Depesche # 3104: Dem Schnee nach Mallorca entflohen

Im Winter verwandeln sich die Straßen Mallorcas in friedliche Wege. Mit weniger Touristenverkehr kann man mit dem Rennrad die Ruhe und landschaftliche Schönheit der Insel richtig genießen. Die ruhigen Straßen bieten ein unvergessliches Raderlebnis, bei dem man in Mallorcas natürlichen Charme eintauchen kann. Soweit die Theorie. Heuer war es aber anders wie in vergangenen Jahren. Starker Wind, zum Teil auch richtiger Sturm, wechselte sich mit sonnigen Tagen ab. Ich konnte nicht so viel fahren wie ich es mir vorgenommen hatte. Aber egal. Dafür standen andere Sachen im Blickpunkt die auch richtig Laune machten. Sauna, Eisbaden, nette Bekanntschaften schließen, lange Spaziergänge und traumhafte Sonnenuntergänge machten den Kurzurlaub dann doch zu einem richtig tollen Erlebnis. Nicht zu vergessen das sehr leckere Essen im Hotel direkt am Meer mit sehr nettem Personal und leckeren Angeboten. Für Menschen die den Tag gerne ein wenig Knülle beginnen wollten gab es jeden Morgen ausreichend Sekt zum Start. Zum Dinner bekam ich an einem Tag einmal von meinem aus Ägypten stammenden Lieblingshabibi vier Gläschen Mesclat, einen mallorquinischen Kräuterlikör hingestellt. Einen habe ich probiert. Alkohol ist aber nicht so meins. Vor dem Hotel gab es eine große Baustelle, für alle diejenigen die absolute Ruhe suchen ehr nicht geeignet. Das TUI Reisebüro im E-Center in Kitzingen hat mich auch nicht darauf hingewiesen. Am Airport habe ich dann gemerkt das man sich auf die Pushnachrichten der Airlines nicht 100% ig verlassen kann. Es ist von Vorteil, wenn man eine halbe Stunde vor dem Check-in nochmal einen Blick auf die Salidas Tafel wirft. In meinem Fall war der angekündigte Schalter dann nicht C58, sondern C32 verbunden mit einer ziemlich langen Wanderung durch den Airport. Eine Frau und ich halfen beim Umzug dann einem alten Ehepaar, das wie sich später herausstellte schon betagte 85 Jahre auf der Lebensuhr hatte. Zudem war der Mann dement, was einerseits lustig war andererseits mich auch sehr traurig machte. Die Frau war dann im Flieger meine Sitznachbarin wir unterhielten uns sehr gut, die Zeit ging sprichwörtlich wie im Flug vorbei. Sie ist eine tolle Malerin und hatte sich in Mallorca neue Inspirationen gesucht. Alles in allem war es eine schöne, abwechslungsreiche Woche ohne Schnee. Im Ohr der u.a. der mutige Song von Bruce Springsteen – Streets Of Minneapolis.

Depesche # 3080: Jahresrückblick

Waren es im letzten Jahr schon 11.080 km, so bin ich 2025 insgesamt 20.418.4 km geradelt und bin dabei ca. 120.000 hm geklettert. Höhepunkte Mallorca, Col de la Schlucht, Texaspass und die Radtouren im nördlichen Dänemark. Eigentlich bin ich für jede Radtour dankbar die ich im Alter von jetzt fast 73 Jahren noch fahren konnte. Gefreut habe ich mich auch, das ich für die Mainpost eine Sommer-Serie von schönen Radtouren beschreiben durfte: Malerische Fahrt zum Frankenberg, familienfreundliche Tour nach Eichfeld, Feierabendtour rund um Dettelbach sowie Graveltour zum Lindelbacher See sowie der Klassiker auf dem Mainradweg. Dann kam auch noch ein Interview dazu: 15.000 Kilometer pro Jahr im Radsattel: Was Hans Will an den Radwegen im Landkreis schätzt und was er kritisiert.

Mein großer Dank gilt meiner Lundi ohne deren Verständnis ich das nicht in diesem Umfang hätte durchziehen können. Ein Vergelts Gott auch an meine temporären Mitfahrer Dieter, Thomas, Schorsch, Marcus und Leo, hat Spaß gemacht dieses Jahr. Für 2026 wünsche ich mir Gesundheit und Frieden in der Welt. Allen Mitlesern wünsche ich ein Gesundes 2026.

Kleines Bilder Potpourri von Januar bis Dezember.

Depesche # 3127: Nepomuk mit verbundenen Augen

Feuchte Maintalrunde. Schön warm wars. Das Mainfranken Logo erinnert mich immer an eine schöne Radsportzeit vor 45 Jahren und der Henninger Ausleger in Dettelbach an eine ebenfalls schon lange vergangene Zeit beim Henninger Turm Rennen in Frankfurt. Im Ohr u.a. Deutscher Reggae mit Hans Söllner – Loben und Preisen, den ich vor 13 Jahren in der Posthalle fotografiert habe.

Depesche # 3129: Sonne, Wind und hohe Wellen

Urlaub in Dänemark. Unten ein paar Impressionen. Ich habe wieder viel zu viele Bilder gemacht. Cool war schon der Start mit „Höhle der Löwen“ Star Ralf Dümmel, den ich auf dem Frankfurter Flughafen getroffen habe. Aber danach wars erst richtig schön im Ferienhaus in den Dünen. Im Meer konnte man noch baden und die Sonnenuntergänge waren grandios.

Standseilbahn Ascensor da Glória in Lissabon stürtzte ab

Bei dem Unglück mit einer Standseilbahn in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon hat es kein deutsches Todesopfer gegeben. Das teilte die deutsche Botschaft in Lissabon mit. Ich bin mit dem Ding auch schon einmal gefahren.

