Depesche # 3129: Pilgern, Hochwasser und herrlicher Sonnenschein

Der erste gefühlte Frühlingstag heute. So kann es weitergehen. In Randersacker ist der Radweg überschwemmt, das hat nicht nur mich zu einer Planänderung was den Streckenverlauf angeht getroffen. Eine junge Pilgerin die den Jakobsweg von Würzburg nach Ulm laufen will staunte ebenfalls nicht schlecht. Habe gar nicht gewusst das es da einen Pilgerweg gibt. Könnte ich ja mal mit Gravelbike abfahren. Den Original Camino nach Santiago de Compostella bin ich vor Jahren schon einmal abgefahren. Das Frostpendeln geht auch nur noch 2 Tage, dann ist die Wintersaison auch schon wieder beendet. 100 Fahrten habe ich bis jetzt gemacht und dabei über 5000km geradelt. Zum Mittagessen habe ich mir ein Pilzragout gekocht und dazu gab es Kartoffeln aus dem Airfryer. Im Ohr heute u.a. Einmusik b2b Jonas Saalbach live at Preikestolen in Norway for Cercle. Auf Kleinanzeigen verkaufe ich ein sehr gut erhaltenes Mountain-Bike.

Depesche # 3109: Schock und weiterhin kaltes Wetter

Mit Bestürzung und großer Trauer habe ich die Nachricht vom Tode Thomas aufgenommen. Ich habe ihn vor einigen Jahren auf der Terrasse des Freibades kennengelernt. Wir wollten eigentlich heuer zusammen nach Gambia reisen, wo er schon des Öfteren Urlaub machte. Ich kann mich noch gut an die Biskuitostereier erinnern die er mir zu meinem 70 Geburtstag gebacken hatte. Seine letzte WhatsApp Nachricht bekam ich aus dem Krankenhaus. „Die haben mich mit Cortison vollgepumt!“ Ruhe in Frieden. Die Radtour heute war gut vom Tritt. Da man auf den Radwegen immer noch nicht fahren kann bin ich auf der Straße unterwegs. Ich nenne die Strecke die ich in den letzten Tagen gefahren bin den „Stern von Kaltensondheim“ 🙂 Der Trimm Pfad in Kitzingen wird entwidmet und der Schotterparkplatz in Etwashausen wird umgebaut. Im Ohr heute für Lupo Mick Fleetwood And Friends – Albatross

Depesche # 3104: Dem Schnee nach Mallorca entflohen

Im Winter verwandeln sich die Straßen Mallorcas in friedliche Wege. Mit weniger Touristenverkehr kann man mit dem Rennrad die Ruhe und landschaftliche Schönheit der Insel richtig genießen. Die ruhigen Straßen bieten ein unvergessliches Raderlebnis, bei dem man in Mallorcas natürlichen Charme eintauchen kann. Soweit die Theorie. Heuer war es aber anders wie in vergangenen Jahren. Starker Wind, zum Teil auch richtiger Sturm, wechselte sich mit sonnigen Tagen ab. Ich konnte nicht so viel fahren wie ich es mir vorgenommen hatte. Aber egal. Dafür standen andere Sachen im Blickpunkt die auch richtig Laune machten. Sauna, Eisbaden, nette Bekanntschaften schließen, lange Spaziergänge und traumhafte Sonnenuntergänge machten den Kurzurlaub dann doch zu einem richtig tollen Erlebnis. Nicht zu vergessen das sehr leckere Essen im Hotel direkt am Meer mit sehr nettem Personal und leckeren Angeboten. Für Menschen die den Tag gerne ein wenig Knülle beginnen wollten gab es jeden Morgen ausreichend Sekt zum Start. Zum Dinner bekam ich an einem Tag einmal von meinem aus Ägypten stammenden Lieblingshabibi vier Gläschen Mesclat, einen mallorquinischen Kräuterlikör hingestellt. Einen habe ich probiert. Alkohol ist aber nicht so meins. Vor dem Hotel gab es eine große Baustelle, für alle diejenigen die absolute Ruhe suchen ehr nicht geeignet. Das TUI Reisebüro im E-Center in Kitzingen hat mich auch nicht darauf hingewiesen. Am Airport habe ich dann gemerkt das man sich auf die Pushnachrichten der Airlines nicht 100% ig verlassen kann. Es ist von Vorteil, wenn man eine halbe Stunde vor dem Check-in nochmal einen Blick auf die Salidas Tafel wirft. In meinem Fall war der angekündigte Schalter dann nicht C58, sondern C32 verbunden mit einer ziemlich langen Wanderung durch den Airport. Eine Frau und ich halfen beim Umzug dann einem alten Ehepaar, das wie sich später herausstellte schon betagte 85 Jahre auf der Lebensuhr hatte. Zudem war der Mann dement, was einerseits lustig war andererseits mich auch sehr traurig machte. Die Frau war dann im Flieger meine Sitznachbarin wir unterhielten uns sehr gut, die Zeit ging sprichwörtlich wie im Flug vorbei. Sie ist eine tolle Malerin und hatte sich in Mallorca neue Inspirationen gesucht. Alles in allem war es eine schöne, abwechslungsreiche Woche ohne Schnee. Im Ohr der u.a. der mutige Song von Bruce Springsteen – Streets Of Minneapolis.

