Depesche # 3210: Thüringen Rundfahrt

Um es auf einen einfachen Nenner zu bringen. Es war grandios aber auch sehr anstrengend. Gestartet am Sonntagmorgen bei schönstem Wetter. Der Rückenwind hat uns nach Themar geblasen. In Schweinfurt fuhren wir ein kurzes Stück neben den Triathleten des dort stattfindenden MainCityTriathlon. Zwischendrin machten wir eine Pause am Badesee von Sulzfeld im Grabfeld. Leckere und preiswerte griechische Küche dort. Bei Frank Schmidt im Gasthof Linden-Eck hatten wir unsere erste Übernachtung, der Wirt macht eigenen Likör und sein Hobby ist Marmeladen kochen. Es gab mindestens 15 verschiedene zum Frühstück. Mein Favorit Holunderblüte mit Ingwer. Am Abend davor hatten wir mit Rinder Roulade und Hütes (Thüringer Klöße), Rotkraut und Brokkoli die nötigen Kalorien wieder aufgefüllt. Die Fahrt nach Eisenach war dann wie erwartet sehr kräftezehrend. Der Radweg nach Zella-Mehlis, der Partnerstadt von Marktbreit, war sehr schlecht beschildert und es kam wie es kommen musste wir standen plötzlich mitten im Thüringer Wald. Wir sind dann mit unseren umgebauten Rennrädern einen sehr steilen Downhill der übelsten Sorte hinuntergefahren. Es grenzt an ein Wunder das keiner von uns gestürzt ist. Vieleicht war es aber auch fahrerisches Können, 🙂 Kaffee und Kuchen in Zella-Mehlis stärkte uns für die Weiterfahrt nach Eisenach. Dort hatten wir mit der Pension „Zum Burschen“ eine schöne Unterkunft mit sehr reichhaltigem Frühstück. Am Abend nach einem Stadtbummel genossen wir bei im Bellagio Eiscafé Lounge Bar die gute Küche. Große Namen lebten in der Stadt von Martin Luther bis Johannes Sebastian Bach. Für Kultur wollten wir uns die Zeit nicht nehmen die dritte schwere Etappe wartete auf uns. Eigentlich sollte es das leichteste Teilstück der Rundfahrt werden mit Genussradeln an der Werra entlang. Aber das Wetter und die schlechte Beschilderung hatten etwas dagegen. Wobei wir auf dieser Etappe auch schöne Momente erleben konnten. Durchnässt in Meiningen angekommen fanden wir relativ schnell unsere Unterkunft in der Pension Schlemmerstube. Am Abend genossen wir dann Thüringer Hausmannskost im Gasthaus Linde. Viele Stammgäste, preiswertes Bier und jeder Gast der zur Tür hereinkommt klopft auf fast jeden Tisch. Man kennt sich hier. Essen war gut und reichlich. Das brauchten wir auch denn der Wettergott versprach nichts Gutes. Bei herrlichem Sonnenschein sind wir dann gestartet und wurden dann aber auf der weiteren Fahrt mehrfach geduscht. Nach Schweinfurt, wo wir uns im Straßencafé der Bäckerei Götz, nochmal stärkten, hatten wir herrlichen Sonnenschein aber auch immer noch gegen den starken Wind zu kämpfen. Glücklich und zufrieden trudelten wir dann in Kitzingen ein. Alles in Allem ein tolles Erlebnis dreier in die Jahre gekommenen älteren Herrn im Alter von 78, 73 und 72. 490 km und ca. 5000 Höhenmeter, können auch ein paar mehr gewesen sein, zeigten am Schluss die Tachos an. Die Zeit spielte für uns keine Rolle der Weg war das Ziel und alles mit dem Bio-Bike. 😉 Im Ohr heute u.a. J.S. Bach -Toccata & Fugue in D-minor BWV 565 – Stephanuskerk Hasselt

Depesche # 3208: Morgentour zum letzten Check up

Morgen früh starten wir zu unserer Thüringen Rundfahrt. Dieter hat mein Rad nochmal gecheckt. In seinem Garten stehen die Giro Schafe im Maglia Rosa 🙂 Einen, in der letzten Zeit, seltenen Anblick konnte man am Main Kai sehen. Das Fluss Kreuzfahrtschiff River Duchess „parkte“ vor der Alten Synagoge. Fotografiert habe ich den Pott schon des Öfteren. Hier, hier, hier und hier.
Meine Rovantiv Taschen sind zum Teil schon gepackt. Arschrakete, Lenkertasche und zwei Oberrohrtaschen.
Im Ohr heute u.a. Santana & B.B.King –The Thrill of the Crossroads – Classic Blues Guitar Album 1980s Style
Später noch Fußball fotografiert. Letzter Spieltag. Auch für Dennis Ketturkat, Spielertrainer beim SSV Kitzingen. Heute mit wenig Fortune gegen Pflaumheim.
Repperndorf feiert auf dem Bayernplatz nach einem 3:1 den Aufstieg in die Kreisklasse.
Barro war in Abtswind und hat den 4:0 Heimsieg des TSV fotografiert.

