Viel Text wenn es um die Gesundheit geht

Viele Leute aus meinem Bekanntenkreis haben mich in den letzten Wochen immer wieder gefragt wie ich es geschafft habe so viel Gewicht zu verlieren. Auf den Punkt gebracht sind es in erster Linie zwei Sachen auf die man achten muss, bzw. auf die ich geachtet habe. Kein Zucker, auch den Versteckten nicht und viel Bewegung. Aber dass man nur mit Low-Carb Abnehmen kann ist falsch. Bei 18 zu 6 esse ich jeden Tag selbstgebackenes Brot aus Dinkelvollkornmehl in Bioqualität. Wichtig ist das man weniger Kalorien zu sich nimmt als man verbraucht, dann nimmt man auf Dauer ab und kann das Gewicht auch halten. Der Kopf muss frei sein, dann klappt es auch. Ich will da nicht missionarisch rüberkommen. Jeder muss selber entscheiden wie er Leben will. Mich macht zum Beispiel ein ausgedehnter Morningwalk mit Endorphin Ausschüttung glücklicher als eine Packung Lebkuchen oder eine Tafel Schokolade. Ich bin dabei ein Buch darüber zu schreiben wie man im Herbst seines Lebens noch einmal den Schalter umlegen kann. Unten gibt es derweil schon einen ausführlichen Rezeptteil vorneweg. Die Rezepte sind ohne Gewähr auf gutes Gelingen. Einfach ausprobieren. Ich habe mit meiner neuen Lebensweise jetzt in zwei Jahren 40kg Gewicht verloren und fühle mich fit wie nie. Wer Lust hat, kann gerne mit mir einen Spaziergang machen bei dem man, mit entsprechenden „Sicherheitsabstand“ ein bisschen über das gesunde Essen quatschen kann. Bis dahin bleibt gesund und denkt an die AHA Regeln. Noch ein Satz zum Essen.Bewährt hat sich für mich das ich viele, regionale Produkte in der Zeit in meinem Speiseplan einbaue in denen sie geerntet werden. Ich könnte jetzt noch dutzende Rezepte unten ranhängen. Wenn ich Zeit habe werde ich dies auch tun, es lohnt sich also immer wieder einmal diesen Post anzuklicken.

1.Rezept Spezialmüsli

Am Abend einweichen: Weizenkleie, Weizenkeime, Haferkleie, Leinsamen je einen Esslöffel oder auch weniger, jeder wie er mag, dazu halben Teelöffel Zimt und einen Esslöffel Kakao mit Wasser oder Jogurt einweichen. Es geht auch Kefir oder Milch was man möchte oder was gerade im Kühlschrank ist. Am Morgen reibe ich dann einen mittelgroßen Apfel hinein, einen Esslöffel Leinöl dazu, 2 Esslöffel Sesammus (Tahina), 2 Esslöffel Magerquark, zum Süßen einen Teelöffel. Nachdem das alles gut verrührt ist, streue ich 20 geröstete Nüsse darüber. Ich nehme immer Cashewkerne und geschälte Mandeln gemischt, es gehen aber auch Kürbiskerne, Haselnüsse, Pinienkerne oder Paranüsse was einem halt am besten schmeckt. Finissiert wird dann mit einem kräftigen Schuss Kürbiskernöl. Die Krönung sind dann noch eine Handvoll frische Beeren, am besten selbstgepflückt. Im Winter aus dem Freezer oder Birnen gehen auch gut, die brate ich mir immer etwas an.

2.Rezept Dinkelvollkornbrot mit Dinkelvollkornmehl und Apfelkuchen, Hefezopf, Käsekuchen

Am Vorabend den Sauerteig ansetzen. Ca. 250g Dinkelvollkornmehl, 5 g Hefe und 150 g Buttermilch. Über Nacht im Kühlschrank reifen lasse. Am Morgen dann in eine große Schüssel 750 g Dinkelvollkornmehl, 100g eingeweichte getreideflocken (Egal was für welche), 20g mit eingeweichtem Leinsamen, 20g Hefe Teelöffel Salz, Schuss Olivenöl und 600g Buttermilch. Alles gut verkneten. Eine Stunde Teigruhe. Nochmal zusammenstoßen und 15 Minuten Teigruhe. Dann Brote Formen, das Rezept ergibt zwei Stück. Blech mit Backpapier. 20 Minuten Stückgare. Einschneiden und in den auf 260 Grad vorgeheizten Backofen mit Umluft schieben. Backzeit ca. eine dreiviertel Stunde. In den Teig kann man auch verschiedenste Nüsse einarbeiten, einen Teil des Dinkelvollkornmehl mit Haferkleie austauschen. Mit Stevia süßen und getrocknete Weinbeeren dazu und zu einem Hefezopf flechten. Das Rezept eignet sich auch als Hefekuchenteig mit Apfelspalten oder Zwetschen belegt ein herrlich fruchtiger Genuss.