Depesche # 3080: Jahresrückblick

Waren es im letzten Jahr schon 11.080 km, so bin ich 2025 insgesamt 20.418.4 km geradelt und bin dabei ca. 120.000 hm geklettert. Höhepunkte Mallorca, Col de la Schlucht, Texaspass und die Radtouren im nördlichen Dänemark. Eigentlich bin ich für jede Radtour dankbar die ich im Alter von jetzt fast 73 Jahren noch fahren konnte. Gefreut habe ich mich auch, das ich für die Mainpost eine Sommer-Serie von schönen Radtouren beschreiben durfte: Malerische Fahrt zum Frankenberg, familienfreundliche Tour nach Eichfeld, Feierabendtour rund um Dettelbach sowie Graveltour zum Lindelbacher See sowie der Klassiker auf dem Mainradweg. Dann kam auch noch ein Interview dazu: 15.000 Kilometer pro Jahr im Radsattel: Was Hans Will an den Radwegen im Landkreis schätzt und was er kritisiert.

Mein großer Dank gilt meiner Lundi ohne deren Verständnis ich das nicht in diesem Umfang hätte durchziehen können. Ein Vergelts Gott auch an meine temporären Mitfahrer Dieter, Thomas, Schorsch, Marcus und Leo, hat Spaß gemacht dieses Jahr. Für 2026 wünsche ich mir Gesundheit und Frieden in der Welt. Allen Mitlesern wünsche ich ein Gesundes 2026.

Kleines Bilder Potpourri von Januar bis Dezember.

Depesche # 3127: Nepomuk mit verbundenen Augen

Feuchte Maintalrunde. Schön warm wars. Das Mainfranken Logo erinnert mich immer an eine schöne Radsportzeit vor 45 Jahren und der Henninger Ausleger in Dettelbach an eine ebenfalls schon lange vergangene Zeit beim Henninger Turm Rennen in Frankfurt. Im Ohr u.a. Deutscher Reggae mit Hans Söllner – Loben und Preisen, den ich vor 13 Jahren in der Posthalle fotografiert habe.

Nepal-Rundreise-Highlights jenseits von Mainfranken

Reisende, die nach inspirierenden Zielen abseits ihrer gewohnten Pfade suchen, finden in Nepal eine Fülle an Naturschönheiten und kulturellem Reichtum. Eingebettet zwischen Indien und China bietet Nepal majestätische Berge, subtropische Dschungel und pulsierende Städte mit jahrhundertealten Tempeln. Die Erkundung des Landes bedeutet zu sehen, wie verschiedene Regionen, vom Kathmandu-Tal bis zum Himalaya, die Kultur und Geschichte des nepalesischen Volkes widerspiegeln. Die hier hervorgehobenen Orte sollen den Besuchern einen umfassenden Eindruck der Erlebnisse vermitteln, die sie auf einem winterfreundlichen Abenteuer durch Nepal erwarten.

