Weißt du, was das Leben dir irgendwann beibringt?


 Dass nicht jeder Mensch mit dir bis zum Ende mitläuft.  Manche begleiten dich nur ein Stück des Weges, ein paar Kapitel oder nur für einen einzigen Moment und hinterlassen Narben obwohl sie schon längst gegangen sind. Früher dachtest du, du müssest jeden festhalten, jede Freundschaft retten, um jede Liebe kämpfen. Aber irgendwann verstehst du das Gehen, egal wie gut du zu ihnen warst und es ist nicht das loslassen, sondern zu akzeptieren, dass manche Erinnerungen schöner bleiben werden als die Menschen selbst. Es hat immer etwas mit dir zu tun. Manche Menschen musst du einfach ziehen lassen ohne dich selber dabei zu verlieren. Manche Menschen sind einfach ein Teil deiner Geschichte. Das Loslassen fällt zwar oft schwer, doch jede Begegnung bringt dir etwas bei. Aber auch für diese Zeit sollte man in gewisser Weise dankbar sein.

Buchjubiläum „Ende der Weinlese“ – vier Jahres Jubiläum

Umweltprobleme machten nicht an Landesgrenzen halt. Die Menschheit verdreckte ihren Planeten. Bei 11 Milliarden Menschen hatte sich die Weltbevölkerung eingependelt. Es kam viel zusammen. Durch den Klimawandel spielte sich das Leben Mitte der 30iger Jahre meist nur noch nachts ab. Gletscher und Pole waren abgeschmolzen. Im Pazifik gab es keine Inseln mehr. Aus Australien flohen die Menschen. Die Küstenlinie der Nordsee führte von Berlin nach Magdeburg. Holland und Belgien waren bis zu den Ardennen überflutet. Die sozialen Gegensätze liefen aus dem Ruder. Die Olympischen Winterspiele 2034 wurden wegen Schneemangel abgesagt und auch die Olympischen Sommerspiele 2036, die in Tasmanien stattfinden sollten, wurden wegen der großen Hitze abgesagt. Dann bekam die Sonne einen neuen Namen Hard Sun, fast alles Leben auf der Erde erlöschte.

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Depesche # 3217: Kalten Kaffee aus der Schnabeltasse

Aber von  vorne: Eigentlich wollte ich nur das abgestürzte Windrad fotografieren. Das ich im weiteren Teil der Fahrt dann selber abstürzte hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen können. Die Fahrt wollte ich gemütlich und ganz entspannt absolvieren, da ich ja wenige Tage später mit zwei Radsportfreunden aus Fürth und München zur Bikepacking-Tour Richtung Kopenhagen aufbrechen wollte. Wollte ich!! Ein großer Hund hatte etwas dagegen!! Ich war nach dem Crash lange ohnmächtig und wachte eigentlich erst wieder in der Intensivstation des Juliusspitals in Würzburg auf. Acht gebrochene Rippen, eine davon in der Lunge, geprelltes Steisbein, zahlreiche, mitunter sehr große Hämatome und Abschürfungen.
Die Betreuung durch das Pflegepersonal war super, das Essen Weltklasse, gut den Kaffee gabs aus der Schnabeltasse und ich ließ ihn meistens kalt werden.
Auch die Ärzte waren kompetent und mir kam es so vor als wüssten sie wovon sie Redeten. Wann und ob ich wieder aufs Rennrad steige weiß ich noch nicht. Netten Zimmernachbarn hatte ich zudem auch. Wie sich im Laufe unserer guten Gespräche herausstellte hatte ich ihn als Fußballer wohl des Öfteren vor der Linse gehabt. Wenn es mir wieder besser geht muss ich mal schauen auf was für Festplatte sich die Bilder von damals versteckt haben. Da werde ich merken das ich schon über 2000 Fußballspiele geknipst habe.
Mit Wehmut denke ich an unsere Senioren-Thüringen Tour. Ich lasse es auf mich zukommen ob es mit dem Radfahren weitergeht. Bin aber guter Dinge, habe mich gerade erwischt wie ich einen neuen Radhelm, der Alte war ja völlig demoliert, bestellt habe. 🙂

