TSV Abtswind verlängert mit kompletten Trainerstab

Großes Lob von Sportleiter Thorsten Götzelmann

Zusammenarbeit mit den Trainern der zweiten und dritten Mannschaft wird ebenfalls fortgesetzt

Der TSV Abtswind setzt auf Kontinuität auf den Trainerpositionen: Claudiu Bozesan und sein gesamtes Trainerteam – Co-Trainer Razvan Paunescu, Athletik-Trainer Robert Mildenberger und Torwarttrainer Timo Katzenberger – gehen in eine weitere Saison bei den Grün-Weißen. „Ich fühle mich sehr wohl hier in Abtswind. Die Arbeitsbedingungen sind optimal, die Mannschaft hat großes Potenzial und ist entwicklungsfähig. Zudem funktioniert auch die Zusammenarbeit im Trainerteam sehr gut. Daher musste ich nicht lange überlegen und freue mich über das mir entgegengebrachte Vertrauen“, so Claudiu Bozesan, dessen Team aktuell auf Rang 12 in der Bayernliga Nord steht.

„Claudiu hat die Mannschaft im November 2019 in einer sehr schwierigen Situation übernommen. Er hat es geschafft, das Team zu formen und weiterzuentwickeln. Beständigkeit ist uns als Verein sehr wichtig. Deshalb freuen wir uns sehr, dass der gesamte Übungsleiterstab verlängert hat. Wir sind sehr zufrieden mit seiner Arbeit“, sagt Thorsten Götzelmann, sportlicher Leiter des TSV Abtswind.

Auch die Spielertrainer der zweiten und dritten Mannschaft haben bereits ihre Zusage für eine weitere Spielzeit gegeben. Während Patrick Gnebner, dessen Elf um den Aufstieg die Bezirksliga kämpft, in seine vierte Saison geht, betreut Michael Ludwig die Dritte, die in einer Spielgemeinschaft mit dem FC Geesdorf in der A-Klasse spielt, dann schon in seiner fünften Saison.

Zwangsweise Runderneuerung beim TSV Abtswind

Zehn Abgängen stehen nur sieben Zugänge gegenüber

Endlich darf wieder gekickt werden, auch im Wettbewerb, aber ohne Zuschauer! Bereits seit dem 20. Juli bereitet sich die erste Mannschaft des TSV Abtswind auf den Re-Start und die Mission Klassenerhalt vor. Losgehen soll es dann Anfang September mit den ersten Pflichtspielen, vorausgesetzt die Pandemie verläuft weiterhin glimpflich und das Bayerisches Innenministerium gibt dazu grünes Licht.  

Doch vor Wiederbeginn wird fleißig trainiert und getestet. Das Duell bei Ligakonkurrent ATSV Erlangen gewann die Mannschaft von Claudiu Bozesan vergangenen Samstag mit 3:2. In Oberschwarzach siegte der TSV am Mittwoch mit 6:0 gegen die SG Oberschwarzach/Wiebelsberg (Bezirksliga Ost). In den kommenden Wochen kommt es dann zu Duellen gegen die U19 der SpVgg Greuther Fürth aus der Bundesliga (Dienstag, 11.08.20), den Landesligisten TSV Kleinrinderfeld (Samstag, 15.08.) und FT Schweinfurt (Samstag, 22.08.) und dem Regionalligisten TSV Aubstadt (Samstag, 29.08.), bevor dann am 1. September der Totopokal starten soll.