Depesche # 3091: Verlängerte Frankenbergrunde

Unterwegs sehr netten Radler kennengelernt. Lebt in Thailand und ist zur Zeit auf Besuch in D. Kennt sich aus im Radsport. Beim Fachsimpeln verging die Zeit wie im Flug. Ausführliche Beschreibung der Frankenbergrunde von mir, mit vielen Bildern, gibt es in der Mainpost. Beim Frühstück auf der Terasse Sonnenaufgang und Flieger geknipst. Am Nachmittag bei 37 Grad noch zwei Fußballspiele in Volkach und Abtswind fotografiert.

Depesche # 3082: „Im Auge des Vulkans“

Kurzurlaub am Kaiserstuhl und im Elsaß. Dabei einen alten Freund besucht den ich schon seit über 40 Jahren kenne. Sibylle und Hans Breisacher haben mitten in Ihringen am Kaiserstuhl auf 3000 Quadratmetern ein vielfältiges Paradies geschaffen. Mit dem Rad bin ich u.a. den Texaspass und den Col de La Schlucht gefahren auch hier war ich vor 40 Jahren schon einmal. Das gilt auch für das Rasthaus Lenzenberg, wo wir vorzüglich gespeist haben. Gewundert habe ich mich das viele Fotografen mit riesigen Objektiven am Lenzenberg rummarschiert sind. Später erfuhr ich das sie Bienenfresser und Wiedehopf vor die Linse bekommen wollten. Früher hätte ich da mitgemacht aber zur Zeit ist mir das Radfahren wichtiger. Schon ein schönes Fleckchen Erde dort. Der Spätburgunder schmeckte mir auch vorzüglich.Aber Radfahren ist nicht alles, darum hat es Lundi auch gut gefallen.

A weng naus # 2803 – Vorfrühling in Mallorca

Waren schöne Tage auf der Insel. Viel erlebt, gut gegessen und viel gefahren. Ein paar Profiteams haben Fahrer.innen und Material getestet. Eisbaden war auch eine Erfahrung. An- und Abreise problemlos. Bis auf die Rückfahrt vom Frankfurter Fernbahnhof nach Würzburg, da blobbte die Meldung auf, das der ICE nicht in Aschaffenburg hält. Weil der Verdächtige versucht haben soll, über Bahngleise zu fliehen, wurde der Bahnverkehr in Aschaffenburg eingestellt. Züge von und nach Aschaffenburg wurden zunächst zurückgehalten. Das bedeutete dann vierzig Minuten Verspätung weil der Zug auf Nebenstrecken durch den Spessart fuhr – Kein Problem. Ich musste an die Familie des zweijährigen Kindes, das durch den Afganen getötet wurde, denken. Schrecklich.

In Bearbeitung

A weng naus # 2716 – Weiter gehts

Wer rastet der rostet. Alte Weisheit stimmt aber. Im Ohr u.a. heute Bryan Ferry – Live at Glastonbury Festival 2014 – Was war noch heute: Schnaps probiert der genau so alt ist wie ich nur noch ein wenig schärfer. Dann habe ich Urlaubspost aus Tropeo bekommen, grad neidisch könnt mer wern. Dazu ist ja zur Zeit die Movember Aktion mit dem Schnurrbart.

Review der 10000 km

So geschafft 10000km auf dem Rad. Wenn mir das jemand am Jahresanfang gesagt hätte dann würde ich bestimmt gesagt haben das er verrückt sei. Aber im Frühjahr lief es so gut. Im ersten Quartal waren über 3000km auf der Uhr. Ich träumte von einer Bikepacking-Tour nach Albanien. Dazu habe ich gedacht ich mache für jedes Lebensjahr 100km, also 7200 km das wären 240 Erlach-Runden gewesen. Ein schwerer Sturz mit Schlüsselbeinbruch und einige Wochen später die vierte Lungenembolie machten mir einen Strich durch die Rechnung. Da dachte ich nicht mehr ans Radfahren. Zwei Monate Zwangspause. Aber irgendwie habe ich mich wieder aufgerappelt ganz nach meinem Motto „Never give up“ und es lief wieder. Hier gilt mein Dank an meinem Trainingspartner Dieter, meiner lieben Lundi und meinem Dickschädel. Jetzt sind es in neun Monaten in denen ich fahren konnte 10000km geworden, geschwommen bin ich über 100km und die Kilometer die ich mit Rodica spazieren gegangen bin habe ich nicht gezählt. Egal ich bin wieder gesund und nur das zählt. Planen werde ich nichts mehr. Aber das Radfahren macht mir wieder richtig Spaß. Der Restart war hier. Danke Heiko das du mich da motiviert hast wieder auf den Bock zu steigen. Höhepunkte für mich heuer waren die zwei Trainingsaufenthalte in Mallorca im Frühjahr und Herbst und die Touren in Südfrankreich mit den Jungs aus unserer Partnerstadt Prades. Natürlich hat so eine 10000km Challenge auch eine positive Auswirkung auf meine Resilienz im gesetzten Alter. Man lernt Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung. Die Fähigkeit, innezuhalten und sich selbst wahrzunehmen. Resiliente Menschen haben auch in Krisenzeiten Zugang zu positiven Gefühlen. Das regelmäßige Erleben angenehmer Emotionen steigert unsere Widerstandsfähigkeit.In Krisen, wie bei meiner schweren Krankheit mit dem Krankenhausaufenthalt, ist es wichtig, die Auslöser für Stress zu erkennen und diesen wirksam entgegen zu steuern. Was mir zum Glück gelang.