Robert Herrmann wechselt auf Leihbasis zu den Rothosen

Der FC Würzburger Kickers hat sich mit Robert Herrmann verstärkt. Der 26-jährige Linksverteidiger wechselt auf Leihbasis bis 30. Juni 2020 vom Zweitligisten FC Erzgebirge Aue an den Dallenberg.Herrmann wurde im brandenburgischen Strausberg geboren und im Nachwuchsbereich des 1. FC Union Berlin ausgebildet. Nach neun Jahren bei den Köpenickern, für die er unter anderem 37 Spiele in der A-Junioren- und 24 Partien in der B-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost absolvierte, zog es den 1,81-Meter-Mann über Hannover 96 II und den VfL Wolfsburg II 2017 mit der Empfehlung von 125 Partien in der Regionalliga Nord (15 Tore, 45 Vorlagen) zum Zweitligisten SV Sandhausen. Im Hardtwald spielte Herrmann für ein Jahr, ehe ihn der FC Erzgebirge Aue im Sommer 2018 unter Vertrag nahm. Bei den Veilchen stand der Außenbahnspieler vergangene Zweitliga-Spielzeit 14 Mal auf dem Rasen. Nun läuft er am Dallenberg auf.„Wir sind froh, dass wir mit Robert einen laufstarken Linksverteidiger gefunden haben, der auf dieser Position in der 2. Liga schon starke Spiele abgeliefert hat. Er wird uns mit seinem Tempo und seinen Flankenläufen helfen“, sagt FWK-Cheftrainer Michael Schiele. Kickers-Vorstandsvorsitzender Daniel Sauer fügt hinzu, dass „wir einen weiteren Spieler mit Zweitliga-Erfahrung für uns gewinnen konnten. Wir wissen um seine Qualitäten und freuen uns, dass er diese ab sofort im FWK-Dress zeigen kann“.„Von den Kickers habe ich bislang nur Positives gehört. Ich freue mich, dass ich nun Teil dieses Teams bin, will hier meine Leistung abrufen und so viele Spiele wie möglich absolvieren“, erklärt Herrmann, der bei den Rothosen die Rückennummer 38 erhält.

Auf der Jagd nach Frankens Talenten: Der FC Würzburger Kickers und der FC Eintracht Bamberg 2010 kooperieren ab sofort im Nachwuchsbereich

Drittligist FC Würzburger Kickers und Bayernligist FC Eintracht Bamberg 2010 gehen im fränkischen Fußball ab sofort gemeinsame Wege: Vertreter beider Traditionsvereine unterzeichneten in der Halbzeitpause der Drittliga-Begegnung des FWK gegen Großaspach einen Kooperationsvertrag, von dem die Kickers, die seit Juli ein Bundesliga-Nachwuchsleistungszentrum betreiben, und der FCE bei der Förderung und Entwicklung von Talenten gleichermaßen profitieren sollen.

Das Hauptziel der Vereinbarung richtet sich auf die Ausbildung von Talenten in den Jahrgangsstufen U14 bis U19: Hierbei wollen beide Vereine Akteure austauschen oder ausleihen und dem jeweils anderen Empfehlungen geben, wenn Spieler mit besonderen Leistungen auffallen. Zudem soll es ein gemeinsames Scouting und einen gegenseitigen Wissenstransfer in den Bereichen Vereinsorganisation und -infrastruktur geben. Darüber hinaus sieht der Kooperationsvertrag vor, dass Trainer des FC Eintracht mindestens zweimal im Jahr an Workshops der Kickers teilnehmen können und ein Würzburger Lizenzspieler im Zuge einer Vereinsveranstaltung nach Bamberg kommen wird. Damit wird der FC Eintracht Bamberg künftig „offizieller Partner des NLZ – Kleine Rothosen“.