Das Kathmandu-Tal erkunden

Das Kathmandu-Tal ist das kulturelle und religiöse Herz Nepals. Es umfasst eine Sammlung alter Städte, Klöster und Tempel, deren Ursprünge mehr als tausend Jahre zurückreichen. In Kathmandu selbst beherbergt der Durbar-Platz Paläste, Tempel und Innenhöfe, die einst das königliche Zentrum der Malla-Könige waren. Der Platz umfasst den Hanuman-Dhoka-Palast, den Taleju-Tempel und die Residenz der Kumari, oder lebenden Göttin. Nördlich des Stadtzentrums bietet die auf einem Hügel gelegene Swayambhunath-Stupa, oft Affentempel genannt, einen Panoramablick über das Tal und die Möglichkeit, buddhistische und hinduistische Praktiken Seite an Seite zu erleben. Östlich von Kathmandu liegt Boudhanath, eine der größten Stupas der Welt und ein wichtiger Ort für den tibetischen Buddhismus. Die umliegenden Straßen sind von Klöstern gesäumt, in denen Besucher Mönche bei täglichen Ritualen beobachten oder an Lehrveranstaltungen über die Geschichte und Bedeutung der Stupa teilnehmen können.

Wildtiere und Natur im Chitwan-Nationalpark

Südlich des Himalaya-Vorlandes beherbergen die Ebenen nahe der indischen Grenze tropische Wälder und Grasländer, die Lebensraum für einige der am stärksten gefährdeten Arten Asiens bieten. Der Chitwan-Nationalpark ist Nepals erster Nationalpark und ein UNESCO-Welterbe, das für seine Tierwelt bekannt ist. Geführte Spaziergänge entlang von Waldpfaden und Kanufahrten auf dem Rapti-Fluss ermöglichen es Besuchern, Panzernashörner, Krokodile und Wildschweine zu beobachten. Auf organisierten Safaris ist es möglich, Bengaltiger durch das hohe Gras streifen zu sehen, auch wenn Sichtungen von vielen Faktoren abhängen und nie garantiert sind. Ein Besuch im Park beinhaltet in der Regel auch das Kennenlernen von Naturschutzmaßnahmen und der indigenen Tharu-Kultur der Region, deren charakteristische Häuser und Handwerkskunst in Dörfern in der Nähe des Parks zu sehen sind. Solche Erlebnisse machen Chitwan zu einem Höhepunkt einer rundreise Nepal, da sie zeigen, wie Natur und menschliche Gemeinschaften in der Tiefebene Terai nebeneinander bestehen.

Trekking und Entspannung rund um Pokhara

Pokhara liegt am Rand des Phewa-Sees in Zentralnepal und dient als Tor zum Annapurna-Gebirge. Die Lage der Stadt bietet Ausblicke auf schneebedeckte Gipfel und macht sie zu einer idealen Basis für kurze Wanderungen oder längere Expeditionen in den Himalaya. Spazierwege um den See und zu lokalen Aussichtspunkten ermöglichen es Besuchern, das Landleben und terrassierte Reisfelder zu erleben. Von Pokhara führen kurze Wanderungen zu Dörfern wie Naudanda, wo Reisende den Sonnenaufgang über dem Annapurna-Massiv beobachten und in einem kleinen Café mit Blick auf die Berge Tee genießen können. Die Stadt bietet außerdem die Möglichkeit, tibetische Flüchtlingslager und Klöster zu besuchen, wo lokales Handwerk und das Gemeinschaftsleben einen weiteren Aspekt der kulturellen Vielfalt Nepals offenbaren.

Praktische Tipps

  • Beste Reisezeiten: Frühling und Herbst bieten klare Bergblicke und milde Temperaturen, was diese Jahreszeiten ideal für den Besuch von Hoch- und Tiefland macht.
  • Kleidung und Ausrüstung: Packen Sie mehrere Schichten für unterschiedliche Temperaturen ein. Leichte Kleidung ist tagsüber in Kathmandu und Pokhara geeignet, doch morgens und abends kann es kühl werden, besonders in höheren Lagen. Stabiles Schuhwerk wird für die Erkundung von Tempeln und Wanderwegen empfohlen.
  • Wildtierbeobachtung: Befolgen Sie bei Besuchen in Nationalparks die Anweisungen der Führer und halten Sie einen sicheren Abstand zu den Tieren.
  • Kultureller Respekt: Ziehen Sie Schuhe und Hüte aus, wenn Sie Tempel oder Klöster betreten, und fragen Sie um Erlaubnis, bevor Sie Personen fotografieren, insbesondere Mönche oder religiöse Zeremonien.