Mein Überlebenskampf

1954 Vorhersage – verheerende Flut einer Ufo Sekte
1958 Trennung meiner Eltern – überlebt
1966 Schweren Unfall mit NSU Prinz Totalschaden – überlebt
1967 Beginn Flower Power – überlebt
1972 Militärdienst in der Oberpfalz -überlebt
1972 Ende Flower Power – überlebt
1980 Radfernfahrt Würzburg – Danzig – überlebt
1984 Frankfurt Marathon – überlebt
1986 Tschornobyl – überlebt
1992 Rinderwahn – überlebt
1996 Beginn langanhaltender starker Rückenschmerzen
1998 Uriella
1997 Hale-Bopp
1999 Nostradamus provezeites Ende der Welt – überlebt
2000 Millenium-Bug – überlebt
2005 H5N1 Vogelgrippe – überlebt
2006 Hachtel – überlebt
2006 Tag des Teufels am 6.6.06 – überlebt
2007 Rückenoperation und Ende der starken Rückenschmerzen – überlebt
2007 Erste Lungenembolie – überlebt
2008 Radtour von Porto nach Faro überlebt
2009 H1N1 Schweinegrippe – überlebt
2009 BestAnger Modelwettbewerb überlebt
2012 Weltuntergang nach Maya Kalender am 21.12. – überlebt
2014 Zweite Lungenembolie – überlebt
2014 Ebola – überlebt
2015 Dritte Lungenembolie – überlebt
2019 Insolvenz Bäckerei – überlebt
2020 Corona Virus – überlebt
2022 Krieg in der Ukraine – mal schauen was noch kommt
2022 Affenpocken – überlebt
2022 RS-Virus – überlebt
2023 Zweimal von verschiedenen Autos, beim Radfahren, angefahren worden – überlebt
2024 Vierte Lungenembolie – überlebt
2025 20.400 km auf dem Rad überlebt
2026 Schweren Sturz vom Rennrad überlebt

45 Jahre Straßenradsport in Kitzingen

Angefangen hat alles mit der Radsportinteressengemeinschaft „Mainfalke“, kurz R.I.G., in Arturs Hadlakeller. Von den damaligen Mitgliedern fahren nur noch sehr wenige mit dem Rennrad durch die Gegend, einige sind auch schon im Radsporthimmel angelangt. Irgendwie funktionierte es mit den Mainfalken nicht so richtig bzw. sie wollten in einen richtigen Verein um Radrennen zu fahren. Deshalb schlossen sich Einige von Ihnen dem damals neugegründeten Radsportverein RSG Velo Würzburg an. Nachdem dann 1984 eine Radsportabteilung in der Turngemeinde Kitzingen gegründet wurde und es bei den Velosophen in Würzburg Unstimmigkeiten wegen der Fusion mit dem RMC Würzburg gab, wechselten die Kitzinger Radsportler geschlossen in die neu gegründete Abteilung der TGK. Die sich später, wegen eines Sponsors aus Bremen in TG Velosport Kitzingen umbenannte. In einer Kitzinger Radsportchronik kann man die Anfangsjahre von TG Velosport, die in ihrer erfolgreichsten Zeit über 150 Mitglieder zählte, nachlesen. Parallel dazu, fuhr der geborene Kitzinger Dieter Seuffert, den es beruflich nach Heidenheim verschlagen hatte sehr viele Radrennen mit zum Teil großem Erfolg. Die glorreichen Zeiten sind aber schon lange vorbei. Die Kitzinger Velosportabteilung steht seit vielen Monaten ohne Abteilungsleiter da. Die letzte sportliche Veranstaltung war der Airport-Sprint auf dem Kitzinger Flugfeld, organisiert von Dieter Seuffert. Es gibt dann noch auf Drängen von Sr. Dorothea Krauß die Steigerwald-Radrunde die heuer zum 20.mal gefahren wird. Das ist aber auch schon alles was an organisiertem Radsport in Stadt und Landkreis Kitzingen übriggeblieben ist.

Der Rückgang im Straßenradsport ist nicht alleine auf den zunehmenden Automobilverkehr zurückzuführen, spielt aber auch eine große Rolle. So haben sich die zugelassenen motorisierten Verkehrsteilnehmer fast verdoppelt auf jetzt rund 77 Millionen Fahrzeuge, davon 3,74 Millionen LKWs, davon 4,8 Millionen Motorräder. Der Platz auf den Straßen ist enger geworden. Die hohen Auflagen bei Radsportveranstaltungen tragen weiter dazu bei, dass der Straßenradsport deutlich zurück gegangen ist. Keine Rennen, keine Fahrer und Fahrerinnen. Das ist der Lauf der Zeit. Die Fahrradindustrie hat längst reagiert und das Gravelbike auf den Markt gebracht. In Wikipedia findet man zur Definition des Radtyps folgendes: „Ein Gravelbike (deutsch etwa „Schotter-Rad“) ist ein geländegängiges Fahrrad. Es stammt von den weniger alltagstauglichen Cyclocross-Rädern ab. Heute werden etwas breitere Reifen (28 Zoll, Breite ca. 35–47 Millimeter) benutzt, früher waren die größeren Schlauchreifen mit 27 Zoll und Breiten bis 35 Millimeter üblich. Üblicherweise werden die Räder ohne Straßenverkehrszulassung verkauft. Nicht unüblich unter reisenden Gravelbikern ist allerdings auch das „Bikepacking“ ohne angebrachte Gepäckträger; mitgeführte Taschen werden direkt an Rahmendreieck, Gabelholmen, Lenker und Sattelstütze („Arschrakete“) angebracht.