„Für uns steckt in dieser Zusammenarbeit viel drin. Allein die Tatsache, dass besonders talentierte Spieler der U19 aus Würzburg künftig über einen Transfervertrag in unserer Bayernliga-Mannschaft spielen könnten, ist ein echter Mehrwert“, betont Bernd Kaufer, Vorstandsmitglied des FC Eintracht sowie Vorsitzender des Fördervereins Jugendfußball, der den Kooperationsvertrag mit den Kickers eingefädelt hat. „Allerdings ist uns auch klar, dass wir vielleicht mal ein außergewöhnliches Talent im Jugendbereich oder einen Spitzenspieler der ersten Mannschaft an den Drittliga-Kader der Kickers abgeben müssen“, erklärt Wolfgang Scheibe, Abteilungsleiter Jugend beim FC Eintracht. Aber genau deswegen habe man den Kooperationsvertrag ja auch unterschieben, damit „beide Klubs möglichst viel Benefit davon haben“, so Scheibe weiter. Möglich ist es den Worten von FCE-Vorstandsmitglied Kaufer zufolge auch, dass Bamberger Spieler an Trainingseinheiten, Gastspielen oder Turnieren in Würzburg teilnehmen.

„Im Zuge unserer strategischen Ausrichtung und der Präferenzen im Nachwuchsbereich ist ein wesentlicher Bestandteil ein breit aufgestelltes Scouting und Kooperationsnetzwerk“, sagt Kickers-Präsident Daniel Sauer: „Aufgrund der Lage im oberfränkischen Raum, der seit Jahren überragenden Nachwuchsausbildung sowie der sehr angenehmen und schnell zielführenden Gespräche mit Bernd Kaufer freuen wir uns, dass wir mit dem FC Eintracht Bamberg 2010 einen absoluten Toppartnerverein als weiteren Baustein hierfür gefunden haben.“

FWK-NLZ-Leiter Jochen Seuling fügt hinzu, dass „die Inhalte der Kooperation im Wesentlichen festgelegt sind. Diese gilt es jetzt mit Leben zu füllen, was unter anderem meine Aufgabe sein wird. Darüber hinaus möchte ich in diesem Zusammenhang erwähnen, dass wir größten Wert darauf legen, dass zwischen den von uns angestrebten Kooperationen keine Interessenskonflikte entstehen, sodass für alle Vereine in diesem Netzwerk eine Win-Win-Situation entsteht“.

Einmalig in Unterfranken: Der FC Würzburger Kickers erhält die Anerkennung für ein Bundesliga-Nachwuchsleistungszentrum!

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat dem FC Würzburger Kickers Anfang März im Anschluss an die Sitzung des DFB-Jugendausschusses mitgeteilt, dass das langwierige Anerkennungsverfahren abgeschlossen ist und der FWK zum 1. Juli 2019 die Anerkennung als Bundesliga-Nachwuchsleistungszentrum erhält.

Damit haben die Kickers, deren NLZ künftig – der Tradition folgend – den Namen „DIE KLEINEN ROTHOSEN“ trägt, ein Alleinstellungsmerkmal in der Region, auf das die Verantwortlichen über einen langen Zeitraum intensiv hingearbeitet hatten. Schließlich ist das NLZ der Rothosen das erste Bundesliga-Nachwuchsleistungszentrum in der Geschichte des unterfränkischen Fußballs und das einzige im Umkreis von 100 Kilometern.

„Mit Zuerkennung des von uns angestrebten Status als Bundesliga-NLZ erhalten wir die Belohnung und Anerkennung unserer intensiven Arbeit in den vergangenen Jahren. Hier gebührt Jochen und seinem Team ein Riesenkompliment. Mit unfassbar hohem Einsatz haben wir diesen Schritt auch ohne professionelle externe Expertise geschafft, worauf der gesamte Verein stolz sein kann“, sagt FWK-Präsident Daniel Sauer.

