember 2018
09:00 Uhr Hobbyklasse
10:30 Uhr Masters 2/3/4
12:00 Uhr Junioren U19
13:30 Uhr Frauen Elite
15:00 Uhr Männer Elite

Hochwertige Preise bei der Tombola
Auch in diesem Jahr wird es beim Radrennen in Bensheim, dem GGEW Grand Prix Radcross, wieder eine sehr ordentliche Tombola geben. Die Verantwortlichen sind unterwegs gewesen um Preise zu sammeln, die sich wirklich sehen lassen können. Unter anderem wird es unter den 15 zu vergebenden Preisen zwei Hauptgewinne geben. Von zwei Sponsoren wurden nämlich zwei Fahrräder übergeben, die verlost werden. Unter anderem gehen Fahrräder der Marken Giant Argento CS Lite, gesponsert vom Crossladen in Nieder-Ramstadt und ein 29er – MTB Giant Talon von Odenwaldbike in die Verlosung. Außerdem wird ein hochwertiger Laufradsatz von Fulcrum als Preis verlost. Lose kann man während der gesamten Veranstaltung am Sonntag zum Preis von 2,50 Euro oder für fünf Lose zum Preis von 10 Euro erwerben. Zwei Damen sind den ganzen Tag unterwegs und werden genügend Lose parat haben.
Die Ziehung der Gewinne findet unmittelbar nach der Siegerehrung gegen 16.20 Uhr an der Siegerbühne statt. Jeder der Lose mit Gewinnzahlen erworben hat, sollte sich dann dort aufhalten. Die Gewinne werden dort direkt übergeben und können nicht versendet werden.
Text/Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

Internationale Spezialradmesse 2019 am 27. und 28. April

 

Wenn am 27. und 28. April 2019 die Internationale Spezialradmesse ihre Tore öffnet, wird ein Hotspot das Spezi-Erfinderlabor vor Halle 3 sein. Bereits jetzt können sich Tüftler und Innovatoren mit ihren Ideen rund ums Rad bewerben: www.spezialradmesse.de, Stichwort Erfinderlabor. Der Veranstalter wählt unter allen Bewerbern zehn Teilnehmer aus, die in einen kreativen Wettstreit um den „Spezi 2019“ treten. Die drei besten Innovationen küren während der Messe Publikum und Experten.

Die 24. Internationale Spezialradmesse wird Germersheim Ende April 2019 zum wiederholten Mal in die Stadt der außergewöhnlichen Bikes verwandeln; internationales Flair inklusive! Im Jahr 2018 zählte das Branchenforum über 130 Aussteller aus 19 Ländern und über 10.000 Besucher. Die Aussteller der Spezialradmesse präsentieren auch 2019 das gesamte Spektrum der innovativen Branche: Liegeräder, Falträder, Dreiräder, Tandems, Velomobile, E-Bikes und Pedelecs, Reha-Mobile, Transporträder, Klassiker, Fahrradanhänger, Ruderräder, Familienräder, Tretroller, Sesselräder und Zubehör rund ums Rad. Wie jedes Jahr bilden die beiden großen Testparcours das Herz der Spezi. So kann das persönliche Lieblingsrad ausgiebig Probe gefahren werden. Weitere Infos unter www.spezialradmesse.de und auf Facebook.

Spezi-Erfinderlabor 2019: Teilnahmebedingungen, Informationen zum Ablauf des Wettbewerbs und Anmeldung unter https://www.umfrageonline.com/s/a9cfc61

Buchtipp: Der Superstar im Peloton Peter Sagan gibt Einblicke in sein Leben

Was noch niemand im Radsport geschafft hat, ist Peter Sagan gelungen. Im Buch gibt der dreimalige UCI-Weltmeister und Rockstar der Radszene persönliche Einblicke.

Der dreimalige Straßenweltmeister und mehrmalige Tour Etappensieger hat vor kurzem erst seinen Vertrag bis 2021 bei seinem Rennstall Bora-Hansgrohe verlängert. Auch neben den Rennstrecken begeistert er immer wieder seine Fans mit seinen Kunststücken im Sattel. Freimütig beschreibt er seinen Weg von der Jugend in der Slowakei und den frühen Rennen bis zum Stammplatz auf dem Treppchen. Er berichtet vom Leistungsdruck, vom Rückhalt durch Familie und Weggefährten und vom Wechsel zum deutschen Team BORA – hansgrohe.Von den heftigsten Bergetappen bei der Tour de France; vom halsbrecherischen Kopfsteinklassiker Paris-Roubaix. Von unfassbar spannenden Sprints, Platten und verheerenden Stürzen. Von seiner Leidenschaft für schräge Wetten und originelle Tattoos. Und davon, wie knapp Siege entschieden werden. Er ist auch eine der schillerndsten Figuren im Profiradsport der Gegenwart.
Der 28-Jährige gehört mit mehr als 100 Siegen zu den erfolgreichsten Radsportlern der letzten Jahre. Sein Jahresgehalt wird auf vier bis sechs Millionen Euro geschätzt und er gehört damit zu den bestbezahlten Fahrern im Profizirkus.