3.Rezept Quarkmasse für Käsekuchen oder saftige Unterlage für Käse- oder Zwetschgenkuchen

200g Magerquark, 2 Eier, 100g Dinkelvollkornmehl, Orangen oder Zitronenabrieb nach Geschmack, Prise Salz, 1-2 Teelöffel Stevia.

4.Rezept Hefeteig

1000g Dinkelvollkornmehl frisch gemahlen oder vom Discounter. Genz wie es der Geldbeutel oder die Zeit hergibt. Ca.50g Stevia, 3 Eier, 100g Butterschmalz ca. 300ml Wasser oder alternativ Buttermilch was auch sehr lecker schmeckt, darin 25g Hefe (halber Würfel) auflösen. Gut durchkneten, ich mache es immer zuerst in einer ausreichend großen Schüssel. Finish dann auf dem Küchentisch. Man kann natürlich auch eine Küchenmaschine hernehmen. Teigruhe vor dem Weiterverarbeiten. Diesen Grundteig kann man für viele Sachen hernehmen. Hefezopf, Rosinenbrötchen, Blechkuchen und wer sich die Arbeit machen will gezogen mit Butter zu Croissants.

5.Hähnchenschlegel mit Tomaten

Eines meiner Lieblingsgerichte in den letzten Monaten. Vier Hähnchenschlegel in der Heißluft Fritteuse garen bis sie goldgelb sind. Dauert bei 200 Grad so um die 20 Minuten muss man ausprobieren. Drei Eiertomaten in Scheiben schneiden, kleine Charlottenwürfel darüber, Salz, Pfeffer aus der Mühle, bisschen weißen Balsamico und gutes Olivenöl. Fertig. Ich esse meistens noch eine Scheibe von meinem selbstgebackenen Dinkelvollkornbrot dazu.

6.Gute Öle

In meinem Speiseplan nimmt vor allem Leinöl einen großen Platz ein, das mische ich jeden Morgen in das Frühstücksmüsli. Nach dem Mittagessen nehme ich einen Esslöffel Kürbiskernöl zu mir und zwar pur.  Zum Salat kalt gepresstes Olivenöl und zum Braten Butterschmalz. Auch das beste Öl ist natürlich ein kalorienreiches Fett, aber in Maßen genossen und klug ausgewählt ist es wertvoll für unseren Körper. Dann liefert es viele sekundäre Pflanzenstoffe, lebenswichtige ungesättigte Fettsäuren und Vitamine. Wichtig: kaltgepresst ist es immer besser als industriell raffiniert. Das macht ein gutes Pflanzenöl allerdings auch licht- und wärmeempfindlich. Darum immer in dunklen Flaschen lagern.

7.Naanbrot meine Version

500g Dinkelvollkornmehl, 400g Buttermilch, 20 g Hefe Halben Teelöffel Salz, etwas Kurkuma und eventl. etwas Chilipulver, etwas Backpulver Den weichen Teig gut durchschlagen. Dann ein bis zwei Stunden, gut abgedeckt, Ruhe gönnen. Nochmal zusammenlegen und auf eine gut bemehlte Holzplatte abkippen. Kleine Fladen formen, nochmal anspringen lassen und dann in einer heißen, nicht geölten, Eisenpfanne ausbacken. Jede Seite etwa zwei Minuten. Als Variante kann man eine Mischung aus gemörserten Gewürzen, bestehend aus Koriander, Fenchel, Anis und Kümmel zu gleichen Teilen, an streuen. Dann aber vorher mit einem Blumen Sprüher anspritzen.