Fazit

Eine Nepal-Rundreise führt Reisende zu Landschaften und Kulturen, die von Himalaya-Gipfeln bis zu tropischen Wäldern reichen. Die Tempel und Stupas des Kathmandu-Tals offenbaren Jahrhunderte der Geschichte, der Chitwan-Nationalpark bietet Begegnungen mit seltenen Tieren und Einblicke in den Naturschutz, und Pokhara ist ein Ausgangspunkt für Bergwanderungen und Erlebnisse des Dorflebens. Zusammen zeigen diese Höhepunkte, wie Nepals natürliche und kulturelle Vielfalt es zu einem lohnenden Reiseziel für Entdecker macht, die etwas jenseits vertrauter Reiserouten suchen.

Depesche # 3129: Sonne, Wind und hohe Wellen

Urlaub in Dänemark. Unten ein paar Impressionen. Ich habe wieder viel zu viele Bilder gemacht. Cool war schon der Start mit „Höhle der Löwen“ Star Ralf Dümmel, den ich auf dem Frankfurter Flughafen getroffen habe. Aber danach wars erst richtig schön im Ferienhaus in den Dünen. Im Meer konnte man noch baden und die Sonnenuntergänge waren grandios.

Standseilbahn Ascensor da Glória in Lissabon stürtzte ab

Bei dem Unglück mit einer Standseilbahn in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon hat es kein deutsches Todesopfer gegeben. Das teilte die deutsche Botschaft in Lissabon mit. Ich bin mit dem Ding auch schon einmal gefahren.

Depesche # 3091: Verlängerte Frankenbergrunde

Unterwegs sehr netten Radler kennengelernt. Lebt in Thailand und ist zur Zeit auf Besuch in D. Kennt sich aus im Radsport. Beim Fachsimpeln verging die Zeit wie im Flug. Ausführliche Beschreibung der Frankenbergrunde von mir, mit vielen Bildern, gibt es in der Mainpost. Beim Frühstück auf der Terasse Sonnenaufgang und Flieger geknipst. Am Nachmittag bei 37 Grad noch zwei Fußballspiele in Volkach und Abtswind fotografiert. Im ohr heute u.a. atie Melua – Nine Million Bicycles

Depesche # 3082: „Im Auge des Vulkans“

Kurzurlaub am Kaiserstuhl und im Elsaß. Dabei einen alten Freund besucht den ich schon seit über 40 Jahren kenne. Sibylle und Hans Breisacher haben mitten in Ihringen am Kaiserstuhl auf 3000 Quadratmetern ein vielfältiges Paradies geschaffen. Mit dem Rad bin ich u.a. den Texaspass und den Col de La Schlucht gefahren auch hier war ich vor 40 Jahren schon einmal. Das gilt auch für das Rasthaus Lenzenberg, wo wir vorzüglich gespeist haben. Gewundert habe ich mich das viele Fotografen mit riesigen Objektiven am Lenzenberg rummarschiert sind. Später erfuhr ich das sie Bienenfresser und Wiedehopf vor die Linse bekommen wollten. Früher hätte ich da mitgemacht aber zur Zeit ist mir das Radfahren wichtiger. Schon ein schönes Fleckchen Erde dort. Der Spätburgunder schmeckte mir auch vorzüglich.Aber Radfahren ist nicht alles, darum hat es Lundi auch gut gefallen.

A weng naus # 2803 – Vorfrühling in Mallorca

Waren schöne Tage auf der Insel. Viel erlebt, gut gegessen und viel gefahren. Ein paar Profiteams haben Fahrer.innen und Material getestet. Eisbaden war auch eine Erfahrung. An- und Abreise problemlos. Bis auf die Rückfahrt vom Frankfurter Fernbahnhof nach Würzburg, da blobbte die Meldung auf, das der ICE nicht in Aschaffenburg hält. Weil der Verdächtige versucht haben soll, über Bahngleise zu fliehen, wurde der Bahnverkehr in Aschaffenburg eingestellt. Züge von und nach Aschaffenburg wurden zunächst zurückgehalten. Das bedeutete dann vierzig Minuten Verspätung weil der Zug auf Nebenstrecken durch den Spessart fuhr – Kein Problem. Ich musste an die Familie des zweijährigen Kindes, das durch den Afganen getötet wurde, denken. Schrecklich.

In Bearbeitung