Depesche # 3173: Experiment Bikepacking geglückt

Mehr noch es hat mir großen Spaß bereitet obwohl die letzte Etappe total verregnet war. Gestartet vor der Haustür Richtung Fürth, am Abend Geburtstag gefeiert. Der Oppmann Sekt war richtig gut. Am nächsten Tag von Fürth (Start am Centaurenbrunnen) nach Rothenburg ob der Tauber dort Übernachtung direkt neben dem Plönlein und nach reichhaltigen Frühstück wieder zurück nach Kitzingen. Unterwegs durch Dietenhofen der Base von Gancino Circus, super Mittagessen in Götteldorf und Nachmittagscafe in Colmberg. Es waren dann 225 Kilometer. Ich konnte die zweite Etappe mit tollen Menschen fahren mit satisfaction and happiness. Am Sonntag nach der Regenfahrt von Rothenburg nach Kitzingen, kurz heiß geduscht und dann nach Gaukönigshofen und Marktbreit gefahren und a weng Fußball im Regen fotografiert. Wout van Aert triumphiert überraschend im Radstadion von Roubaix. Eine noch größere Überraschung war der Sieg von Franzi Koch bei dem Frauenrennen von Paris – Roubaix. Im Ohr heute u.a. Die Gankino Circus Show, Vol. 1.

Depesche # 3171: Ausflug nach Lohr am Main

Lohr nennt sich ja selbst auch Schneewittchen-Stadt. Lundi hatte die Idee und es hat uns gut gefallen. Schöne lebendige Altstadt mit vielen Straßencafes. Bis auf ein paar, in Nordbayern ja übliche Umleitungen war auch die Anfahrt Okay. Vor der 12 Uhr Erhöhung noch für 2.28 Euro Diesel getankt. 🙁 Dann gibt es noch eine traurige Nachricht heute. Mario Adorf ist gestorben. Ruhe in Frieden. Ich habe ihn mal auf der Buchmesse in Frankfürt fotografieren dürfen. Im Ohr heute u.a. Crosby, Stills & Nash – Greatest Hits (Full Album)

Depesche # 3167: Grandioser Sonnenaufgang am Ostersonntag und Rennradtour nach Rothenburg und zurück

Sicherlich kann man den Ostersonntag gemütlicher verbringen. Rennradfahren macht mir aber immer noch richtig Spaß. Nach herrlichem Sonnenaufgang und ausgewogenen Frühstück ging es los. Wir haben dem starken Wind getrotzt, sind 1060hm gekraxelt und haben die 107 km ohne größere Schwiergkeiten geschafft. Hier kann man die den Streckenverlauf verfolgen. Danke Thomas für die tolle Strecke. Im Ohr heute u.a. Ekseption – Toccata.

Depesche # 3129: Pilgern, Hochwasser und herrlicher Sonnenschein

Der erste gefühlte Frühlingstag heute. So kann es weitergehen. In Randersacker ist der Radweg überschwemmt, das hat nicht nur mich zu einer Planänderung was den Streckenverlauf angeht getroffen. Eine junge Pilgerin die den Jakobsweg von Würzburg nach Ulm laufen will staunte ebenfalls nicht schlecht. Habe gar nicht gewusst das es da einen Pilgerweg gibt. Könnte ich ja mal mit Gravelbike abfahren. Den Original Camino nach Santiago de Compostella bin ich vor Jahren schon einmal abgefahren. Das Frostpendeln geht auch nur noch 2 Tage, dann ist die Wintersaison auch schon wieder beendet. 100 Fahrten habe ich bis jetzt gemacht und dabei über 5000km geradelt. Zum Mittagessen habe ich mir ein Pilzragout gekocht und dazu gab es Kartoffeln aus dem Airfryer. Im Ohr heute u.a. Einmusik b2b Jonas Saalbach live at Preikestolen in Norway for Cercle. Auf Kleinanzeigen verkaufe ich ein sehr gut erhaltenes Mountain-Bike.

