Wörners Schloss Galerie – Auftakt des Jahresprogramms am 08. März

Vernissage „Malerei & Skulptur“
Den Auftakt der Galeriesaison in Wörners Schloss in Neuses am Sand bei Prichsenstadt gestalten am   Sonntag 08. März 2020 um / ab 14.30 Uhr zwei ganz besondere Künstlerinnen. Ihr Thema „Malerei & Skulptur“ setzen sie perfekt um. Die Malerin Heike Flügel aus Effeltrich ist vor allem im Nürnberger Raum bekannt. Sie bringt Acrylfarben expressionistisch und gegenständlich auf die Leinwand. Ihre Inspiration sind Menschen, Tiere und alltägliche Situationen. So entstehen bewegende Bilder im Hier und Jetzt. Dazu passend platziert die erfolgreiche Erlangener Künstlerin Friedel Neupauer „freie“ Skulpturen aus Ton. Studien im In- und Ausland bei bekannten Künstlern, besonders in Frankreich, bereichern Ihre Arbeiten. Ihr Motto.“ Ton wird lebendig in der Skulptur -meist in menschlicher Gestalt. Der Betrachter erkennt auf seine Weise -Unsichtbares wird sichtbar.“
Wir laden daher alle kunstinteressierte ein, die beiden Künstlerinnen persönlich während der Vernissage kennen zu lernen. Ihre Werke bleiben bis 19.04.20 in der Galerie und können dort Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Gerne flanieren Sie bei Ihrem Besuch auch durch den großen Schlossladen weiteren Kunstwerken und blicken in den Weinladen mit Gewölbekeller.  Im Schloss Restaurant sorgt ein „Mischtisch-Ambiente“ für weiteres gemütliches Beisammensein. Durchgehend warme Küche, sowie Kaffee und Kuchen am Nachmittag erwarten Sie.

Jahresprogramm
Die Kunstgalerie Wörners Schloss bietet Künstlern der Region und aus der Ferne die Möglichkeit auf sich aufmerksam zu machen. Jede Vernissage wird mit hauseigenem Cosmowein eröffnet. Der Eintritt samt Umtrunk sind stets frei und laden dazu ein WEIN & KUNST zu zelebrieren. Im Anschluss sind die Kunstwerke für mehrere Wochen als Ausstellung zu besichtigen und zu erwerben.

Hier ein Blick ins abwechslungsreiche und  Jahresprogramm mit sehr hochwertigen und einzigartigen Künstlern.  Mit dabei sind: „Der kleine Feininger“ von Noah Feininger ein erst 4 Jahre alter Künstler aus Mainstockheim (ab 26.04.20), „Die Kraft der Farbe“ von Manfred Neuner aus Würzburg (ab 11.06.20), „Die Farben fließen“ von Herbert Link aus Kitzingen(ab 26.07.20), „Wald Weisheiten“ von Katha Heinroths und Monika Jokiels aus Passau (ab 13.09.20) und „GegenwART“ von Hendrik Reuß aus Wiesentheid ab 25.10.20 (welcher auch am Weihnachtsmarkt dem 14. + 15. November vor Ort ist).

Viel Papier und jede Menge Namen

Briefwahlunterlagen sind gekommen. Zum vergrößern anklicken. Gewählt wird Landrat, Oberbürgermeister, Stadtrat und Kreistag. Ehrlich: In der Wahlkabine wäre es mir zu eng. Ich stand 1984 und 2008 auch schon einmal auf Wahllisten. 🙂

Der schwärzeste Tag der Kitzinger Stadtgeschichte – 75. Jahrestag der Bombardierung

Nach klarer und kalter Nacht hatte der 23. Februar 1945 als sonnendurchstrahlter Vorfrühlingstag begonnen. Der Wetterbericht sagte für Südwestdeutschland mildes, sonniges Hochdruckwetter bei Temperaturen bis zu elf Grad voraus. Um 11.34 Uhr setzte eine Rauchbombe die Zielmarkierung, der Bombenangriff auf Kitzingen begann. 174 Flugzeuge warfen in fünf Angriffswellen 2 100 Sprengbomben ab. Rund 580 Tonnen Bomben machten innerhalb von 70 Minuten einen schönen sonnenhellen Tag zum dunkelsten, zum schwärzesten Tag der Kitzinger Stadtgeschichte. Mehr als 700 Menschen, etwa fünf Prozent der damaligen Bevölkerung der Stadt wurden auf grausame Art getötet. Dem einen, wie dem 14-jährigen Michael wurde durch einen herabstürzenden Balken die Schädeldecke zertrümmert. Die anderen, wie die 33-jährige Mutter und ihre fünfjährige Tochter unter Schutt und Staub erstickten. Den Kindergartenkindern und ihren Erzieherinnen, die in den Kellern der Henningbräu Schutz gesucht hatten die Lungen durch den Luftdruck der Sprengbomben zerfetzt. Das gleiche Schicksal erlitt der junge Oberschüler, der an diesem Tage so gerne seinen 15. Geburtstag gefeiert hätte. Oder die junge Mutter, die im Keller der völlig zerstörten Weinhandlung Völker durch Schuttmassen erstickte. Das Kind, das sie auf dem Arm hatte, starb drei Stunden nach Bergung an seinen inneren Verletzungen. Den Helfern der Einsatzkommandos, die nach den einzelnen Angriffswellen, vor allem nach der dritten, wegen der langen Pause von 50 Minuten an ein Ende des Angriffs geglaubt hatten, starben im Bombenhagel der vierten und fünften Welle. Mit bloßen Händen suchten die verzweifelten Überlebenden in den rauchenden Trümmern nach ihren Angehörigen. Ein Zitat spiegelte den Eindruck des Grauens wieder: „Als der Angriff vorbei war, eilte ich zu meiner Frau. Auf dem Weg dorthin boten sich mir Eindrücke, die mich fast in den Wahnsinn trieben. Kinder, Frauen, Männer und Tiere lagen auf der Straße tot herum. Sie waren meist durch Luftdruck an die Wände der Häuser geschleudert worden und hatten somit ihr Ende gefunden, da sie den rettenden Luftschutzkeller nicht mehr erreichen konnten. Frauen eilten von Weinkrämpfen geschüttelt durch die Straßen und rauften sich wie im Wahnsinn die Haare.“ Der 23. Februar 1945 war keine Naturkatastrophe, es war die Großmannsucht eines wahnsinnigen Fantasten.

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