Das Buch ist wunderschön aufgemacht und die kurzweiligen Storys von seinen Anfangen im Radsport bis zur Gegenwart sind eine Freude zu lesen. 65 Fotos und drei Skizzen runden die 319 Seiten des Leseerlebnises ab. Es ist ein rundum gelungene Neuerscheinung.

Fränkisches HERRMANN RADTEAM aus Baiersdorf ab der Saison 2019 als Kontinental Team im Einsatz!

Die deutschen Radsport-Fans dürfen sich auf eine weitere Kontinental-Mannschaft freuen. Teamleiter Grischa Janorschke bestätigte nun, dass das Herrmann Radteam zur Herrmann zur Saison 2019 in die dritte Division aufsteigen werde. „Alle Geldgeber und ein Großteil der Materialausrüster bleiben nach der erfolgreichen Saison an Bord, dazu übernehmen wir etwa 70 Prozent der Fahrer, die sich das redlich verdient haben“, so Janorschke.

Die letzten beiden Bundesliga-Läufe konnte die Mannschaft gewinnen. Vor zwei Wochen wurde das Herrmann Radteam Deutscher Meister im Mannschaftszeitfahren in Genthin und vor zwei Tagen sorgte Marcel Franz beim Sachsenklassiker „Rund um Sebnitz“ für den ersten Bundesliga-Einzelsieg der Teamgeschichte. „Am Stamm und am System wird sich nichts verändern. Christopher Hatz ist und bleibt weiterhin der Teamkapitän und mit Sprinter Florenz Knauer wird auch die zweite Führungsfigur bleiben, der gerade den endschnellen jungen Leuten unheimlich viel Erfahrung weiter geben und vermitteln kann“, so der Altenkunstadter Grischa Janorschke.

BR-Radl-Tour in Kitzingen

Weinprinzessinnen immer im Einsatz für Kitzingen und den Landkreis

Wirtshaustester Wolfgang Schneider von der Fernsehsendung Wir in Bayern ist ebenfalls bei der BR Radl Tour dabei

Dominik Pöll zeigt seine Fahrkunst auf dem Bonanza Rad

Oberbürgermeister Siegfried Müller freut sich auf die Ankunft

Polizeieskorte

Landesbischoff Heinrich Bedford-Strohm (l.) vorne mit dabei

Polizei testet bei der Tour ihre neue Radfahrer Bekleidung

Stadtrat Manfred Freitag mit seinen Velosophen

Die Velosophen

Die andere Seite der Medalie – Stau und verärgerte Autofahrer

Gschafft

Morgen geht es weiter nach Marktheidenfeld

Eintrag ist noch in Bearbeitung

Frische Luft und geänderte Zufahrt

Durchatmen war heute morgen, nach dem nächtlichen Gewitter, angesagt. Die Zufahrt zum Wohnmobilstellplatz hat sich wegen der BR Radltour für den heutigen Donnerstag geändert. Zufahrt nur über die Schwarzacher Straße möglich.

Buchtipp: Der steile Anstieg zum Olymp

Zwölf Geschichten über zwölf Radsportler in einem schön ausgestatteten Buch von Giacomo Pellizzari zusammengefasst. Seine Sicht der Dinge über Gianni Bugno, Fabian Cancellara, Claudio Chiappucci, Laurent Fignon, Felice Gimondi, Bernhard Hinault, Miguel Indurain, Eddy Merckx, Francesco Moser, Marco Pantani, Peter Sagan Bradley Wiggins und Lance Armstrong. Mir persönlich fehlt Rudi Altig und Jan Ullrich und Lance Armstrong hätte es nicht gebraucht. Heldenverehrung eines Radsportenthusiasten.

Ob im Schneeregen zwischen Paris und Roubaix, auf halsbrecherischen Kopfsteinpflasteretappen oder in den steilen Anstiegen der Alpenpässe: Im Sattel zeigt sich, aus welchem Holz man geschnitzt ist, auch wenn man kein Großer ist. Jeder Hobbyrennradfahrer beweist sich auch jeder Ausfahrt aufs Neue. Dabei erweisen sich die ganz Großen häufig als die eindrucksvollsten Charaktere und machen sich unvergesslich.