8.Gebratener Spargel mit Kräuterseitlingen

Butterschmalz in der Pfanne erhitzen kleingeschnittener Spargel, Charlotten und kleingeschnittenen Kräuterseitlinge darin anschwitzen mit Sojasoße ablöschen und mit frischer Petersilie und Kerbel servieren.

9.Rezept für Sprossengemüse

Am besten eignen sich dazu Sojasprossen. Zuerst Zwiebeln oder Charlotten anschwitzen, dann fein gestiftelte Karotten und Kohlrabi dazu. Alles sehr fein hobeln oder schneiden. Knoblauch und Petersilienwurzel je nach Geschmack. Dann die Sprossen dazu mit irgendwas flüssigen Ablöschen. Weißwein, Brühe oder Cognac oder auch gemischt. Einmal aufwallen lassen fertig. Mit Salz und Chili abschmecken.

10.Rezept Focaccia

500g Dinkelvollkornmehl in Bioqualität 12 g Salz, 10g Hefe, 300g Wasser, getrocknete Kräuter und ein 30g Öl am besten ein gutes Olivenöl. Nicht zu festen Teig mit der Hand kneten. Über Nacht in einer dicht verschließbaren Schüssel in den Kühlschrank stellen. Am Morgen nochmal zusammenfalten, ausrollen und auf ein Ofenblech mit Backpapier legen. Mit Öl bestreichen, grobes Salz darüber, Kräuter, schwarze Oliven und Tomatenscheiben. Eine Stunde gehen lassen dann bei 240 Grad in den Ofen nach 2 Minuten zurückdrehen auf 180 Grad nach 11 – 13 Minuten aus dem Ofen nehmen. Kommt darauf an wie dick der Teig ausgerollt war. Sehr lecker auch mit Pistazien.

11. Buntes Sauerteigbrot

Bei Kindern sehr beliebt. Brotteig wie oben beschrieben mit verschiedenen natürlichen Pulvern einfärben. Sepia für ganz schwarzes Brot. Getrocknetes Rote Beete Pulver für rotes Brot oder Spinatpulver für Grünes Brot.

12.Zwetschgenkuchen

Zum Teig habe ich 350g Bio-Dinkelvollkornmehl, ein Ei, Prise Salz und Zimt, 10 g Hefe, drei Teelöffel Stevia, 30g Butterschmalz und ca. 150 g Wasser genommen. Gut mit der Hand verkneten. Teigruhe 30 Minuten. Dann ausrollen auf Backpapier legen und die entkernten Streuobst-Zwetschen darauflegen. Denken sie daran das Auge ist mit, also ruhig schön aufschichten. Auf Streusel verzichte ich. Die Zwetschgen habe ich zur Hälfte aufgeschnitten, kern raus und dann die zwei Hälften jeweils noch einmal eingeschnitten, aber bitte nicht durchschneiden. So kann man den Kuchen schöner belegen. Gebacken wird mit 200 Grad Anfangshitze Umluft, nach zehn Minuten das Thermostat des Ofens zurück drehen auf 170 Grad auf Ober- Und Unterhitze. Nach einer halben Stunde ist er fertig. Man natürlich auch anstatt Zwetschgen Äpfel nehmen, man kann Zimtzucker vor dem Backen darüber streuen und natürlich kann man auch Streusel drauf verteilen, wenn man mag und es Kalorientechnisch vertreten kann.

13.Zimtmilch

Ich nehme dazu einen Liter Milch und vier getrocknete Zimtstangen. Zweimal aufkochen, absieben fertig. Besonders lecker zum Müsli einweichen.

14.Pizza

600 g Dinkelvollkornmehl, 25 g Salz, 20 g Hefe, 400g Wasser und 15 g Butterschmalz, kann auch mehr sein. Nach dem Teigkneten den Teig zwei Stunden ruhen lassen. In zwei Stücke teilen, rundwirken und nochmal eine Stunde ruhen lassen. Dann viereckig ausrollen auf Ofenbleche geben, die vorher mit Backpapier belegt wurden. Stückige Tomatensoße aus der Dose, geriebenen Gouda und Pizzagewürz drüber. Nochmal eine halbe Stunde bis zum Backen stehen lassen. Dann ca. 16 Minuten bei 280 Grad. Aufpassen jeder Ofen bäckt anders.

