Depesche # 3142: Fukushima, Primeln und Janosch

Am 11. März 2011 also heute vor 15 Jahren bebte die Erde vor Japan, ein Tsunami traf das Atomkraftwerk Fukushima. Reaktoren schmolzen. Rund 19.000 Menschen starben oder gelten bis heute als vermisst. Millionen Kubikmeter verseuchte Erde, radioaktives Wasser, das bis heute in den Pazifik fließt. Fünfzehn Jahre später ist die Lektion offenbar vergessen. Der Trend geht zum Ausstieg vom Ausstieg. 15 Jahre nach der Katastrophe scheint Fukushima keine Mahnung mehr zu sein. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht von einem „strategischen Fehler“ von der Abkehr der Atomkraft in Deutschland. Ein etwas erfreulicheres Jubiläum feiert Janosch, der Illustrator und Schriftsteller, Schöpfer von „Tigerente“ und „Oh wie schön ist Panama“, er wird heute 95 Jahre alt. Irgendwie beruhigend wenn jeden Tag Vögel und Eichhörnchen in den Garten kommen. Die Primeln haben den Nachtregen gut überstanden und die Forsythien werden bald blühen.