Dabei geht es Übungsleiter Claudiu Bozesan vor allem darum, die neuen Spieler zu integrieren. Und das sind einige. Der frühere Schweinfurter und Würzburger Spieler Andreas Bauer kommt vom Landesligisten SV Euerbach/Kützberg und füllt einen Teil der Lücke in der Defensive. Mit Nicolas Engelking, der bei den großen Würzburger Vereinen ausgebildet wurde und zuletzt am College in den Vereinigten Staaten kickte, stößt ein weiterer Bayernliga erfahrener Akteur zum Kader. Auch Carmine De Biasi, zuletzt für Lokalrivale DJK/TSV Wiesentheid im Einsatz, hat sich beim VfB Eichstätt und dem Würzburger FV schon höherklassig seine Meriten verdient. Dazu wechselten die U19-Nachwuchstalente und Perspektivspieler Robin Offner (JFG Steigerwald), Marko Korene (SpVgg Greuther Fürth), Adin Jakobovici (FC Schweinfurt 05) und Fabio Groß (1. FC Nürnberg) ins Kräuterdorf. Damit wird der aktuelle Kader deutlich verjüngt.

Dieses Septett soll den unerwartet großen Aderlass auffangen. Das Trio Christopher Lehmann, Max Hillenbrand und Markus Thomann schloss sich dem Landesligisten SV Euerbach/Kützberg an, während Christian Steinmetz zum 1. Juli das Spielertraineramt bei der SpVgg Giebelstadt (Kreisklasse) übernahm. Dominik Schmitt wird zukünftig als spielender Trainerassistent die Geschicke beim FC Gerolzhofen mitbestimmen. Aus beruflichen Gründen stehen Christopher Lenhart und Jonas Wirth nicht mehr zur Verfügung.

Bereits im Winter hatten sich Philipp Hummel und Leon Heppt zurückgezogen. Der Vertrag mit Shawn Hilgert wurde in beidseitigem Einvernehmen aufgelöst. Damit hat der TSV Abtswind seit dem letzten Ligaspiel nahezu eine ganze Mannschaft verloren.

Auch Nicolas Wirsching und Marcel Ruft wollten sich eigentlich ihren Heimatvereinen SV Stammheim und SV Sommerach/Nordheim (beide Kreisliga) anschließen, bleiben aber wegen den „Corona-Turbulenzen“, die den TSV Abtswind besonders hart treffen, bis zum Saisonende in Abtswind und legen ihre Zukunftspläne vorerst auf Eis. Michael Dietl steht zumindest noch bis zum Jahresende zur Verfügung. „Die zahlreichen Abgänge sind unterschiedlichen Zusammenhängen geschuldet und für uns hinsichtlich der Neubesetzung, im Kontext mit den schwer nachvollziehbaren „Corona-Entscheidungen“ des BFV, zu einer extrem großen Herausforderung geworden. Einige Spieler hatten für den Sommer andere Pläne, die mit einer Weiterführung ihres Engagements beim TSV Abtswind nicht mehr vereinbar waren”, stellt Manager Christoph Mix klar. Er betrachtet es auch als eine Selbstverständlichkeit, dass die eigentlich für die ausgefallene Saison 2020/21 verpflichteten Zugänge, die verlängerte Saison bei ihren bisherigen Vereinen zu Ende spielen und somit für den TSV Abtswind erst ab Juli 2021 zur Verfügung stehen.

Aber nicht nur beim spielenden Personal, sondern auch im sportlichen Verantwortungsbereich hat sich etwas getan. Thorsten Götzelmann agiert seit Anfang des Jahres als Sportlicher Leiter. Er entlastet damit Manager Christoph Mix, der diese Position in der Vergangenheit in Doppelfunktion innehatte. Der frühere Abtswinder Spieler Razvan Constantin Paunescu hat zu Wiederbeginn des Trainingsbetriebs den Co-Trainerposten von Daniel Hämmerlein übernommen, der dieses Amt aus privaten Gründen nicht mehr umfassend ausfüllen konnte. Zudem steht der langjährige Torwarttrainer Timo Katzenberger nach seinem auskurierten Kreuzbandriss wieder auf dem Trainingsplatz.

Trotz der vielen Veränderungen im personellen Bereich bleiben die TSV-Verantwortlichen gelassen und sehen die Weichen für eine positive Zukunft in der Bayernliga bestmöglich gestellt. Text: Alexander Rausch