15.Fränkisches Kuchenlaibchen

Herrlich gelber Teig durch Kurkuma und Eier. Hier das Rezept: Halben Liter selbstgemachte *Zimtmilch, fünf Eier, ein Kilo Bio Dinkelvollkornmehl, Salz, Butterschmalz (ich hatte nur noch so ca. 120 g im Vorratsschrank), Hefe, Stevia, Gewürze. Vorteig aus 250g Mehl und 150g lauwarmer Zimtmilch und 5g Hefe. Drei Stunden stehen lassen bis sich Blasen bilden. Dann mit den restlichen Zutaten einen strammen Teig kneten. Ich mache das immer mit der Hand. Den dann wieder drei Stunden stehen lassen. Zu zwei runden Kugeln formen und etwa eine halbe Stunde stehen lassen. Herd auf Umluft 160 Grad 30 Minuten.

16.Kirschkuchen

300 g Kirschen (aufgetaut oder frisch) 4 Eier, 80 g Stevia, 150 g Bio-Dinkelvollkornmehl, 100 g geraspelte Möhren oder Zucchini, 20 g Kakao, 1 Päckchen Backpulver. Eier und Stevia schaumig rühren. 150 g Dinkelvollkornmehl, 100 g geraspelte Möhren oder Zucchini, 20 g Kakao oder Kakaopellets und das Päckchen Backpulver dazugeben und gut durchrühren. Den Teig dann in eine Springform mit 26 cm Durchmesser geben.  Die Kirschen auf dem Teig verteilen und bei 175 Grad etwa 40 Minuten backen.

17.Blumenkohl nach meiner Art

Ziebel in Würfel anschwitzen in wenig Öl, dann die Blumenkohlröschen dazu. Alles mischen noch ein wenig anschwitzen. Dann die vorplanchierten, kleingeschnittenen Stiele dazu und je nach Gusto fettarmen Streichkäse. Salz, weißen Pfeffer und kräftig Ras el-Hanout dazu.

Tag des Brotes

Da backe ich natürlich auch eines. Überhaupt esse ich nur Brot das ich auch selber gebacken habe. Ich verwende dazu nur Vollkorngetreide aus biologischem Anbau und zwar Dinkel und Roggen, dazu Wasser, Salz und selbstgemachten Sauerteig. Gewürze nach Lust und Laune. Für das Brot zum Tag Desselbigen habe ich die klassischen Brotgewürze wie Koriander, Fenchel, Kardamom und Schabzieger Klee verwendet. Dazu noch Kurkuma und Paprika Edelsüß, das ist eine sehr harmonische Gewürzmischung und das Brot schmeckt dann sehr gut zu Käse z.B. von der Hofkäserei Zehner. Meistens gebe ich noch etwas Kleie und etwas Flohsamenschalen dazu. Muß aber nicht sein. Das Leben ist zu kurz um schlechtes Brot zu essen. (Alter Spruch von meinem Opa)

A weng lääff #102 – Verschlafen, was nun?

Aus- und Einblicke beim Morning Walk heute nicht am Main. Bedeckter Himmel, dampfig und schwül. 18 Grad am Morgen um halb Neun.

Für das Brotbacken heute morgen ist so ein Wetter sehr gut. Ich backe jetzt seit einem Jahr mein Dinkelbrot zu Hause im Herd. Ohne irgendwelche Zusätze. Nur Roggen- und Dinkelvollkornmehl, Salz, Sauerteig und Wasser kommen hinein. In der Zeit habe ich jetzt fast 30 kg abgenommen. Natürlich ist es nicht nur das sehr gesunde Brot. Ich habe an vielen Stellschrauben gedreht und mein Leben so verändert das es wieder entschleunigt lebenswert ist. Ich habe mich in Facebook abgemeldet, schaue wenig Fernsehen nur ein bisschen Instagram ist geblieben.

Stay at home #2

Was kann man machen außer einem kleinen Spaziergang. Ich habe heute wieder mal Brot gebacken und Blumen geknipst. Berches ist eine uralte jüdische Brotsorte die ich nach dem Rezept von Samuel Haberfeld gebacken habe.

