Tim Latteier beim Club angekommen

Ich konnte Tim Latteier einmal bei einem U19 Freundschaftsspiel gegen die gleichaltrigen Junioren von Darmstadt 98 in Wiesentheid fotografieren. Heute in der Main-Post habe ich dann den tollen Bericht von Jürgen Sterzbach gelesen. Ich wusste nicht, dass der in Kitzingen geborene Tim Latteier mittlerweile zum Stamm der Profimannschaft des Clubs gehört. Unten ein paar Bilder vom Spiel in Wiesentheid gegen Darmstadt 98 vom 13. Oktober 2018. Mehr Bilder vom Spiel hier.

A weng lääff #311 – Klinge und zurück

Aus- und Einblicke beim Morningwalk, heute nicht am Main. Heute ging es, bei strahlenden Sonnenschein, durch Esbach und Klinge zum Natogate. Bisschen Waldbaden. Vorbei am Wein to go, dem Nonnenbrünnle und dem Lost Golfplace. Und dann noch was erfreuliches: Ich bin vom Projekt Unquadtrium mittlerweile beim Projekt Californium angekommen. Jeder der sich ein bisschen mit Ordnungszahlen auskennt weiß was das bedeutet. 🙂

Buchtipp: Sokrates auf dem Rennrad

Eine Tour de France der Philosophen

Guillaume Martin gehört zu den besten Radrennfahrern der Welt. Und er ist Philosoph. Eine Kombination, die viele Menschen verblüfft. Um mit dem Vorurteil aufzuräumen, dass Spitzensportler nichts im Kopf hätten (und auch nicht sonderlich viel Intelligenz benötigen), hat der französische Radprofi ein Buch geschrieben, das seine beiden großen Passionen vereint.

In »Sokrates auf dem Rennrad« schickt Guillaume Martin die bedeutendsten Denker der Geschichte in das größte Radrennen der Welt: die Tour de France. Gekonnt und mit viel Humor verwebt er eigenes Erleben, das einen Blick hinter die Kulissen des realen Radsportzirkus gewährt, mit dem fiktiven Kampf von Aristoteles, Nietzsche und Gefährten um Windschatten, Reifenbreiten und Etappensiege. Da ist Sartre, der als Teamchef der Franzosen seine Fahrer ermutigt, sich nicht im Peloton zu verstecken. Da ist Marx, der sich um die ungerechte Verteilung der Prämien sorgt. Da ist Kant, der schlucken muss, als er erfährt, dass das Rennen nicht in seinem geliebten Königsberg stattfindet…

Guillaume Martin ist mit seinem Erstling ein gleichermaßen kluges wie unterhaltsames Buch gelungen, das tiefgründige Gedanken und spannende Sporterzählung verknüpft und so ein großes Publikum anspricht: Wer sich vor allem für Sport und reflektierte Einblicke ins Profimetier interessiert, lernt nebenbei fast unmerklich die Grundzüge bedeutender Ideen und Theorien kennen. Philosophisch bewanderte Leser hingegen freuen sich über die wiedererkennbaren Züge der Gelehrten im Rennsattel. Und am Ende ist allen klar: Körperliche Höchstleistungen müssen keineswegs im Widerspruch zu intellektuellen Ambitionen stehen. Denn auch und gerade im (Radrenn-)Sport gilt der Leitsatz, den einst Henri Bergson formulierte, der französische Philosoph und Literaturnobelpreisträger: »Man muss wie ein denkender Mensch handeln und wie ein handelnder Mensch denken.«

»Ein Geniestreich.« (NZZ, Sebastian Bräuer)
»Leichtfüßig und erfrischend. Das Buch schlechthin, um mit Kant, Spinoza, Nietzsche, Platon und Pascal über die schönen Straßen Frankreichs zu radeln.« (L’Espadon)
»Eine großartige Erzählung.« (Libération)
»Eines der originellsten Radsportbücher, die es gibt, und noch dazu eines, das von einem aktiven Rennfahrer geschrieben wurde.« (The Inner Ring)
»Ein überaus unterhaltsames Buch mit dem nötigen Tempo und Humor.« (Het is koers)

Der Autor: Guillaume Martin, geboren 1993, gehört als Radprofi zur Weltspitze und ist zugleich Absolvent eines Masterstudiengangs in Philosophie an der Université Paris-Nanterre. 2019 und 2020 fuhr er bei der Tour de France jeweils in die Top 12 der Gesamtwertung. Auch als Autor hat er sich bereits einen Namen gemacht: Er ist Kolumnist für Le Monde und hat das Theaterstück »Platon vs. Platoche« verfasst, das vom Théâtre de la Boderie aufgeführt wurde. »Sokrates auf dem Rennrad« ist sein erstes Buch.


Dieses Buch ist auch als E-Book über alle gängigen Plattformen erhältlich. Hier geht’s zur E-Book-Leseprobe:
http://www.weiterlesen.de/sokrates

14,80 Euro inkl. 7% MwSt.
Broschur, 224 Seiten; aus dem Französischen von Christoph Sanders
ISBN 978-3-95726-053-6
24. Februar 2021

Montevarchi ganz nah

Die tausend Kilometer in die Toskana bin ich zweimal mit dem Rad gefahren. Ab dem 2. März ist Montevarchi nicht mehr so weit entfernt 🙂