NLZ-Leiter Jochen Seuling unterstreicht die Wichtigkeit der Entscheidung des DFB: „Für den Verein ist die Anerkennung ein Meilenstein und der nächste ganz wichtige Schritt zur weiteren Professionalisierung und Förderung der Nachwuchsspieler, um in den nächsten Jahren Talente aus den eigenen Reihen für den Profikader formen zu können. Die Voraussetzungen in sportlicher, personeller, struktureller Hinsicht zu schaffen, war und ist nach wie vor ein finanzieller Kraftakt für uns als kleiner Profiverein im Allgemeinen und für unsere kleine NLZ-Führungsriege in Bezug auf die Erfüllung der gestellten Aufgaben im Speziellen.“

Seuling, der seit Juli 2015 die Geschicke im Kickers-Nachwuchs leitet, betont, dass dies nur durch die „enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit dem gesamten FWK-Präsidium und insbesondere dem Vorstandsvorsitzenden Daniel Sauer sowie deren „bedingungslose Unterstützung“ möglich gewesen ist. Elementar wichtig war auch die Zusammenarbeit mit dem Organisatorischen Leiter Marius Fischer, den weiteren NLZ-Mitarbeitern sowie den Kooperationspartnern. Ein großer Dank gilt vor allem auch den Nachwuchstrainern um NLZ-Cheftrainer Rainer Zietsch und den Spielern für ihr „außergewöhnliches Engagement und ihre hohe Lernbereitschaft sowie die Offenheit, neue Wege zu gehen“. Nur so kann auch in Zukunft die Ausbildungsqualität weiter erhöht werden.

Denn klar ist: Die sportlichen Ausbildungsinhalte bilden den Kern eines Nachwuchsleistungszentrums. Nicht minder wichtig ist jedoch eine funktionierende Zusammenarbeit auf pädagogischem, psychologischem, medizinischem und physiotherapeutischem Gebiet sowie eine gute Schulkooperation, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Installation eines Fußball-Lehrers, der Aufbau eines ausgedehnten Netzwerks zur Prävention sowie eine umfangreiche medizinische Begleitung mit permanenten Untersuchungen der Spieler sowie eine pädagogische und psychologische Betreuung stellten große Herausforderungen für den Verein dar.
„Mit der Anerkennung zum Bundesliga-Nachwuchsleistungszentrum ist ein erster Schritt gemacht. Für die nächsten Steps, die folgen müssen, werden wir mit der gleichen Leidenschaft und Hingabe weiterarbeiten“, erklärt Seuling.

Bildunterzeile: (von links) Jochen Seuling (NLZ-Leiter), Daniel Sauer (FWK-Präsident), Marius Fischer (Organisatorischer Leiter NLZ).

Die Kickers nehmen Caniggia Elva aus St.Lucia unter Vertrag

Drei Tage nach dem 3:1-Heimsieg gegen den SV Wehen Wiesbaden kann der FC Würzburger Kickers einen weiteren Neuzugang verkünden: Die Rothosen haben Caniggia Elva, der in den vergangenen drei Spielzeiten beim VfB Stuttgart II spielte, unter Vertrag genommen. Der 1,78 Meter große Offensivmann hat am Dallenberg einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2019 mit der Option auf eine weitere Saison unterschrieben.

Elva ist auf St. Lucia, einem Inselstaat in der östlichen Karibik, geboren und neben der lucianischen auch die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt.


St. Lucia in der Karibik

Nach seinen Anfängen bei Calgary South West United zog es ihn im Alter von 18 Jahren zum VfB Stuttgart. Bei den Schwaben lief der heute 22-Jährige in der U23 auf und absolvierte dort 21 Drittliga- und 36 Regionalliga-Einsätze (sieben Tore, 14 Assists). „Caniggia ist ein temporeicher Spieler, der gerne Eins-gegen-Eins-Duelle sowie den Torabschluss sucht und im Training auch mit seiner Sprungkraft und Schnelligkeit überzeugt hat. Er macht uns in der Offensive noch flexibler, da er selbst nicht auf eine Position festgelegt ist, sondern auf mehreren Positionen spielen kann“, sagt FWK-Cheftrainer Michael Schiele. Kickers-Vorstandsvorsitzender Daniel Sauer fügt hinzu: „Wir haben mit Caniggia einen hoch veranlagten Spieler dazugewonnen, dessen Entwicklung längst noch nicht abgeschlossen ist. Er hat sich mit enormem Fleiß und großer Einsatzbereitschaft im Training empfohlen und wird den Konkurrenzkampf in der Offensive weiter anheizen.“