Kleine Wanderung am Main entlang

Frühlingswalk. Marktbreit – Frickenhausen und zurück. Vorbei an Enten und Nilgänsen mit Kücken, Kühen auf der Weide, umfragenden Schülern, Krötenschutzzähne, Lost Places und Pause in einer kleinen Bäckerei. Alles geknipst mit einem Sell Phone 😉

CO2 Neutral nach Nürnberg und zurück

Kleine Verspätung, singende Hara Krishna Jünger, drei im Weckla, Albrecht Dürer, E-Roller in allen Ecken,wütende Bauern, Nürnberger Lebkuchen, viele Kirchen, Fotos mit dem Smartphone, Selfies mit Lundi, Schöne Erker, geschlossene Bäckereien, Trauernde Iraner, küssende Eisbären, Ludwig Erhard, fotografierende Kollegen, Grünkohl, Hundertwasser Wolle, Schönes Wetter.


Neues Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design Nürnberg

Fränkische Tradition zum Selberbacken leicht gemacht

Buttereierringe. Alte Silvestertradition. Nachdem die Bäckerei Insolvenz angemeldet hat habe ich mir, weil ich sie selber auch gerne esse, die Mühe gemacht das Rezept auf Hausfrau/man runterzurechnen. Also man braucht: 500g Weizenmehl, ich habe jetzt 405 vom Lidl genommen. Ein 550iger tuts auch. Da ich kein Malzmehl im Hause hatte. Habe ich 150g Bier und 150g Wasser zum Schütten genommen. 14g Salz, 60g Butterschmalz, drei Teelöffel Stevia und 30g Hefe. Darauf achten das der Teig kalt bleibt. dann mit einem halben Pfund Butter eintourieren. Ich habe ein einfache und eine doppelte Tour genommen. Teig in den Kühlschrank für eine halbe Stunde. Dann Stränge abwiegen zwischen 80 und 100g einheitlich, wegen dem gleichmäßigen backen dann. Die Stränge zu einer Wurst rollen, dann mit einem runden Holz oder Plastikstange, was man halt zur Hand hat, eine Mulde in die Teigrolle drücken. Mit einem Messer die Zacken einschneiden und dann zusammenlegen. Es gibt die Geschichte das ein Eierringe zwölf Zacken haben soll. Alles Quatsch. Kein Mensch weiß wie diese Geschichte erfunden wurde. Ob die zwölf Monate eines Jahres gemeint waren, oder die zwölf Apostel oder die zwölf heiligen Nächte. Ich habe sogar einmal gehört das ein Bäckermeister zwölf Kinder hatte und er für jedes Kind einen Zacken gemacht hatte. Alleine woher der Name Eieringe kommt weiß kein Mensch. Im Teig ist kein einziges Ei verbacken. Die Bäcker hatten deshalb immer Schwierigkeiten mit der Lebensmittelpolizei. Naja Gschichtli halt. Backzeit noch: Ofen auf 250 Grad vorheizen, Schüssel mit Wasser nicht vergessen und flott backen damit die Eierringe saftig bleiben. Alle Angaben ohne Gewähr. Unten eine kleine Bildergalerie. Ich wünsche gutes Gelingen. Einen guten Beschluss und ein gesundes 2020.

Fränkisches Kuchenlaibchen selbst gebacken

Auf dem Bild der herrlich gelbe Teig. Safran und Eier. Hier das Rezept: Halben Liter selbstgemachte *Zimtmilch, fünf Eier, ein Kilo Mehl ( halb Dinkelvollkorn halb 405), Salz, Butterschmalz (ich hatte nur noch so ca. 120 g im Vorratsschrank), Hefe, Stevia, Gewürze. Vorteig aus 250g Mehl und 150g lauwarmer Zimtmilch und 5g Hefe. Drei Stunden stehen lassen bis sich Blasen bilden. Dann mit den restlichen Zutaten einen strammen Teig kneten. Ich mache das immer mit der Hand. Den dann wieder drei Stunden stehen lassen. Zu zwei runden Kugeln formen und etwa eine halbe Stunde stehen lassen. Herd auf Umluft 160 Grad 30 Minuten.

*Zimtmilch ist relativ einfach gemacht: Einen Liter Milch mit drei – vier Zimtstangen zwei Mal erhitzen, nicht kochen.