Giacomo Pellizzari, italienischer Radsportexperte und Blogger, spürt den individuellen Geheimnissen seiner Radsporthelden nach. Mit leidenschaftlicher Bewunderung und leiser Selbstironie erzählt er unter anderem vom Angeber Lance Armstrong, von der Bescheidenheit des großen Miguel Indurain und vom Schönling Fabian Cancellara. Ganz nebenbei skizziert er die Geschichte des Radsports und seiner schicksalhaften Rennen aus der Perspektive seiner schillerndsten Figuren.

Giacomo Pellizzari ist Autor und Sportjournalist. Er war Chefredakteur bei Bike Channel, einem Kanal von Sky, der sich ausschließlich der Welt des Radsports widmet. Er ist Mitbegründer von Upcycle, dem ersten Radsportcafé Italiens, schreibt für bicilive.it und betreibt den Blog „Ciclista…

Buchtipp: Zugtiere in Trägerhosen

Zum Tourstart am Samstag hat der Covadonga Verlag wieder wunderbares Buch auf den Markt gebracht. Ein erhellender, überaus amüsanter Blick hinter die Kulissen des Profiradsports. Aufgeschrieben von einem, der nicht nur schnell Rad fahren konnte, sondern es auch wunderbar versteht, packend vom schnellen Radfahren zu erzählen. Ohne Ghostwriter. Ohne Filter. Ohne Scheu, die Dinge (und die Protagonisten) beim Namen zu nennen…

Wie Millionen andere Kinder wuchs Phil Gaimon mit dem großen Traum auf, eines Tages Profisportler zu werden. Aber im Gegensatz zu Millionen anderen Kindern zog er die Sache tatsächlich durch. Nach Jahren der Amateurrennen unter Ausschluss der Öffentlichkeit und des brutalen Trainings, in denen er aus dem Koffer lebte und nie ein Nein akzeptierte, erreichte er schließlich sein Ziel und unterschrieb einen Profivertrag bei einem der besten Radteams der Welt.

Als Autor gelingt Phil Gaimon nun das vielleicht witzigste Fazit einer Karriere im Spitzensport. Sprühend vor Erzählfreude und gesegnet mit einem unverwechselbaren Sinn für Humor lässt er seine Leser an seinen Jahren im Peloton teilhaben und gewährt intime Einblicke in den Profialltag.

Phil Gaimon lässt nichts aus, wenn er von den großen und kleinen Fährnissen des Radrennzirkus erzählt. Es geht um nervenaufreibendes Vertragsgefeilsche und rabiate belgische Fans mit einem Faible für Trinkflaschen-Diebstahl, um atemberaubende Renneinsätze im giftigen Smog und die Schwierigkeit, in einem von Doping geplagten Sport Freundschaften zu schließen. »Zugtiere in Trägerhosen«, das sind nicht nur Episoden aus dem Radsport, es ist die lehrreiche Geschichte von einem, der auszog, um sich in einem Haifischbecken zu behaupten und sein Glück zu finden, auch wenn es vielleicht nicht ganz bis an die Spitze reicht.

Der Autor: Der Amerikaner Phil Gaimon war Radprofi von 2009 bis 2016, unter anderem fuhr er zwei Jahre in der UCI WorldTour in Diensten von Garmin-Sharp (2014) und Cannondale (2016). Darüber hinaus hat sich das Multitalent auch als Keks-Connaisseur, Amateur-Comedian, Podcaster, Blogger, Gastgeber eines Gran Fondo in Malibu und ordinierter Priester bei den Trauungen mehrerer Teamkollegen einen Namen gemacht. Phil Gaimon hat sich inzwischen aus dem Radrennsport zurückgezogen, fährt aber immer noch eine Menge Rad, einfach aus Spaß an der Freud oder für seine Rekordjagden auf Strava, die er auf seinem YouTube-Kanal »Worst Retirement Ever« dokumentiert. Dies ist bereits seine dritte Buchveröffentlichung (nach »Pro Cycling on $10 a Day« und »Ask a Pro«) und die erste, die auch in deutscher Übersetzung vorliegt. Mehr unter: @philgaimon und www.philthehrill.net

Covadonga Verlag, 2018
ISBN 978-3-95726-031-4

Broschur; 378 Seiten im Format 21 cm x 14,8 cm
Ladenpreis: EUR 16,80 [D]

Hier kann man bestellen