Depesche # 3109: Schock und weiterhin kaltes Wetter

Mit Bestürzung und großer Trauer habe ich die Nachricht vom Tode Thomas aufgenommen. Ich habe ihn vor einigen Jahren auf der Terrasse des Freibades kennengelernt. Wir wollten eigentlich heuer zusammen nach Gambia reisen, wo er schon des Öfteren Urlaub machte. Ich kann mich noch gut an die Biskuitostereier erinnern die er mir zu meinem 70 Geburtstag gebacken hatte. Seine letzte WhatsApp Nachricht bekam ich aus dem Krankenhaus. „Die haben mich mit Cortison vollgepumt!“ Ruhe in Frieden. Die Radtour heute war gut vom Tritt. Da man auf den Radwegen immer noch nicht fahren kann bin ich auf der Straße unterwegs. Ich nenne die Strecke die ich in den letzten Tagen gefahren bin den „Stern von Kaltensondheim“ 🙂 Der Trimm Pfad in Kitzingen wird entwidmet und der Schotterparkplatz in Etwashausen wird umgebaut. Im Ohr heute für Lupo Mick Fleetwood And Friends – Albatross

Depesche # 3104: Dem Schnee nach Mallorca entflohen

Im Winter verwandeln sich die Straßen Mallorcas in friedliche Wege. Mit weniger Touristenverkehr kann man mit dem Rennrad die Ruhe und landschaftliche Schönheit der Insel richtig genießen. Die ruhigen Straßen bieten ein unvergessliches Raderlebnis, bei dem man in Mallorcas natürlichen Charme eintauchen kann. Soweit die Theorie. Heuer war es aber anders wie in vergangenen Jahren. Starker Wind, zum Teil auch richtiger Sturm, wechselte sich mit sonnigen Tagen ab. Ich konnte nicht so viel fahren wie ich es mir vorgenommen hatte. Aber egal. Dafür standen andere Sachen im Blickpunkt die auch richtig Laune machten. Sauna, Eisbaden, nette Bekanntschaften schließen, lange Spaziergänge und traumhafte Sonnenuntergänge machten den Kurzurlaub dann doch zu einem richtig tollen Erlebnis. Nicht zu vergessen das sehr leckere Essen im Hotel direkt am Meer mit sehr nettem Personal und leckeren Angeboten. Für Menschen die den Tag gerne ein wenig Knülle beginnen wollten gab es jeden Morgen ausreichend Sekt zum Start. Zum Dinner bekam ich an einem Tag einmal von meinem aus Ägypten stammenden Lieblingshabibi vier Gläschen Mesclat, einen mallorquinischen Kräuterlikör hingestellt. Einen habe ich probiert. Alkohol ist aber nicht so meins. Vor dem Hotel gab es eine große Baustelle, für alle diejenigen die absolute Ruhe suchen ehr nicht geeignet. Das TUI Reisebüro im E-Center in Kitzingen hat mich auch nicht darauf hingewiesen. Am Airport habe ich dann gemerkt das man sich auf die Pushnachrichten der Airlines nicht 100% ig verlassen kann. Es ist von Vorteil, wenn man eine halbe Stunde vor dem Check-in nochmal einen Blick auf die Salidas Tafel wirft. In meinem Fall war der angekündigte Schalter dann nicht C58, sondern C32 verbunden mit einer ziemlich langen Wanderung durch den Airport. Eine Frau und ich halfen beim Umzug dann einem alten Ehepaar, das wie sich später herausstellte schon betagte 85 Jahre auf der Lebensuhr hatte. Zudem war der Mann dement, was einerseits lustig war andererseits mich auch sehr traurig machte. Die Frau war dann im Flieger meine Sitznachbarin wir unterhielten uns sehr gut, die Zeit ging sprichwörtlich wie im Flug vorbei. Sie ist eine tolle Malerin und hatte sich in Mallorca neue Inspirationen gesucht. Alles in allem war es eine schöne, abwechslungsreiche Woche ohne Schnee. Im Ohr der u.a. der mutige Song von Bruce Springsteen – Streets Of Minneapolis.

Depesche # 3080: Jahresrückblick

Waren es im letzten Jahr schon 11.080 km, so bin ich 2025 insgesamt 20.418.4 km geradelt und bin dabei ca. 120.000 hm geklettert. Höhepunkte Mallorca, Col de la Schlucht, Texaspass und die Radtouren im nördlichen Dänemark. Eigentlich bin ich für jede Radtour dankbar die ich im Alter von jetzt fast 73 Jahren noch fahren konnte. Gefreut habe ich mich auch, das ich für die Mainpost eine Sommer-Serie von schönen Radtouren beschreiben durfte: Malerische Fahrt zum Frankenberg, familienfreundliche Tour nach Eichfeld, Feierabendtour rund um Dettelbach sowie Graveltour zum Lindelbacher See sowie der Klassiker auf dem Mainradweg. Dann kam auch noch ein Interview dazu: 15.000 Kilometer pro Jahr im Radsattel: Was Hans Will an den Radwegen im Landkreis schätzt und was er kritisiert.

Mein großer Dank gilt meiner Lundi ohne deren Verständnis ich das nicht in diesem Umfang hätte durchziehen können. Ein Vergelts Gott auch an meine temporären Mitfahrer Dieter, Thomas, Schorsch, Marcus und Leo, hat Spaß gemacht dieses Jahr. Für 2026 wünsche ich mir Gesundheit und Frieden in der Welt. Allen Mitlesern wünsche ich ein Gesundes 2026.

Kleines Bilder Potpourri von Januar bis Dezember.