Kleine Anleitung zum Brot backen

Brot backen hat das Steakbraten abgelöst. Irgendwo habe ich diesen Satz gelesen und Irgendwie kann ich mich mit den Backmittelbroten die es zumeist im Handel gibt nicht mehr anfreunden. Ich bin irgendwie allergisch dagegen. Aus der großen Anzahl der angebotenen Brote das Richtige für mich auszusuchen ist mir zu mühsam. Es gibt mit Sicherheit Brote im Handel die ohne Backmittel hergestellt werden, aber Dank der seltsamen Deklarationsvorschriften in Deutschland ist es schwer vertrauensvolle Anbieter zu finden. Darum habe ich mich entschlossen wieder selber Brot zu Hause bei mir in der Küche zu backen. „Ich wess halt was dann drin is!“ Um Brot zuhause selbst herstellen zu können, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Die Grundzutaten zur Herstellung sind fast immer die gleichen. Man benötigt Mehl, Salz, und lauwarmes Wasser. Wenn es schneller „gehen“ soll dann kommt die Presshefe zum Einsatz. Zum verfeinern der Brote kann man Gewürze, Nüsse, Kerne oder zum Beispiel auch geröstete Zwiebeln unter den Teig heben. Meine Lieblingszutaten sind z.B. geröstete Pistazien, Schabziegerklee, Kardamom oder das neue Trendgewürz Kurkuma. Zum lockern des Teiges nehme ich, weil ich ein ungeduldiger Typ bin, meistens Hefe. Ich habe aber auch schon mit Sauerteig gelockerte Brote gebacken. Vor 52 Jahren bin deswegen in die Berufsschule gegangen um das zu lernen.

Allora, zuerst mache ich einen Vorteig mit der Hälfte des benötigten Mehles, nach Möglichkeit frisch gemahlen mit dem gesamten Wasser und ein paar Krümel Hefe oder wenn Vorhanden einem Batzen alten Teiges. Den Vorteig, früher sagte man dazu „Angriff“ lasse ich eine Tatortlänge stehen. Dann das restliche Mehl dazu und in einer passend großen Schüssel den Teig kneten. Ich mache das immer mit der Hand. Meine Mehlarten sind Dinkelvollkornmehl und sehr feiner Roggenschrot. Zu 90% mache ich meine Teige aus reinem Dinkelvollkornmehl.  Man kann aus allem eine Wissenschaft machen, es geht aber auch meistens einfacher. Also der Teig ist jetzt fertig geknetet. Ich forme jetzt das Brot in eine etwas längliche Stollenform, mehle die Plastikschüssel mit Dinkelvollkornmehl aus gebe den Stollen hinein, Blobdeckel drauf und ab in den Kühlschrank. Händewaschen, Zähne putzen ab ins Bett. Im besten Fall vom Brot backen träumen wie der Teig im Ofen aufgeht. Am nächsten Morgen dann schalte ich den Elektroofen auf 200 Grad Umluft, Wasser auf ein Backblech, das eigentlich immer im Backofen hängt. Schüssel aus dem Kühlschrank, Brot auf ein Gitterblech, das mit Backpapier belegt ist, stürzen und ab in den vorgeheizten Ofen. Bald duftet es im ganzen Haus nach frischem Brot und es ist Zeit den Ofen auf 160 Grad zurückzustellen. Eigentlich ist Deutschland ein Land der Brotfresser und auch die Low Carb Bewegung kann daran nichts ändern. Jedenfalls nicht bei mir. Mittlerweile backe ich jeden zweiten Tag ein frisches Brot ganz nach dem Motto: Genießen mit Laib und Seele. Ich brauche nicht viel dazu. Mir reicht temperierter Käse, oft Ziegenrahm mit Tomatenmark gemischt, irgendwas Gesundes, ab und zu einen guten Silvaner aber mit Sicherheit kein Fleisch. Beim Käse aufpassen das man keine Analogware erwischt. Unten ein paar Bilder: Zutaten, Vorteig, Vorteig ausgereift, geformtes Brot vor dem Gang in den Kühlschrank, auf dem Bild ziemlich gelblich, kommt von der zugesetzten Kurkuma dem cholesterinsenkende, leberschützende und antidepressive Eigenschaften zugesprochen werden. Obs stimmt weiß ich nicht.  Die Krume jedenfalls wird herrlich gelb. Manchmal setze ich auch Rote Beete Pulver zu dann wird’s eine rote Krume, bei Spinatpulver dann eben grün, mit Sepia Tinte dann pechschwarz. Das letzte Foto zeigt das fertige Brot. Löööööööcker.